Glänzende Aussichten für die deutschen Basketballer

Die deutschen Basketballer

Positive Gesamtbilanz

Glänzende Aussichten für die deutschen Basketballer

Die deutschen Basketballer waren nach dem Viertelfinal-Aus bei der EM gegen Spanien nur kurz enttäuscht. Es überwiegt der Stolz, und die Perspektiven sind so gut wie lange nicht mehr - auch wenn der Trainer geht.

Als Letzter kam Dennis Schröder am Dienstag (12.09.2017) aus der Kabine und konnte schon wieder ein wenig lächeln. Nach der ersten Enttäuschung über die verpasste Viertelfinal-Sensation gegen Topfavorit Spanien überwog bei den deutschen Basketballern die Zufriedenheit über das beste EM-Resultat seit zehn Jahren.

"Wir können stolz sein auf uns als Team", sagt der Mann vom NBA-Klub Atlanta Hawks. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen, wir haben ein tolles Turnier gespielt. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, denn wir haben gekämpft und Herz gezeigt", erklärte auch Kapitän Robin Benzing. Fest steht, dass sich das Team für das frühe EM-Aus bei der Heim-Vorrunde 2015 in Berlin rehabilitiert hat. 

"Große Zukunft"

Bundestrainer Chris Fleming gibt sein Amt mit ruhigem Gewissen ab. "Diese Generation hat eine große Zukunft. Sie spielt in den nächsten Jahren um Medaillen", sagt der Coach, der sich zukünftig auf seine Arbeit als Assistent beim NBA-Klub Brooklyn Nets konzentriert.

Sein Turnierfazit ist durchweg positiv. "Ich bin sehr stolz auf die Art und Weise, wie wir gewachsen sind. Es ist so, dass wir wenige Chancen hatten, in der Vorbereitung als Mannschaft zu wachsen. Das mussten wir in Tel Aviv machen. Und das haben die Jungs sehr, sehr gut gemacht. Ich wäre nicht stolzer, wenn wir gewonnen hätten. Sie sind knapp dran", sagt Fleming.

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Sportschau | 12.09.2017 | 00:18 Min.

Fleming lobt Rödl

Als designierter Nachfolger steht sein bisheriger Assistent Henrik Rödl parat, der Verband wollte die Personalie allerdings offiziell noch nicht bestätigen. "Er hat eine große Beteiligung gehabt, dass wir nach vorne gekommen sind, er ist ein exzellenter Trainer", lobt Fleming: "Die Mannschaft kann sicherlich keinen besseren finden als Henrik."

Auch beim Verband hat man keine Zukunftsangst. "Ich bin der traurigste, aber gleichzeitig auch der stolzeste Präsident. Wenn ich sehe, dass wir hier mit so einer jungen Truppe erst gegen Spanien verloren haben, dann macht das zuversichtlich und stolz für die Zukunft", sagt DBB-Präsident Ingo Weiss.

Ab November WM-Quali

Schon Ende November geht es für die deutschen Korbjäger mit der Qualifikation für die WM 2019 in China weiter. Dennis Schröder wie auch Daniel Theis und die NBA-Profis Maximilian Kleber und Paul Zipser werden dann fehlen, da die beste Liga der Welt ihren Spielbetrieb während der Länderspiele fortsetzt.

In der Quali trifft das deutsche Team auf Georgien, Serbien und Österreich, die besten drei Mannschaften ziehen in die nächste Runde ein. Das Selbstbewusstsein ist groß. "Ich freue mich, dass wir eine neue Generation haben und dass wir ganz locker und selbstbewusst in die WM-Qualifikation gehen können", schwärmt Präsident Weiss.

Bekenntnis von Schröder - Ziel: Tokio

Fernziel sind die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio. "Es ist der Traum von jedem, mal bei Olympia zu spielen. Es ist mit das größte Turnier, da will jeder hin", betont Schröder. Auch deshalb erneuerte der 23-Jährige nach dem EM-Aus sein Bekenntnis, das Team langfristig führen zu wollen. Nach der NBA-Saison sei er in der WM-Qualifikation "auf jeden Fall wieder dabei, wenn ich fit bin."

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, Mittwoch, 13.09.17, 22.50 Uhr

dpa/sid/red | Stand: 13.09.2017, 10:03

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