Handball-Bundestrainer Sigurdsson verlässt DHB

Bundestrainer Sigurdsson

Nach der WM

Handball-Bundestrainer Sigurdsson verlässt DHB

Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson wird die deutsche Nationalmannschaft nach der WM im Januar 2017 verlassen - wahrscheinlich Richtung Japan. Wunschkandidat für die Nachfolge ist Christian Prokop.

Der Deutsche Handballbund kündigte die Trennung am Dienstag (22.11.2016) in einer Mitteilung an. "Das habe ich aus persönlichen Gründen so entschieden. Jetzt wissen alle Bescheid, und wir können uns mit aller Energie auf die kommende Weltmeisterschaft konzentrieren", sagte Sigurdsson in einer Mitteilung des Deutschen Handballbundes am Dienstag (22.11.2016). Sigurdsson befinde sich in Gesprächen mit dem japanischen Handballverband, so der DHB. Der 43-Jährige soll die japanische Mannschaft auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten.

Sigurdsson betreute die DHB-Auswahl als Nachfolger des erfolglosen Martin Heuberger seit August 2014. Zuvor war er Vereinstrainer des Bundesligisten Füchse Berlin. Unter seiner Führung wurde das deutsche Team im vergangenen Jahr bei der EM in Polen Europameister und ließ in diesem Jahr bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro die Bronzemedaille folgen.

WM 2017 letztes gemeinsames Turnier

"Wir bedauern, dass wir Dagur nicht überzeugen konnten, seinen Weg mit unserer Nationalmannschaft fortzusetzen, respektieren jedoch seine persönliche Entscheidung", wurde DHB-Präsident Andreas Michelmann in der Mitteilung zitiert.

Die WM 2017 in Frankreich beginnt am 13. Januar in Rouen mit dem Spiel gegen Ungarn und wird das vierte und letzte gemeinsame Turnier von Sigurdsson mit der deutschen Nationalmannschaft.

Prokop soll Nachfolger Sigurdssons werden

Über die Nachfolge Sigurdssons wolle man "mit Ruhe und Bedacht" entscheiden, kündigte Hanning an. Als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge gilt Christian Prokop. Das hatte DHB-Vizepräsident Bob Hanning bereits vergangene Woche bestätigt. Der 37 Jahre alte Coach trainiert derzeit das Bundesliga-Überraschungsteam SC DHfK Leipzig. 

Zudem wurden zuletzt die Namen von Markus Baur (TVB Stuttgart) und Gudmundur Gudmundsson, der seinen Vertrag als Nationaltrainer Dänemarks gekündigt hat, genannt. Die ebenfalls vom DHB umworbenen Erfolgstrainer Alfred Gislason (THW Kiel) und Ljubomir Vranjes (SG Flensburg-Handewitt) hatten Absagen erteilt.

sid/dpa | Stand: 22.11.2016, 08:26

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