Albas Hoffnung heißt Djedovic
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"Er bringt NBA-Potenzial mit"
Albas Hoffnung heißt Djedovic
Sein Trainer sagt, dass Nihad Djedovic "NBA-Potenzial" mitbringe. Der Bosnier ist der Hoffnungsträger von Alba Berlin. Es soll endlich zum ersten Sieg in der Hauptrunde der Basketball-Euroleague reichen.
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Sein Vorbild ist der argentinische NBA-Star Manu Ginobili. In der Manier des Guards der San Antonio Spurs hat Nihad Djedovic gegen Panathinaikos Athen gezeigt, weshalb er derzeit so wichtig für die Basketballer von Alba Berlin ist. Flinke Finger in der Verteidigung, Zug zum Korb und dazu immer wieder Punkte von außen: Gegen Athen brachte der 23 Jahre alte Bosnier sein Team mehrmals zurück ins Spiel und war mit 21 Punkten der beste Werfer der Berliner.
Reicht sein Talent für den Sprung in die nordamerikanische Profiliga NBA? "Das war vermutlich sein bestes Spiel, seit er zu uns gekommen ist", meinte Alba-Coach Sasa Obradovic nach dem Duell gegen die Griechen. An diese Leistung soll er am Donnerstag (24.01.13) anknüpfen, wenn es in der Euroleague gegen den deutschen Dauerrivalen Bamberg geht und endlich der erste Sieg in der Top-16-Runde eingefahren werden soll.
Zunächst eine Investition in die Zukunft
Im Ligaduell der beiden deutschen Euro-Klubs Mitte Dezember hatte Djedovic 17 Punkte zum 90:75-Sieg beigesteuert. Als der 1,96 Meter große Flügelspieler im Sommer 2012 nach Berlin kam, dachte niemand, dass er sich in vier Monaten zum Führungsspieler entwickeln würde. Obradovic nannte ihn zunächst eine "Investition in die Zukunft", die über viel Entwicklungspotenzial verfüge. Plötzlich jedoch steht Djedovic im Fokus und ist Hoffnungsträger beim kriselnden Team aus der Hauptstadt. "Nihad lebt von seinem Instinkt. Er ist jung und dafür schon überraschend reif. Er hat das komplette Paket zu bieten", sagt Alba-Sportdirektor Mithat Demirel.
Konstanz fehlt
Auch wenn Coach Obradovic keinen seiner Akteure einen Schlüsselspieler nennen möchte, könnte Djedovic zu einem solchen werden. Dazu muss er in erster Linie konstanter werden: Mal macht er 20 Punkte, mal null - mal klaut er in einem Match vier Bälle, mal in vier Spielen in Serie gar keinen. "Gegen Athen war Nihad fantastisch. Die Woche vorher aber war er der schlechteste Spieler auf dem Feld. Seine Form muss sich stabilisieren", meint Obradovic.
Spanien, Rom, schließlich Istanbul
Bald ein Gegner Djedivics in der NBA? Manu Ginobili (li.)
Wie sein Vorbild Ginobili, inzwischen 35 Jahre alt, ist Djedovic zuletzt von kleineren Verletzungen zurückgeworfen worden. Er musste wegen einer Muskelverhärtung und Achillessehnenproblemen gegen Oldenburg und Bayreuth pausieren, gegen Würzburg konnte er nur neun Minuten spielen - alle drei Partien verloren die Berliner. Alba wünscht sich, dass Djedovic langfristig bleibt - über den Einjahresvertrag plus Option für eine weitere Saison hinaus. Auch Djedovic signalisiert Vereinstreue. "Jede Saison war ich bislang an einem anderen Ort. Nun würde ich gern mehrere Jahre in Berlin bleiben." Berlin kenne er bereits aus seiner Kindheit, in der er mehrere Jahre in Deutschland gelebt hatte.
Seit seinem Profi-Debüt mit 16 Jahren bei Bosna Sarajevo blieb Djedovic dagegen nie länger als zwei Jahre bei einem Club. Fünf Jahre lang schickte ihn der FC Barcelona auf Leihbasis quer durch Europa: erst zwei Teams in Spanien, dann Rom und schließlich Istanbul. "Er gehört zu den großen Talenten in seinem Jahrgang in Europa", sagt Obradovic. Ist es denkbar, dass Djedovic seinem Vorbild irgendwann in die US-Profiliga folgt? Für ihn sei die NBA noch kein Thema, sagt der Bosnier. "Nicht jetzt."
dpa | Stand: 23.01.2013, 12:00