Chambers darf bei Olympia starten

CAS lässt BOA abblitzen

Chambers darf bei Olympia starten

Der vom britischen Olympia-Komitee wegen Dopingmissbrauchs lebenslang gesperrte Sprintstar Dwain Chambers darf bei Olympia 2012 in London starten. Das entschied der Internationale Sportgerichtshof CAS.

Das Schiedsgericht in Lausanne kam zu der Auffassung, die Haltung des britischen Olympia-Komitees (BOA), Dopingsünder lebenslang von Olympia auszuschließen, sei nicht mit den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA vereinbar.

Die WADA-Regeln waren am 16. Oktober 2011 verändert worden, als der CAS die sogenannte Osaka-Regel kippte. Durch diese hatte die IOC-Exekutive 2008 entschieden, dass Athleten nach einer mehr als sechsmonatigen Doping-Sperre nicht an den folgenden beiden Olympischen Spielen teilnehmen dürfen. Diese Rechtsauffassung sei "ungültig und nicht durchsetzbar".

Damit war der Weg frei für den früheren 400-m-Weltmeister LaShawn Merritt für Olympia in London (27. Juli bis 12. August) und auch die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein (Berlin) mit Blick auf die Winterspiele 2014 in Sotschi. Nur die BOA war nicht bereit gewesen, vor den Spielen im eigenen Land die neue Regel mitzutragen.

sid | Stand: 30.04.2012, 16:41