Handball - Kiel und Melsungen bleiben dran

Kiels Patrick Wiencek (l.) tankt sich durch

20. Spieltag der Handball-Bundesliga

Handball - Kiel und Melsungen bleiben dran

THW Kiel und MT Melsungen haben mit ihren Siegen am 20. Bundesligaspieltag Kontakt zu den Spitzenplätzen gehalten. Im Tabellenkeller kassierte Stuttgart eine bittere Niederlage.

Rekordmeister Kiel holte nach der sechswöchigen EM-Pause am Sonntag (11.02.18) ein souveränes 37:25 (19:13) beim Aufsteiger und Tabellenletzten TV Hüttenberg. Mit dem sechsten Liga-Erfolg in Serie festigte Kiel Platz fünf. Der THW hatte bereits am Mittwoch in der Champions League im ersten Spiel des Jahres gegen das ungarische Spitzenteam KC Veszprem gewonnen.

In der mit 2.600 Zuschauern erstmals ausverkauften Sporthalle-Ost in Gießen waren die beiden schwedischen Vize-Europameister Niclas Ekberg (9) und Lukas Nilsson (8) für Kiel die besten Werfer der Partie. Der ehemalige Welthandballer Domagoj Duvnjak fehlte noch aufgrund eines bei der EM erlittenen Muskelfaserrisses.

Auch neun Kraus-Tore zu wenig für Stuttgart

Am Nachmittag siegte die MT Melsungen im Mittelfeldduell gegen DHfK Leipzig 28:20 (14:10).

Die TuS N-Lübbecke verschaffte sich nach dem 24:21 (8:8) im Kellerduell gegen den TVB Stuttgart etwas Luft im Abstiegskampf. Für die Stuttgarter war es trotz der sieben Tore von Michael Kraus die neunte Niederlage in Folge.

Löwen überrollen Lemgo

In Jubelstimmung: Guojon Valur Sigurosson (l.) und Patrick Groetzki

In Jubelstimmung: Guojon Valur Sigurosson (l.) und Patrick Groetzki

Die Rhein-Neckar Löwen schlugen nach einer 14:0-Führung den TBV Lemgo am Ende mit 38:17. Im ersten Spiel nach der EM-Pause verteidigte der deutsche Handball-Meister mit 34:6 Punkten die Tabellenführung. Beste Werfer für die Löwen waren Regisseur Andy Schmid und Rechtsaußen Patrick Groetzki mit jeweils fünf Toren. "Es hat sich etwas unwirklich angefühlt auf dem Parkett", sagte Groetzki dem TV-Sender "Sky". "So etwas habe ich bisher noch nie erlebt, nicht einmal im Jugendbereich."

Klarer Sieg für die Füchse Berlin

Auch die Verfolger kamen gut aus den Startlöchern. Die Füchse Berlin reagierten auf den desolaten Auftritt im EHF-Pokal mit einem klaren Sieg beim Vorletzten Eulen Ludwigshafen - 25:19 (14:12). Rechtsaußen Hans Lindberg war vor 2.350 Zuschauern mit sieben Toren erfolgreichster Füchse-Schütze. Nationalspieler Steffen Fäth steuerte vier Treffer bei.

Die TSV Hannover-Burgdorf besiegte GWD Minden mit 36:29 (16:14). Casper Mortensen war mit acht Treffern erfolgreichster Schütze bei den Niedersachsen.

Vizemeister SG Flensburg-Handewitt kam beim HC Erlangen zu einem ungefährdeten 29:20 (11:7)-Sieg und bleibt mit 30:10 Punkten ebenfalls im Titelrennen. Hampus Wanne traf neunmal für den Favoriten. Die HSG Wetzlar ließ EHF-Cup-Sieger Frisch Auf Göppingen beim 34:27 (16:17) ebenso keine Chance wie der SC Magdeburg dem VfL Gummersbach beim 30:24 (15:12).

Thema in: Sport am Sonntag, Deutschlandfunk, 11.02.18, 19.10 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 11.02.2018, 17:13

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