Handball-Bundesliga will Nationalteam helfen

Frank Bohmannn, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga HBL

Mitgliederversammlung

Handball-Bundesliga will Nationalteam helfen

Die Handball-Bundesliga hat auf ihrer Mitgliederversammlung viele wichtige Themen besprochen, aber kaum Entscheidungen gefällt. Immerhin gab es ein klares Bekenntnis zum Nationalteam.

"Wir müssen die Nationalmannschaft, das größte Zugpferd der Liga, nach vorn bringen", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann bei der Versammlung der 18 Bundesliga-Vereine am Donnerstag (04.07.13) in Düsseldorf. Details blieben aber offen. Die HBL-Führung wurde lediglich beauftragt, einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten. "Im Laufe der nächsten Monate werden wir umsetzbare Möglichkeiten anbieten", versprach Bohmann.

Hoffnungen von Bundestrainer Martin Heuberger auf eine freiwillige Selbstbeschränkung der Liga beim Einsatz ausländischer Profis dürften jedoch weiter Wunschdenken bleiben. Schon Heuberger-Vorgänger Heiner Brand hatte jahrelang darüber geklagt, dass deutsche Talente in den Clubs zu wenig Spielanteile haben. Die HBL-Führung will statt über eine Quotierung darüber nachdenken, wie der Elite-Nachwuchs beim Übergang in den Seniorenbereich besser gefördert werden kann. Auch ein Antrag des deutschen Meisters THW Kiel, die Kader pro Begegnung auf 16 Spieler auszuweiten, wurde abgelehnt. "Deutsche Spieler sollen nicht die Nummer 15 und 16 sein", sagte HBL-Vizepräsident Bob Hanning.

Weiterhin 18 Mannschaften

Trotz aller Klagen über die zu große Belastung vor allem der Stars wird die Bundesliga weiterhin 18 Teams umfassen. "Eine Verkleinerung der Liga wird es definitiv nicht geben", sagte Bohmann. Ob der deutsche Meister künftig erst nach einer Play-off-Runde gekürt wird, ist weiter offen. "Eine Entscheidung wird es in den nächsten Wochen geben", sagte Bohmann

Ein Kompromiss zeichnet sich bei der Hallenproblematik des ThSV Eisenach ab. "Wir haben Eisenach ein Angebot gemacht, 14 von 17 Spielen in der eigenen Halle auszutragen", sagte Bohmann. Nach Ansicht des HBL-Vorstands entspricht die Werner-Aßmann-Halle in Eisenach nicht den Standards des Oberhauses. "Drei Spiele müssten an einem anderen Standort stattfinden", sagte Bohmann.

dpa/sid | Stand: 04.07.2013, 20:03