Handball-Frauen mit Prestigeerfolg

Laura Steinbach (li.) und die Rumänin Aurelia Bradeanu

EM in Serbien

Handball-Frauen mit Prestigeerfolg

Die deutschen Handballerinnen haben die Hauptrunde bei der EM in Serbien mit einem Prestigesieg beendet.

Die Mannschaft von Bundestrainer Heine Jensen bezwang Rumänien in Novi Sad mit 25:23 (16:9), hat aber trotzdem das Spiel um Platz fünf verpasst. Durch einen 31:25 (13:11)-Sieg gegen Halbfinalist Ungarn verdrängte Russland die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) bei Punktgleichheit und gleicher Tordifferenz wegen der mehr geworfenen Tore von Platz drei der Gruppe II. Dennoch erreichte das Team als Siebter eine gute EM-Platzierung.

"Ich bin natürlich zufrieden. Das Spiel zu gewinnen, war unser Ziel. Wir haben versucht, das mit mehr als einem Tor zu schaffen. Es ist schade, dass uns das nicht etwas deutlicher gelungen ist - die Chance hatten wir. Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise, wie wir die drei Spiele der Hauptrunde gestaltet haben", sagte Jensen.

Laura Steinbach einmal mehr beste deutsche Werferin

Beim 32. Sieg im 82. Vergleich (45 Niederlagen) mit Rumänien war wieder einmal Laura Steinbach mit acht Toren bei acht Versuchen beste deutsche Werferin. Neben der Leverkusenerin war die überragende Torfrau Clara Woltering Matchwinnerin der DHB-Auswahl. "Die Mannschaft ist auf einem guten Weg. Sie hat gezeigt, dass sie mit allen Teams der Welt mithalten kann", hatte DHB-Sportmanager Heiner Brand schon nach dem deutlichen Sieg gegen Montenegro erklärt. Die Jensen-Truppe knüpfte gegen den WM-13. Rumänien an die starke Vorstellung an. Im Angriff variabel, in der Abwehr aggressiv und im Tor eine Clara Woltering in Topform - die deutsche Mannschaft war den Rumäninnen im ersten Durchgang in allen Belangen überlegen.

Rumäninnen schwächten sich selbst

Nachdem die Anfangsphase noch ausgeglichen verlief (3:2/8. Minute) setzte sich das DHB-Team danach kontinuierlich ab. Nach dem 7:5 (15.) gelang den Rumäninnen rund sieben Minuten kein Treffer (11:5/22.). Immer wieder war Woltering zur Stelle. Im Gegensatz zu den rumänischen Torhüterinnen, die in den ersten 30 Minuten kaum einen Ball zu fassen bekamen. Im deutschen Angriff wurden anders als in der EM-Vorrunde die Chancen konsequent verwertet.

Auch nach dem Wechsel setzten die deutschen Frauen ihre konzentrierte Leistung in Abwehr und Angriff zunächst fort, leisteten sich dann aber eine kurze Schwächephase. So verkürzte Rumänien nach einem 10:18-Rückstand (35.) auf 14:18 (40.).

Doch die Rumäninnen schwächten sich selbst. Nach einem bösen Foul an Nadja Nadgornaja (Thüringer HC) sah Adriana-Gabriela Tacalie die Rote Karte (40) und die DHB-Auswahl zog wieder auf 21:15 (44.) davon. In der Schlussphase leistete sich die DHB-Auswahl aber einige Nachlässigkeiten und Rumänien kam noch einmal auf drei Tore heran (21:24/57.). Doch das deutsche Team behielt die Nerven.

sid | Stand: 13.12.2012, 19:57