DEL - Favoriten, "Diving-Liste", Toptransfers

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Neue Saison startet

DEL - Favoriten, "Diving-Liste", Toptransfers

Wer kann Meister München gefährlich werden, was hat es mit der "Diving-Liste" auf sich, was sind die Toptransfers? sportschau.de klärt vor dem Start der neuen DEL-Saison die wichtigsten Fragen.

Die Meisterschaftsfrage scheint klar: Für die Mehrheit der Trainer der Deutschen Eishockey Liga führt im Titelrennen erneut kein Weg am EHC München vorbei. Elf der 14 Coaches setzen auf den Titelverteidiger. "München setzt mit weiteren Verstärkungen die Messlatte ziemlich hoch", sagt Berlins Trainer Uwe Krupp. Selbst Münchens Meistercoach Don Jackson erklärt: "Wir treten an, um den Titel zu holen."

Als Mit-Favoriten gelten die üblichen Verdächtigen. DEL-Rekordtitelträger Berlin will mit Hilfe der Los Angeles Kings wieder oben angreifen. Chancen haben auch Mannheim, Köln, Wolfsburg und Nürnberg. Kölns Cory Clouston erwartet ein enges Rennen. "Die DEL ist vermutlich so ausgeglichen wie nie zuvor", sagt er.

Meisterfeier spätestens am 26. April

Der Meisterpokal

Objekt der Begierde: Der Meisterpokal

Beim Modus hat sich nichts geändert. Nach der Doppelrunde, in der jeder Klub 52 Spiele bestreitet, geht es in die Play-offs. Die ersten sechs Teams qualifizieren sich direkt für das Viertelfinale, die Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn spielen in den Pre-Play-offs zwei weitere Teilnehmer aus. Die Play-offs werden im Modus "best of seven" ausgetragen.

Los geht es am 8. September 2017. Die Hauptrunde endet am 4. März 2018. Die Play-offs beginnen am 7. März. Spätestens am 26. April 2018 steht dann der Meister fest.

München, Mannheim und Wolfsburg schon gut drauf

Drei Klubs gehen mit ganz viel Wettkampfhärte in die neue Saison, weil sie seit einigen Wochen in der Champions League spielen. Und dort sorgen sie durchaus für Furore. München ist schon ins Achtelfinale eingezogen, Mannheim und Wolfsburg haben sehr gute Chancen, eine Runde weiter zu kommen.

Nürnberg holt Gilbert, Hager nach München

Patrick Hager jubelt

Patrick Hager

Auf dem Transfermarkt war im Sommer traditionell jede Menge los. Als Königstransfer gilt der Wechsel des Amerikaners Tom Gilbert zu den Nürnberg Ice Tigers. Der Verteidiger spielte in der NHL für Edmonton, Minnesota, Florida, Montréal und zuletzt für Los Angeles und hat in der besten Liga der Welt 672 Spiele bestritten.

Doch es gibt noch andere Toptransfers: Patrick Hager wechselt von Köln nach München, Torwart Jochen Reimer verlässt Nürnberg in Richtung Ingolstadt, Felix Schütz kommt aus Schweden zurück nach Köln und Ingolstadts Patrick Köppchen schließt sich den Nürnbergern an.  

Stewart ist "ruhiger geworden"

Zwei Klubs gehen mit neuen Trainern in die Saison. So steht bei der Düsseldorfer EG jetzt Mike Pellegrims an der Bande. Er folgt auf Christof Kreutzer. Der Belgier ist am Rhein ein alter Bekannter, er lief zwischen 2001 und 2006 als Spieler für die DEG auf.

Die Straubing Tigers holten mit ihrem neuen Trainer Bill Stewart ein "enfant terrible" in die DEL zurück. Der trainierte schon Mannheim, Krefeld, Hamburg und Köln und kommt nun aus der DEL2 von Dresdner Eislöwen zu den Bayern. Zu seinen Mannheimer Zeiten prügelte er sich während eines Spiels mit dem damaligen Berliner Coach Pavel Gross. Die Polizei musste einschreiten, beide Streithähne trugen Blessuren davon. In einer Partie gegen München soll er zudem einen Schwächeanfall vorgetäuscht haben, um dem Mannheimer Topspieler Jan Alston Zeit zu geben, seine Kufen zu schleifen. "Ich muss eingestehen, manchmal über das Ziel hinausgeschossen zu sein. Besagte Momente liegen jedoch bereits einige Jahre zurück und in der Zwischenzeit habe ich dazugelernt und bin ruhiger geworden", sagte Stewart bei seiner Vorstellung in Straubing.

Die DEL zählt "Schwalben"

Schiedsrichter beim Eishockey

Schiedsrichter beim Eishockey

Die DEL sagt "Schwalben" den Kampf an. Ab der neuen Saison werden Spieler bei einem entsprechenden Vergehen in einer sogenannten "Diving-Liste" vermerkt. Beim ersten Vergehen gibt es eine Verwarnung. Nach dem zweiten Vergehen wird der Spieler auf die neue Liste gesetzt, die den sportlichen Leitern und den Trainern aller Klubs sowie den DEL-Schiedsrichtern zugänglich ist. Die Geldstrafen erhöhen sich für die Sünder mit jeder zusätzlichen Schwalbe oder vorgetäuschten Verletzung, ab dem  sechsten Vergehen muss auch der Trainer zahlen.

red/sid/dpa | Stand: 09.09.2017, 19:07

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