NBA -Die Stars von morgen und übermorgen

NBA -Die Stars von morgen und übermorgen

Selbst Basketball-Laien kennen Stephen Curry, LeBron James, James Harden oder Kevin Durant. Aber wer sind die Spieler, die ein oder zwei Reihen dahinter auf dem Sprung zum echten Star stehen? Sportschau.de gibt einen Überblick.

Andrew Wiggins gegen zwei Gegenspieler

Andrew Wiggins spielt für die Minnesota Timberwolves und wurde schon 2014/2015 zum NBA Rookie of the Year gewählt. Wiggins macht in dieser Saison da weiter, wo er in der Vorsaison aufgehört hat und erzielt im Schnitt über 20 Punkte pro Spiel. Ohne den 20-Jährigen würden die Timberwolves wohl noch schlechter dastehen, als sie es ohnehin schon tun, doch dem jungen Team wird in der Szene nicht nur dank ihm eine positive Zukunft prophezeit.

Andrew Wiggins spielt für die Minnesota Timberwolves und wurde schon 2014/2015 zum NBA Rookie of the Year gewählt. Wiggins macht in dieser Saison da weiter, wo er in der Vorsaison aufgehört hat und erzielt im Schnitt über 20 Punkte pro Spiel. Ohne den 20-Jährigen würden die Timberwolves wohl noch schlechter dastehen, als sie es ohnehin schon tun, doch dem jungen Team wird in der Szene nicht nur dank ihm eine positive Zukunft prophezeit.

Hassan Whiteside spielt schon seit einigen Jahren Basketball, musste aber, obwohl schon 2010 von den Sacramento Kings gedraftet, einen harten Weg bis in die NBA gehen. In der zweitklassigen D-League versuchte er, auf sich aufmerksam zu machen, schaffte den Sprung aber jahrelang nicht. Im Libanon und in China schien seine Karriere schon auszuklingen, als er nach seiner Rückkehr in die USA doch noch von den Miami Heat verpflichtet wurde. Inzwischen ist der 26-Jährige eine echte Institution unter dem Korb. Der beste Blocker der Liga setzt seine 2,13 Meter und die dazugehörigen gut 120 Kilogramm extrem athletisch ein und ist auch bei den Rebounds die Nummer vier der stärksten Basketballliga der Welt. Wenn der Center sein manchmal doch noch recht fehlerbehaftetes Spiel auf das Niveau bekommt, auf dem seine Athletik bereits ist, kann er ein echter Star werden. Dass er in der nächsten Saison zum Free Agent wird, könnte ihm einen extrem hoch dotierten Vertrag einbringen.

Jahlil Okafor ist ähnlich groß und ähnlich schwer wie sein Positionskollege Whiteside, aber ganze sechs Jahre jünger. Die Philadelphia 76ers wählten ihn beim Draft 2015 an dritter Stelle, er ist also ein NBA-Rookie. Diese starke Draft-Position bestätigt Okafor Woche für Woche für die Sixers, die aber auch in diesem Jahr abgeschlagenes Schlusslicht sind und mit ihrem extrem jungen Team ordentlich Lehrgeld zahlen. Gute 17 Punkte, dazu 7,7 Rebounds und 1,2 Blocks pro Spiel weisen aber darauf hin, dass der Mann vom Duke College sich bald in der Riege der nicht nur körperlich großen NBA-Center etablieren könnte

Wieder ein Center, wieder 20 Jahre alt, wieder ein Rookie: Karl-Anthony Towns erzielt im Schnitt gut 16 Zähler, holt dazu noch 9,4 Rebounds und ist in Sachen Blocks unter den Top Ten der Liga. Unerwartet kommt diese Entwicklung des Akteurs im Dienste der Minnesota Timberwolves nicht: Er wurde im Draft 2015 als erster Spieler überhaupt gezogen. Towns hat seine Wurzeln in der Dominikanischen Republik und soll gemeinsam mit Wiggins das aktuelle und vor allem auch das zukünftige Gesicht der Wolves sein. Dem Druck des "Number-One-Pick" hält er bis jetzt auf jeden Fall stand.

Der nächste Rookie, der für Furore sorgt ist Kristaps Porzingis. Der Lette spielt auf der Power-Forward-Position, ist enorme 2,21 Meter groß und gilt als möglicher Nachfolger des bisher besten Europäers der Liga - Dirk Nowitzki. Dass diese Fußstapfen möglicherweise unfair groß sind, auch wenn Porzingis den Deutschen um acht Zentimeter überragt, ist klar. Doch der 20 Jahre alte Draft-Pick Nummer vier von den New York Knicks spielt eine extrem starke erste Saison und ist längst Liebling im legendären Madison Square Garden. Das nötigt auch "Dirkules" Respekt ab: "Er ist viel besser als ich es mit 20 war. Er ist groß, er ist athletisch, er kann dribbeln. Er ist nicht nur gut, ich habe auch gehört, dass er Basketball lebt und atmet."

Die richtig guten Point Guards der Liga haben D'Angelo Russell von den Los Angeles Lakers noch einiges an Erfahrung und Fähigkeiten voraus, doch der erst 19 Jahre alte Russell liefert beim Meister von 2009 und 2010 Woche für Woche extrem solide Arbeit ab und entwickelt sich stetig weiter. Für seine jungen Jahre zeigt der Mann vom Ohio State College eine bereits sehr weit entwickelte Übersicht und traut sich auch zunehmend, Verantwortung zu übernehmen. Wenn man bedenkt, dass auch Stephen Curry, Derrick Rose oder Russell Westbrook einige Jahre brauchten, ehe sie auf ihrer Position zum ganz großen Star reiften, stehen dem aktuellen Draft-Pick Nummer zwei alle Türen offen.

Während seiner Highschool-Karriere bekam Jabari Parker von den Milwaukee Bucks die größtmöglichen Vorschusslorbeeren. Die Sports Illustrated nannte ihn auf ihrer Titelseite den "besten Highschool-Spieler seit LeBron James". An das Niveau seines Positionskollegen aus Cleveland kommt der 20 Jahre alte Small Forward noch nicht ganz heran, zeigt aber beachtliche Leistungen. Vor allem die Tatsache, dass er nach seinem Kreuzbandriss in seiner Premierensaison im Dezember 2014 so schnell und so stark zurück zu seinem Spiel finden konnte, beeindruckt. Im Kampf um die Playoff-Plätze stehen die Bucks momentan nicht ganz so gut da, sind aber auch nicht ganz chancenlos, vor allem wenn man bedenkt, dass das Potenzial des Teams doch relativ vielversprechend ist. Sein Trainer Jason Kidd setzt Parker behutsam ein und das ist auch ein Grund, aus dem der Mann aus Chicago in den wichtigsten Statistiken noch nicht ganz vorne zu finden ist.

Ebenfalls Small Forward ist Giannis Antetokounmpo. Genau wie Jabari Parker spielt er für Milwaukee und wechselt sich mit ihm auf seiner Position ab, oder weicht auf die Shooting-Guard-Position aus. Der Grieche mit nigerianischen Wurzeln ist aber bereits seit 2013 Mitglied des Teams. Antetokounmpo wurde an fünfzehnter Stelle des damaligen Drafts ausgewählt und ist damit der am höchsten gedraftete in Griechenland geborene Spieler der NBA-Geschichte. In seinen ersten Saisons spielte der 2,11-Meter-Mann solide und steigerte sich stetig. In diesem Jahr steht er mit im Schnitt 15,3 Punkten, 6,7 Rebounds, 2,7 Assists und 1,5 Blocks pro Spiel extrem gut da - seine Vielseitigkeit ist eine echte Waffe für die Bucks.

Stand: 03.01.2016, 15:17 Uhr

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