Handbikerin Reppe holt Gold

Christiane Reppe feiert WM-Gold

Para-Radsport-WM

Handbikerin Reppe holt Gold

Christiane Reppe hat zum Auftakt der Para-Radsport-WM Gold im Zeitfahren geholt. Auch ihr Vater Hans-Jürgen hatte dabei einen gewichtigen Anteil.

Vergangene Woche wäre ihr der Start bei der Para-Radsport-WM beinahe noch verwehrt geblieben, jetzt hat Reppe in Südafrika direkt für ein großes Erfolgserlebnis gesorgt. Die 30-Jährige holte im südafrikanischen Pietermaritzburg zum Auftakt am Donerstag (31.08.2017) den WM-Titel im Einzelzeitfahren.

Erster WM-Titel im Zeitfahren

In der Startklasse H4 siegte die Dresdnerin in einer Zeit von 32:08,05 Minuten im Zeitfahren. Es war ihre erste Goldmedaille im Kampf gegen die Uhr und der dritte Weltmeister-Titel insgesamt.

Zuvor hatte der Fall von Reppe Aufsehen erregt, weil der Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) vergessen hatte, die Paralympics-Siegerin von Rio für die Weltmeisterschaft zu melden. Der DBS musste dann für Reppe beim Radsportweltverband (UCI) ein Sonderrecht erstreiten.

Vater reist mit Handbike nach Südafrika

Reppe war sogar zunächst ohne Handbike nach Südafrika gereist, weil sie nicht mehr damit gerechnet hatte, am Rennen teilnehmen zu dürfen. Ermöglicht wurde der Erfolg dann auch durch ihren Vater, der spontan mit dem Handbike nach Südafrika reiste, um den Start seiner Tochter doch noch zu ermöglichen.

Auch im Schwimmen erfolgreich

Bei Reppe wurde im Kindesalter ein bösartiger Tumor festgestellt, weshalb ihr rechtes Bein amputiert werden musste. Die Athletin ist nicht nur im Para-Radsport, sondern auch im Schwimmen erfolgreich. Bei den Paralympics in Athen 2004 gewann sie Bronze über 400 Meter Freistil.

dpa | Stand: 31.08.2017, 16:09

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