Deutsche Kanuten holen sechs Goldmedaillen

EM im bulgarischen Plovdiv

Deutsche Kanuten holen sechs Goldmedaillen

Die deutschen Rennsport-Kanuten haben bei der EM in Plowdiw überzeugt. Das Team um Sebastian Brendel holte sechs Goldmedaillen.

Auf die deutschen Topstars war Verlass: Angeführt vom dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel haben die deutschen Rennsport-Kanuten in Plowdiw einen überzeugenden EM-Auftritt gefeiert und eine gelungene Generalprobe für die Weltmeisterschaften Ende August in Racice/Tschechien hingelegt. Insgesamt durfte sich der Deutsche Kanu-Verband (DKV) in Bulgarien über sechs Goldmedaillen freuen.

Und es gab vier weitere Medaillen. Brendel errang mit Conrad Scheibner, Stefan Kiraj und Jan Vandrey noch Silber im Canadier-Vierer über 1.000 Meter. Bronze gab es für Ronald Rauhe und Max Lemke im Kajak-Zweier-Sprint über 200 Meter und Tabea Medert im Kajak-Einer über 5.000 Meter. Die Bronzemedaille im Kajak-Zweier über die 1.000 Meter sicherten sich Medert und Melanie Gebhardt.

Aus dem Training heraus

"Wir haben die EM völlig der WM untergeordnet. Aus dieser Sicht können wir schon ganz zufrieden nach Hause gehen", sagte der leitende Bundestrainer Arndt Hanisch. Die Deutschen bestritten die kontinentalen Titelkämpfe komplett aus dem Training heraus.

Weber und Dietze siegen im Zweier

Brendel, in Rio mit zwei Goldmedaillen dekoriert, gab dabei am Samstag (15.07.2017) im Canadier-Einer über 1.000 Meter den Startschuss für die deutschen Titeljäger. Wenig später folgten über die gleiche Distanz Gold für London-Olympiasieger Peter Kretschmer mit Partner Yul Oeltze im Canadier-Zweier sowie für Max Hoff und Marcus Groß im Kajak-Zweier.

Am Sonntag sorgten die London-Olympiasiegerinnen Franziska Weber und Tina Dietze im Kajak-Zweier über 500 Meter dann für den vierten deutschen Sieg. Brendel durfte sich noch über weiteres Edelmetall freuen: Er war im Canadier-Einer auch über 5.000 Meter nicht zu bezwingen. Hoff gewann über diese Distanz im Kajak-Einer ebenfalls Gold.

Brendel das Maß aller Dinge

Sportschau | 14.07.2017 | 01:11 Min.

Niederlage für den Kajak-Vierer

Gesundheitlich geschwächt hatte der in dieser Saison so starke Kajak-Vierer über 500 Meter eine Niederlage hinnehmen müssen. Ohne den kurzfristig erkrankten Olympiasieger Max Rendschmidt kamen Olympiasieger Tom Liebscher, der Rio-Dritte Rauhe, Lemke sowie Ersatzmann Timo Haseleu auf Platz fünf. Rendschmidt hatte wegen einer Magen-Darm-Erkrankung passen müssen.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 16.7., 22.50 Uhr

Stand: 16.07.2017, 16:34

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