Auch Schweden feiern Eis-Party

Kanadas Jordan Eberle (r.) und und Schwedens Staffan Krowall

Eishockey-Weltmeisterschaft

Auch Schweden feiern Eis-Party

Schweden hat als letztes Team das Halbfinale der Eishockey-WM erreicht und damit das Gastgeber-Duell mit Finnland um den Einzug ins Endspiel perfekt gemacht. Dagegen sind Russland und die Slowakei ausgeschieden.

Die Skandinavier gewannen am Donnerstagabend (16.05.2013) gegen Kanada 3:2 (0:0, 0:1, 2:1) nach Penaltyschießen. Nicklas Danielsson mit einem Doppelpack jeweils nach Vorlage der Sedin-Brüder (46./50. Minute) sowie Fredrik Pettersson im Shootout sorgten im Stockholmer Globen für den Heimsieg. Steven Stamkos (21.) und Claude Giroux (51.) hatten die Tore der Nordamerikaner geschossen.

Vorjahresfinalist raus

Finnlands Janne Jalasvaara (l.) beim Boxkampf mit Tomas Surovy aus der Slowakei

Finnlands Janne Jalasvaara (l.) beim Boxkampf mit Tomas Surovy aus der Slowakei

Auch Co-Gastgeber Finnland hat sich ins Halbfinale durchgeboxt. Die Finnen bezwangen den Vorjahresfinalisten Slowakei mit 4:3 (3:0, 0:2, 1:1). In Helsinki hatten die Hausherren eine eigentlich komfortable Führung nach dem ersten Drittel aus der Hand gegeben und waren am Ende sehr unter Druck geraten. Erst Juhamatti Aaltonen (49. Minute) erlöste den Weltmeister von 2011, der in der Vorschlussrunde am Samstag auf den Sieger des letzten Viertelfinals zwischen Schweden und Kanada trifft.

Ossi Väänänen (2.) und zweimal WM-Toptorjäger Petri Kontiola (10./16.) hatten für die nur scheinbar beruhigende 3:0-Führung gesorgt. Doch die Slowakei schaffte durch Michel Miklik (26.), Andrej Sekera (33.) und Tomas Surovy (41.) den Ausgleich. Damit ist auch der dritte Medaillengewinner von 2012 ausgeschieden.

Schweizer Siegeszug geht weiter

Der Schweizer Eishockeyspieler Denis Hollenstein

Der Schweizer Eishockeyspieler Denis Hollenstein bejubelt sein Tor zum 1:0.

Unterdessen geht auch das Schweizer WM-Märchen weiter. Die Eidgenossen zogen durch ein 2:1 (1:0, 1:0, 0:1) gegen Tschechien erstmals seit 15 Jahren in die Runde der letzten Vier ein. Denis Hollenstein (6.) und Roman Josi (34.) brachten die Schweizer mit 2:0 in Führung. Nach dem Anschlusstor von Zdenek Kutlak (46.) musste das Team des früheren Münchner Meistertrainers Sean Simpson aber noch einmal zittern, ehe die Halbfinalteilnahme perfekt war.

Für das Team ist die erste WM-Medaille seit 60 Jahren nun in greifbarer Nähe. 1953 hatte die Schweiz Bronze gewonnen. Tschechien reist hingegen enttäuscht nach Hause, nachdem man zuletzt dreimal in Serie eine WM-Medaille gewonnen hatte.

Höchste russische WM-Pleite seit 58 Jahren

Russlands Sergej Soin (li.) und der Amerikaner Justin Faulk

Im Clinch: Russlands Sergej Soin (li.) und der Amerikaner Justin Faulk

Ein historisches Debakel erlebten zuvor die Russen. Der Titelverteidiger unterlag mit 3:8 (1:2, 0:2, 2:4) gegen die USA und kassierte dabei die höchste WM-Pleite seit 58 Jahren. Erst zum zweiten Mal in der Geschichte von WM und Olympia musste die "Sbornaja" acht Gegentore hinnehmen. Die Schlappe konnte auch NHL-Star Alexander Owetschkin nicht verhindern, der einen Tag nach seiner Ankunft in Finnland das zwischenzeitliche 2:4 erzielt hatte.

Die Amerikaner feierten den ersten Halbfinal-Einzug bei einer WM seit 2009 und den höchsten Sieg über die Russen. Paul Stastny (12./51. Minute), TJ Oshie (13.), Nate Thompson (26.), Alex Galchenyuk (38.), Ryan Carter (43.), Jacob Trouba (49.) und David Moss (50.) erzielten die Tore. Für die Russen waren Alexander Switow (16.), Owetschkin (42.) und Alexander Pereschogin (44.) erfolgreich.

1955 hatte die Sowjetunion in Krefeld gegen Kanada eine 0:5-Rekordschlappe hinnehmen müssen, fünf Jahre später ließen die Russen bei Olympia in Squaw Valley gegen Kanada (5:8) zum bis dato einzigen Mal acht Gegentore zu.

sid/dpa/red | Stand: 16.05.2013, 23:04