Kiel deklassiert die Löwen
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Spitzenspiel der Handball-Bundesliga
Kiel deklassiert die Löwen
Die Handballer des THW Kiel haben mit einem Kantersieg die Rhein-Neckar Löwen von der Tabellenspitze verdrängt.
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Der Deutsche Meister gewann das Gipfeltreffen nach einer Demonstration der eigenen Stärke klar mit 28:17 (14:7) beim Überraschungsteam aus Baden. Die bis dato verlustpunktfreien Löwen kassierten nach einer katastrophalen Angriffsleistung mit allein 16 Fehlwürfen in der ersten Halbzeit die erste Saisonniederlage.
Vor 13.200 Zuschauern in der ausverkauften Mannheimer Arena waren Filip Jicha (9/1), Christian Zeitz (5 Tore) und Gudjon Sigurdsson (5) die besten Werfer der Kieler, die seit nunmehr 51 Bundesligapartien und seit dem 4. Mai 2011 (24:30 beim SC Magdeburg) ungeschlagen sind. Zarko Sesum (5), Andy Schmidt (3) und Bjarte Myrhol (3) trafen am besten für die auf der ganzen Linie enttäuschenden Gastgeber, die mit 26:2 Punkten hinter dem THW (27:1) auf Platz zwei zurückfielen.
Nur Torhüter Landin mit Normalform
Vor den Augen von IHF-Weltverbandspräsident Hassan Mustafa enttäuschten die ohne Kapitän Uwe Gensheimer (Achillessehnenriss) angetretenen Löwen auf der ganzen Linie und konnten den Gästen nie wirklich Paroli bieten. Allein Torhüter Niklas Landin erreichte Normalform und bewahrte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit vor einem kompletten Debakel. Der dänische Zwei-Meter-Mann zeigte bis zur Halbzeit zehn Paraden und meisterte zwei Siebenmeter.
Nach 13 Minuten hatte das in dieser Saison bislang so überragend spielende Rhein-Neckar-Team bereits neun Fehlwürfe auf dem Konto - und nur ein einziges Tor geworfen. Ausgerechnet Gensheimer-Vertreter Kevin Bitz gelang der erste Treffer des bisherigen Ligaprimus zum 1:2-Anschluss (10.).
Zeitz besonders treffsicher
Zwar leisteten sich auch die Kieler einige Aussetzer, doch ausgerechnet Ex-Löwe Christian Zeitz erwies sich als treffsicher. Der Linkshänder sorgte mit drei Toren in Serie dafür, dass die Zebras nach 18 Minuten mit sechs Treffern führten (9:3) und die Löwen erstmals die Köpfe hängen ließen.
Die Badener, die für das ultimative Kräftemessen mehr als doppelt so viele Karten hätten verkaufen können, hielten auch nach dem Wechsel dem Druck nicht stand. Vor allen Dingen die beiden Rückraumspieler Alexander Petersson und Kim Ekdahl du Rietz hatten einen rabenschwarzen Abend erwischt.
Zehn-Tore-Führung kurz nach der Halbzeitpause
Da zudem Thierry Omeyer im THW-Gehäuse weiterhin stark hielt, baute der Deutsche Meister den Vorsprung kontinuierlich aus. Fünf Minuten nach der Halbzeitpause besiegelte Kiels Kapitän Marcus Ahlm eine Zehn-Tore-Führung (18:8). Damit war die Moral der ernüchterten Gastgeber endgültig gebrochen.
Flensburg souverän
Die SG Flensburg-Handewitt erledigte daneben eine Pflichtveranstaltung erfolgreich: Gegen Aufsteiger TV Neuhausen setzten sich die Nordlichter mit 37:26 (18:16) durch. Der TV Großwallstadt unterlag hingegen auf eigenem Parkett gegen FA Göppingen mit 27:28 (14:13) und bleibt weiterhin auf einem Abstiegsplatz.
sid | Stand: 28.11.2012, 22:03