Para-WM - Michael Teuber erweitert Gold-Sammlung

Michael Teuber beim Zeitfahren der Para-Radsport-Weltmeisterschaft

Weltmeisterschaft in Südafrika

Para-WM - Michael Teuber erweitert Gold-Sammlung

Die deutschen Radsportler haben bei der Para-Rad-WM vier weitere Medaillen gewonnen.

Michael Teuber siegte bei den Weltmeisterschaften im südafrikanischen Pietermaritzburg im Zeitfahren und fügte seiner Medaillensammlung ein weiteres Edelmetall hinzut.

Außerdem gewannen WM-Debütantin Raphaela Eggert Silber, zudem holten Kerstin Brachtendorf und Denise Schindler jeweils Bronze.

Teuber: "Es war ein hartes Rennen"

Für Michael Teuber war es die 20. Medaille bei seiner elften Teilnahme an einer Straßen-WM und die 13. in Gold. Nimmt man noch die Erfolge auf der Bahn hinzu, war es sogar sein 19. WM-Titel. In der Startklasse C1 war der 49-Jährige vom BSV München erneut nicht zu schlagen und verwies den Kanadier Ross Wilson, der nach der ersten Zwischenzeit noch vorne gelegen hatte, am Ende mit 28,21 Sekunden Rückstand auf Rang zwei.

"Es war ein sehr hartes Rennen und ich musste bis zum Schluss alles geben. Hinten raus hat sich die intensive Vorbereitung mit den Höhentrainingslagern definitiv ausgezahlt", sagt Teuber. Erich Winkler (49, TV Geisenhausen) und Pierre Senska (29, BPRSV Cottbus) landeten als Vierter und Fünfter knapp hinter den Podestplätzen.

Für die größte Überraschung aus deutscher Sicht sorgte WM-Debütantin Raphaela Eggert mit Silber in der Klasse C4. Die 24-jährige Augsburgerin vom BPRSV Lörrach lieferte sich einen harten Fight mit der Australierin Meg Lemon - und blieb am Ende sieben Sekunden vor ihr.

Enge Entscheidungen

Silber und sogar Gold war auch für Kerstin Brachtendorf in der Klasse C5 in Reichweite, doch die 45-Jährige aus Mendig vom BPRSV Cottbus musste sich am Ende mit Bronze begnügen. Sie lieferte sich ein packendes Rennen mit der Polin Anna Harkowska und Samantha Bosco aus den USA, die am Ende 13 Sekunden auseinander lagen. Zu Silber fehlten sogar nur 2,66 Sekunden.

Die vierte Medaille gewann Denise Schindler als Dritte der Startklasse C3 – und es ging noch knapper zu als bei ihrer Teamkollegin. Nur gut sieben Sekunden blieb die 32-Jährige vom BPRSV Cottbus hinter Siegerin Keiko Noguchi aus Japan, weniger als fünf Sekunden fehlten zur Schwedin Anna Beck. So verpasste Schindler ihren dritten Titel bei einer Straßen-WM nach dem Doppel-Erfolg 2011 denkbar knapp. In der Klasse C3 der Männer kam Steffen Warias (32, BSV München) als Fünfter mit nur zehn Sekunden hinter Rang drei ins Ziel, Matthias Schindler (35, BSV München) wurde Zehnter.

dbs, red | Stand: 01.09.2017, 20:26

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