Deutsche Basketballer im EM-Viertelfinale

Thomas Heurtel wird von Dennis Schröder (l.) gestört

Basketball-EM

Deutsche Basketballer im EM-Viertelfinale

Die deutsche Mannschaft hat durch einen Sieg gegen Frankreich das Viertelfinale der Basketball-EM erreicht.

Im Achtelfinale gewann Deutschland am Samstag (09.09.2017) gegen das französische Team mit 84:81 (34:40) und steht damit zum ersten mal seit zehn Jahren wieder in einem EM-Viertelfinale.

Durch den Sieg erlebt Bundestrainer Chris Fleming mindestens eine weitere Partie als Bundestrainer. Nach der EM endet sein Engagement, da er sich auf den Job als Assistent beim NBA-Club Brooklyn Nets konzentrieren will.

Deutschland mit starkem Comeback-Sieg gegen Frankreich

Sportschau | 08.09.2017 | 00:50 Min.

Nun gegen Türkei oder Spanien

Trotz zeitweise elf Punkten Rückstand drehte Deutschland die Partie und trifft nun am Dienstag auf Titelverteidiger Spanien oder die Türkei. Daniel Theis war mit 22 Punkten erstmals im Turnier bester deutscher Werfer. Schröder zeigte nach schleppendem Beginn mit 21 Zählern ebenfalls eine starke Leistung.

Schröder hatte im ersten K.o.-Spiel zunächst den unauffälligsten Auftritt seiner EM. Nach insgesamt sieben Fehlversuchen aus dem Feld erzielte Schröder erst zwei Minuten vor der Pause mit Freiwürfen seine ersten Punkte. In der zweiten Halbzeit drehte der 23-Jährige dann auf - und bewahrte in der Schlussminute die Nerven von der Linie.

Schwieriger Start für Deutschland

Wie schon mehrfach in diesem Turnier erwischte das deutsche Team einen mäßigen Start. Die ersten sieben Dreipunktewürfe verfehlten ihr Ziel, ein Versuch von Schröder segelte beim Stand von 4:11 gar ohne Berührung an Ring und Brett vorbei.

Die Franzosen zeigten eine ausgeglichene Teamleistung, trafen hochprozentig und holten Offensivrebounds. Vor allem NBA-Routinier Boris Diaw bekam das deutsche Team phasenweise nicht in den Griff.

Zweite Reihe bringt die Wende

Nach dem 13:24 sorgte vor allem die zweite Reihe für den dringend benötigten Energieschub im deutschen Spiel. Johannes Thiemann - bislang der DBB-Akteur mit der geringsten Einsatzzeit - setzte wichtige Akzente. Und Distanzschütze Lucca Staiger traf nach einer völlig verkorksten EM zwei Dreier in Serie, die einzigen erfolgreichen deutschen Versuche der ersten Halbzeit. So brachte der Bamberger seine Mannschaft wieder auf 24:29 heran.

Als auch Schröder ins Rollen kam, entwickelte sich ein packendes Spiel. Mit seinem unerschütterlichen Selbstbewusstsein zog er immer wieder zum Korb und bereitete auch Höhepunkte vor.

Als Schröder kurz vor dem Ende zum 81:74 traf, sah es glänzend aus. Doch Frankreich kam nach einem Ballverlust der Deutschen durch Evan Fournier elf Sekunden vor dem Ende noch einmal dicht heran (79:81). Benzing traf mit zwei Freiwürfen zum 84:81, Nando de Colo vergab die Chance zum Ausgleich, die Überraschung war perfekt.

Thema in Sport aktuell, Deutschlandfunk, Samstag, 09.09.17, 22.50 Uhr

dpa, sid, red | Stand: 08.09.2017, 12:23

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