BBL - Titelkandidaten und Toptransfers

Berlins  Dragan Milosavljevic

Neue Saison startet

BBL - Titelkandidaten und Toptransfers

Die Basketball-Bundesliga (BBL) startet in ihre neue Saison. sportschau.de erklärt, wer die Favoriten sind und was sich auf dem Transfermarkt getan hat. Die Liga kann zudem mit einem Novum aufwarten.

Bryant und Benzing kehren zurück

Jede Menge los war auf dem Transfermarkt, und da sorgten nicht nur die Topklubs für Schlagzeilen. So landeten die Giessen 46ers einen echten Transfercoup und verpflichteten John Bryant, den zweimaligen MVP der BBL. Nach den Bundesliga-Stationen Ulm und Bayern München spielte der Center zuletzt in Valencia und Monaco. 2014 war er mit den Bayern Meister geworden.

Für Furore sorgte auch Würzburg. Denn in der neuen Saison wird Nationalmannschafts-Kapitän Robin Benzing für das Team auflaufen. Er kehrt aus Saragossa in die Bundesliga zurück. Würzburgs Trainer Dirk Bauermann kennt Benzing aus gemeinsamen Zeiten in der Nationalmannschaft und beim FC Bayern. Der Forward hat 127 Länderspiele gemacht. "Robin ist ein Winner durch und durch und kann ein Spiel auch mal alleine entscheiden", sagt Bauermann.

NBA-Erfahrung für die Bayern

Die Bayern verloren ihren Kapitän und Meisterspieler Bryce Taylor an den Erzrivalen Bamberg und mussten zudem Maximilian Kleber zu Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks ziehen lassen. Neu im Team ist dafür Jared Cunningham. Der hat NBA-Erfahrung und war in der Saison 2012/13 Teamkollege von Dirk Nowitzki bei den Dallas Mavericks.

Zudem stand er für die Atlanta Hawks, die Sacramento Kings, die Los Angeles Clippers, die Cleveland Cavaliers und die Milwaukee Bucks auf dem Feld. Die Bamberger müssen künftig auf Nationalspieler Daniel Theis verzichten, der zu den Boston Celtics in die NBA wechselte.

Berlin mit spanischem Erfolgscoach

Berlin setzt derweil auf Kompetenz aus Spanien. Der neue Trainer Alejandro "Aíto" García Reneses soll den Klub zurück zu altem Glanz führen. Der 70-Jährige ist mit 20 Klub-Titeln einer der erfolgreichsten Coaches in Europa und führte Spanien bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zu Silber.

Prominentester Zugang ist der Serbe Stefan Peno vom FC Barcelona. Manager Marco Baldi ist angriffslustig. "Wir wollen ins Halbfinale kommen", sagt er.

Erstmals drei ostdeutsche Klubs

Neu dabei sind der Mitteldeutsche BC und die Rockets aus Gotha, und damit sorgen sie für ein Novum. Zum ersten Mal treten drei ostdeutsche Teams in der Bundesliga an, denn auch Jena ist weiter dabei. "Ich wünsche mir, dass unsere Sportart im Osten weiter boomt", sagt Martin Geissler, Geschäftsführer beim Mitteldeutschen BC. Sein Klub hatte nach dem Abstieg den direkten Wiederaufstieg geschafft. Für Gotha ist es das erste Jahr im Oberhaus. "Wenn drei Teams in der ersten Bundesliga spielen, können sich die Fans auf interessante Derbys freuen", erklärt Geissler.

 Modus unverändert

Beim Modus bleibt alles wie gehabt: Die 18 Teams spielen in Hin- und Rückrunde gegeneinander, 34 Spieltage sind angesetzt. Die ersten acht Mannschaften qualifizieren sich für die Play-offs und spielen im Modus "best of five" in Viertelfinale, Halbfinale und Finale den Meister aus. Dabei trifft der Erste der Hauptrunde auf den Achten, der Zweite auf den Siebten, der Dritte auf den Sechsten und der Vierte auf den Fünften. Die beiden letzten Teams steigen ab.

Enges Rennen erwartet

Topfavorit auf den Titel ist wieder Bamberg. In den vergangenen acht Jahren haben die Franken sieben Meisterschaften eingefahren. Chancen hat auch der FC Bayern München, der 2014 die Bamberger Dominanz unterbrechen konnte. Zudem gelten Vizemeister Oldenburg, der ehemalige Serienmeister Berlin und Ulm als Kandidaten auf den Titel.    

Die 18 Trainer erwarten ein enges Duell zwischen Bamberg und München. In einer Umfrage setzen elf Coaches auf die Bamberger, zehn Trainer sehen die Bayern vorne. "Die Bayern haben aus meiner Sicht in dieser Saison den stärksten Kader in der Liga", sagt Bauermann. Ulms Thorsten Leibenath glaubt dagegen: "Mit drei Meisterschaften im Rücken und einem starken und tiefen Kader ist Bamberg wieder Favorit." Bambergs Trainer Andrea Trinchieri äußert sich diplomatisch: "Meister wird der, der das letzte Spiel der Saison gewinnt."

vdv/sid/dpa | Stand: 26.09.2017, 14:07

Darstellung: