Handballer mit weißer Weste zur EM

Deutschlands Philipp Weber

Deutschland - Schweiz 29:22 (12:13)

Handballer mit weißer Weste zur EM

Die deutschen Handballer haben die Qualifikation für die EM 2018 in Kroatien als ungeschlagener Gruppensieger beendet. Dabei fehlten gegen die Schweiz zahlreiche Stammkräfte.

Deutschlands Handballer haben sich auch ohne zahlreiche Stars als ungeschlagener Gruppensieger der EM-Qualifikation in den verdienten Urlaub verabschiedet. Das mit einigen Stammkräften verstärkte Perspektivteam des Europameisters gewannam Sonntag (18.06.2017) gegen die Schweiz mit 29:22 (12:13) und wahrte damit die weiße Weste in der Ausscheidung für die Endrunde vom 12. bis 28. Januar 2018 in Kroatien. Beste deutsche Werfer vor 8513 Zuschauern in Bremen waren Marcel Schiller mit sieben Toren und Jannik Kohlbacher (5).

Hoffnung auf leichtere Gegner

Schon zuvor stand der Titelverteidiger als Sieger in der Gruppe 5 fest. Dadurch winken bei der EM-Endrunde leichtere Gegner in der Vorrunde, die am kommenden Freitag (23.06.17) in Zagreb ausgelost wird. Bei der von DHB-Vizepräsident Bob Hanning ausgerufenen Mission Titelverteidigung werden dann auch wieder alle Stars dabei sein, von denen Bundestrainer Christian Prokop im bedeutungslosen Gruppenfinale etliche schonte.

Prokop nutzte die willkommene Gelegenheit zum Testen junger Spieler, die sich in der zurückliegenden Bundesligasaison in den Fokus gespielt hatten. Vom olympischen Bronze-Team von Rio waren nur noch fünf Mann übrig.

Nach gutem Start abgebaut

Silvio Heinevetter, Torwart vom Bundesligisten Füchse Berlin, führte den "DHB-Kindergarten" in Vertretung von Uwe Gensheimer, der wie die meisten Stammkräfte schon im Urlaub weilte, als Kapitän auf das Parkett.

Das Fehlen diverser Stars machte sich zunächst kaum bemerkbar. Die DHB-Auswahl startete konzentriert und lag schnell mit drei Toren vorn (5:2/8.). Doch dann wurden im Angriff zahlreiche Chancen vergeben. Hinzu kamen technische Fehler und Lücken in der Abwehr.

Kühn - "Haben das Spiel in der zweiten Halbzeit dominiert"

Sportschau | 18.06.2017 | 01:36 Min.

Schiller bringt frischen Wind, Wolff als Rückhalt

Prokop reagierte mit einer Auszeit, doch die Fehlerquote blieb hoch. Das nutzten die von Rückraum-Ass Andy Schmid (10 Tore) angetriebenen Eidgenossen nach 20 Minuten zur ersten Führung (10:9), die sie auch in die Pause mitnahmen.

Nach dem Wechsel brachte vor allem Linksaußen Schiller frischen Wind ins Angriffsspiel der Hausherren. Zudem gab der für Heinevetter zwischen die Pfosten gerückte Andreas Wolff der jungen deutschen Mannschaft mit zahlreichen Paraden den nötigen Rückhalt. Eine Viertelstunde vor Schluss lag das DHB-Team erstmals mit fünf Toren in Führung, die gegen nachlassende Gäste bis zum Schluss weiter ausgebaut wurde.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, Sonntag, 18. Juni 2017, 22.50 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 18.06.2017, 16:41

Darstellung: