Jamaikas Staffel verliert Olympiagold von Peking

Asafa Powell (v.l.), Nesta Carter, Usain Bolt, Michael Frater

Positive Dopingprobe bei Nesta Carter

Jamaikas Staffel verliert Olympiagold von Peking

Die Sprintstaffel Jamaikas verliert ihre Goldmedaille von den Olympischen Spielen 2008 in Peking, weil Nesta Carter des Dopings überführt wurde. Damit muss auch Usain Bolt eine seiner Goldmedaillen abgeben.

Jamaika hatte in Peking über 4x100 Meter in Weltrekordzeit Gold gewonnen, Zweiter wurde das Team aus Trinidad und Tobago. Das deutsche Quartett mit Tobias Unger, Till Helmke, Alexander Kossenow und Martin Keller rückt auf Platz vier vor. Usain Bolt ist damit "nur" noch achtmaliger Olympiasieger.

Als "Triple-Triple" wurden Bolts Olympiasiege über 100 Meter, 200 Meter und in der Staffel in Peking, London sowie Rio de Janeiro benannt. Bei Nachttests wurde bei Nesta Carter (Foto, 2. v.l.), der schon länger unter Verdacht stand, das Stimulans Methylhexanamin gefunden. Der 31-jährige Carter hatte mit Jamaika auch Olympia-Gold in London 2012 gewonnen und wurde zudem 2011, 2013 und 2015 Staffel-Weltmeister.

Auch Dopingsünder Powell betroffen

In der besagten jamaikanischer Peking-Staffel lief neben Carter und Bolt auch Ex-Weltrekordler Asafa Powell. Dieser war 2013 positiv auf ein anderes Stimulans getestet und zunächst 18 Monate gesperrt worden, musste aber letztlich nur sechs Monate aussetzen.

sid | Stand: 25.01.2017, 15:41

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