So läuft die Rallye-Dakar 2016

So läuft die Rallye-Dakar 2016

Am 2. Januar startet die 38. Auflage der Rallye Dakar. Wer sind die Favoriten? Wie verläuft die Strecke und welche Chancen haben deutsche Teilnehmer? Ein Ausblick.

Ein Teil der Strecke der Rallye bei Rosario

Wie verläuft die Strecke? Entgegen der ursprünglichen Planung findet die Dakar 2016 nur in Argentinien und Bolivien statt. Eigentlich sollte die Odyssee auch durch Peru führen, doch das Wetterphänomens El Niño, das für Dürren und Überschwemmungen sorgt, machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Der Prolog, bei dem die Startreihenfolge für die erste Etappe am Sonntag bestimmt wird, ist noch recht gemächlich, doch die folgenden Tage haben es in sich. Von großer Hitze und Sanddünen in Argentinien geht es in Richtung Anden und Bolivien. In bis zu 4600 Metern Höhe wird es dann aber plötzlich kalt, Temperaturen um den Gefrierpunkt, ungewohnt dünne Luft und extremes Gefälle sorgen dann für höchste Belastung für die Piloten. Der Prolog geht übrigens von Rosario in das knapp 700 Kilometer entfernte Villa Carlos Paz und auch die letzte Etappe am 16. Januar verläuft auf dieser Route - nur eben in die andere Richtung.

Wie verläuft die Strecke? Entgegen der ursprünglichen Planung findet die Dakar 2016 nur in Argentinien und Bolivien statt. Eigentlich sollte die Odyssee auch durch Peru führen, doch das Wetterphänomens El Niño, das für Dürren und Überschwemmungen sorgt, machte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Der Prolog, bei dem die Startreihenfolge für die erste Etappe am Sonntag bestimmt wird, ist noch recht gemächlich, doch die folgenden Tage haben es in sich. Von großer Hitze und Sanddünen in Argentinien geht es in Richtung Anden und Bolivien. In bis zu 4600 Metern Höhe wird es dann aber plötzlich kalt, Temperaturen um den Gefrierpunkt, ungewohnt dünne Luft und extremes Gefälle sorgen dann für höchste Belastung für die Piloten. Der Prolog geht übrigens von Rosario in das knapp 700 Kilometer entfernte Villa Carlos Paz und auch die letzte Etappe am 16. Januar verläuft auf dieser Route - nur eben in die andere Richtung.

Wer sind die Favoriten? In der Autoklasse sind es ganz klar die Piloten, die einen Mini fahren. Mini hat die vier letzten Dakars allesamt gewonnen. Nasser Al-Attiyah fährt für das deutsche Team X-raid, ist Titelverteidiger und somit auch der Topanwärter auf den Sieg. Auch der Spanier Nani Roma, ebenfalls Mini-Pilot und Sieger 2014, sowie Rekordsieger Stephane Peterhansel aus Frankreich (Peugeot), rechnen sich Chancen aus. Diese beiden sind es auch, die neben dem nicht mehr aktiven Hubert Auriol die Rallye sowohl mit dem Auto, als auch mit dem Motorrad gewinnen konnten. Mit Spannung werden außerdem die Dakar-Premieren der Rallye-Größen Sébastien Loeb (Frankreich/Peugeot) und Mikko Hirvonen (Finnland/Mini) erwartet. Auf dem Motorrad ist das Rennen völlig offen. Marc Coma, fünffacher Sieger, darunter 2014 und 2015 für das KTM-Team, fährt diesmal nicht aktiv mit, sondern agiert als Sporting Director.

Wer ist die größte deutsche Hoffnung? Neben dem deutschen Team X-raid ist es vor allem Dirk von Zitzewitz. Der 47-Jährige, der im Vorjahr als Co-Pilot des Südafrikaners Giniel de Villiers auf Platz zwei gefahren war, will erneut vorn mitmischen. "Wir müssen das Spiel perfekt spielen, dürfen uns also keinerlei Fehler erlauben", prophezeit von Zitzewitz, der im Toyota Hilux für die Navigation zuständig ist

Wer ist noch dabei? Adam Malysz. Ja, genau der. Der ehemalige Skispringer ist bereits seit 2012 als sogenannter "Paydriver" dabei und träumt nach eigenen Angaben auch davon, die Marathon-Rallye eines Tages sogar zu gewinnen. Zumindest statistisch sind seine Chancen als Mini-Fahrer nicht ganz so schlecht, zu den Favoriten gehört er allerdings nicht.

Wie weit? Was zählt? 9246 Kilometer müssen die Autos bewältigen, davon fließen 4792 in die Wertung ein. Die Zahlen bei Motorrad, Trucks und Quads weichen aufgrund der veränderten Streckenführung etwas ab, bewegen sich aber in ähnlichen Regionen.

Dakar? Liegt das nicht eigentlich in Afrika? Doch. Seit 2009 wird aber in Südamerika gefahren. Im Vorjahr war die Rallye aufgrund einer Terrorwarnung erstmals ausgefallen. Der Veranstalter ASO entschied daraufhin, die Rallye nicht mehr in Afrika auszutragen und verlegte das Event nach Südamerika.

Wie gefährlich ist die Rallye? Kaum ein anderes Sportereignis hat über die letzten Jahrzehnte so viele Todesopfer gefordert wie Dakar. Seit der Premiere 1978 sind 66 Fahrer, Zuschauer und Journalisten tödlich verunglückt. Der letzte Todesfall war im Januar 2015 der polnische Motorrad-Pilot Michal Hernik, der, so die offizielle Todesursache, an Dehydrierung verstarb.

Stand: 30.12.2015, 11:25 Uhr

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