St. Louis Rams ziehen nach Los Angeles um

Rams-Running-Back Tre Mason

NFL

St. Louis Rams ziehen nach Los Angeles um

Los Angeles bekommt nach 21 Jahren wieder ein NFL-Team. Am Dienstag einigten sich die Besitzer der 32 Clubs der National Football League (NFL) bei einem Treffen in Houston darauf, dem Umzugsantrag der St. Louis Rams zur neuen Saison stattzugeben.

Sie votierten mit 30:2 Stimmen für das von Rams-Eigner Stan Kroenke vorgelegte Stadionprojekt in der Nähe des Flughafens. Neben den Rams hatten sich auch die San Diego Chargers und die Oakland Raiders für einen Standortwechsel nach Los Angeles beworben.

Kroenke plant ein neues, 70.000 Zuschauer fassendes Stadion im Vorort Inglewood, das bis 2019 für insgesamt 1,86 Milliarden Dollar gebaut werden soll. Bis dahin sollen die Rams im Rose Bowl in Pasadena oder im Los Angeles Coliseum spielen. "Das war die schwierigste Entscheidung, vor der ich jemals stand", sagte Kroenke.

Harsche Kritik aus St. Louis

Während in Los Angeles die Freude groß war, gab es aus St. Louis harsche Kritik. "Die NFL ignoriert die Fakten, die Loyalität der Fans in St. Louis, die das Team durch weit mehr Tiefen als Höhen unterstützt haben, einen starken Markt und einen realistischen Plan für ein neues Stadion", sagte Bürgermeister Francis Slay.

Die NFL-Besitzer favorisieren die Chargers als zweiten Club in der kalifornischen Metropole. Der Verein hat nun ein Jahr Bedenkzeit. Sollten die Chargers sich trotz eines maroden Stadions für einen Verbleib in San Diego entscheiden, könnten die Raiders nachrücken.

Alle drei Vereine waren bereits in Los Angeles zu Hause. Die Rams hatten hier von 1946 bis 1979 ihre Heimat und spielten anschließend von 1980 bis 1984 in Anaheim, ehe der Umzug nach St. Louis erfolgte.

dpa/sid/red | Stand: 13.01.2016, 08:44

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