Weitspringerin Wester verpasst WM-Medaille

Alexandra Wester

Hallen-WM in Portland

Weitspringerin Wester verpasst WM-Medaille

Die als Weltjahresbeste zur Hallen-WM in Portland gereiste Alexandra Wester muss sich im Weitsprung mit Platz sechs begnügen. Auch bei den anderen deutschen Startern reicht es nicht zu Edelmetall.

Alexandra Wester ist bei der Hallen-WM der Leichtathleten in Portland (USA) mit 6,67 Metern und Platz sechs zwar deutlich am Podest vorbei gesprungen, feierte aber dennoch ein achtbares Debüt im Nationaltrikot. Den Sieg in einem hochklassigen Wettbewerb sicherte am Freitag (Ortszeit, 18.03.2016) sich die amerikanische Olympiasiegerin Brittney Reese mit herausragenden 7,22 Metern.

"Ich war schon happy, dass ich bei einer WM mitspringen durfte. Das war mein Traum. Klar habe ich auch mal an eine Medaille gedacht, aber man muss realistisch bleiben: Es kann nicht immer steil bergauf gehen", sagte die 21-Jährige, die sich in dieser Saison um 36 Zentimeter auf 6,95 Meter verbessert hatte und damit als Nummer eins der Welt nach Portland gereist war.

Nervenstark ins Finale

Nach einem ungültigen ersten Sprung und mäßigen 6,44 Meter im zweiten bewies Wester Nervenstärke und vermied im dritten Versuch mit ihrer späteren Endweite ein vorzeitiges Aus. In den Medaillenkampf griff die Kölnerin aber nicht mehr ein. "Ich war sehr motiviert, und daher zu schnell im Anlauf - dann verkrampfe ich zu Schluss. Das musste ich erst mal rauskriegen. Das hat bis zum dritten Versuch gedauert", sagte sie.

Hinter Reese sicherten sich die Serbin Ivana Spanovic (7,07) und die Britin Lorraine Ugen (6,93) Silber und Bronze. Xenia Stolz landete als zweite Deutsche mit 6,37 Metern auf Rang zwölf.

Dahm im Kugelstoßen Achter

Im Kugelstoßen kam Tobias Dahm beim überlegenen Sieg des Neuseeländers Tomas Walsh (21,78 Meter) mit 20,22 Metern auf Platz acht. Das Sprint-Finale über 60 Meter gewann US-Ausnahmetalent Trayvon Bromell (20) in 6,47 Sekunden vor dem früheren 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell (Jamaika/6,50 Sekunden) und Ramon Gittens aus Barbados (6,51 Sekunden).

Im Fünfkampf sicherte sich die Kanadierin Brianne Theisen-Eaton, Siebenkampf-Vizeweltmeisterin von Peking, mit 4.881 Punkten Gold. Die Deutsche Celina Leffler kam mit 4.181 Punkten auf Platz elf.

Eaton klar auf Kurs

Bei den Männern liegt Ashton Eaton (USA), Weltrekordler im Zehnkampf, nach dem ersten Tag und vier von sieben Disziplinen in Führung. Mathias Brugger als Sechster und Tim Nowak als Achter schlagen sich für das DLV-Team bisher höchst achtbar. Ihren Titel im 60-Meter-Hürdensprint verteidigte die Amerikanerin Nia Ali (7,81 Sekunden) in einem Herzschlagfinale vor ihrer Landsfrau Brianna Rollins (7,82) erfolgreich.

sid | Stand: 19.03.2016, 11:09

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