Frankreich und Lettland mischen deutsche Gruppe auf

Frankreichs Damien Fleury beim Torjubel

Weltmeisterschaft in Schweden und Finnland

Frankreich und Lettland mischen deutsche Gruppe auf

Mit einem historischen Sieg über Russland hat Frankreich für die erste Sensation bei dieser Eishockey-WM gesorgt. Siege gab es am Donnerstag (09.03.13) auch für Lettland, Tschechien und Kanada.

Frankreich gewann als krasser Außenseiter gegen Rekordchampion Russland mit 2:1 und feierte damit den allerersten Sieg gegen die "Sbornaja" überhaupt bei einer WM oder bei Olympia. "Vielleicht wenn ich 60 Jahre alt bin, werde ich meinen Enkeln erzählen, dass ich Kapitän der Mannschaft war, die Russland bei der Weltmeisterschaft geschlagen hat", meinte Vincent Bachet. "Das ist was ganz Besonderes." Die Franzosen beendeten zugleich auch die Siegesserie des Titelverteidigers, der zuvor 13 WM-Partien in Serie gewonnen hatte.

Die sehr überheblich spielenden Russen waren zwar durch Alexander Pereschogin in Führung gegangen (27. Minute), doch Damien Fleury (30.) und NHL-Profi Antoine Roussel (37.) drehten die Partie. Über sich hinaus wuchs vor allem Frankreichs Torhüter Florian Hardy. In der Tabelle zog Frankreich mit nun sechs Zählern an der deutschen Mannschaft vorbei auf Rang fünf. Die beiden Teams stehen sich am letzten Vorrundenspieltag (Dienstag/15.15 Uhr) gegenüber - möglicherweise im entscheidenden Match um den Einzug ins WM-Viertelfinale.

Henrik und Daniel Sedin im Anflug

Für noch mehr Spannung in der Helsinki-Gruppe sorgte am Abend Lettland, das die Slowakei dank eines Dreierpacks von Kapitän Lauris Darzins überraschend mit 5:3 bezwang.

In Gruppe A kassierte derweil Schweden die zweite Niederlage bei diesem Turnier. Im Spitzenspiel in Stockholm unterlag der Co-Gastgeber Kanada mit 0:3 und verpasste auch den vorläufigen Sprung auf Tabellenrang eins, den nach wie die Schweiz innehat. Steven Stamkos, Luke Schenn und Jordan Staal trafen für Team Kanada. Immerhin ist prominente Verstärkung im Anflug. Die Zwillinge Henrik und Daniel Sedin werden nach dem Play-off-Aus mit den Vancouver Canucks in der NHL am Wochenende zum schwedischen Team stoßen. Auch ihr Klubkollege Alexander Edler hat sein Kommen zugesagt. Davor hatte Tschechien die Dänen 2:1 nach Penaltyschießen geschlagen.

dpa | Stand: 09.05.2013, 22:38