Die Flops des Jahres 2012

Rasende Fans auf dem Rasen, ein Trauma dahoam und eine zertrümmerte Legende - sportschau.de mit den sportlichen Tiefpunkten des Jahres 2012.

Düsseldorfer Fans und Spieler Jens Langeneke (li.)

Rasend auf dem Rasen: Millionen Fernsehzuschauer trauen ihren Augen ebensowenig wie Fortuna Düsseldorfs Jens Langeneke (li.): Im Jubeltaumel stürmen Sekunden vor Ende des Relegationsspiels zwischen der Fortuna und Hertha BSC Zuschauer den Platz. Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbricht die Partie für rund 20 Minuten. Dann erst werden die fehlenden Sekunden nachgespielt. Nach einem längeren juristischen Tauziehen steht fest: Fortuna steigt auf. Der DFB bestraft beide Klubs mit dem Teilausschluss von Fans für die neue Saison und ...

Rasend auf dem Rasen: Millionen Fernsehzuschauer trauen ihren Augen ebensowenig wie Fortuna Düsseldorfs Jens Langeneke (li.): Im Jubeltaumel stürmen Sekunden vor Ende des Relegationsspiels zwischen der Fortuna und Hertha BSC Zuschauer den Platz. Schiedsrichter Wolfgang Stark unterbricht die Partie für rund 20 Minuten. Dann erst werden die fehlenden Sekunden nachgespielt. Nach einem längeren juristischen Tauziehen steht fest: Fortuna steigt auf. Der DFB bestraft beide Klubs mit dem Teilausschluss von Fans für die neue Saison und ...

Rekordstrafe: ...verhängt eine Rekordstrafe gegen Berlins Levan Kobiaschwili. Weil er den Unparteiischen im Kabinengang tätlich angegriffen hat, muss der Georgier bis zum Jahresende zuschauen. Das sind siebeneinhalb Monate - so lange wurde in der Bundesliga noch nie ein Profi gesperrt.

Trauma dahoam: Heulen und Zähneklappern bei den Münchner Bayern. Gegen einen fast nur aufs Zerstören bedachten FC Chelsea geht das Finale "dahoam" in der Champions League verloren. Bastian Schweinsteiger trifft im Elfmeterschießen den Pfosten, auf Seiten der Londoner versenkt Didier Drogba den Ball zum 4:3. Aus dem Traum ist ein Trauma geworden.

Verloren in Polen: Der Alptraum der DFB-Elf während der EM in Polen und der Ukraine heißt Mario Balotelli. Mit seinen beiden Toren versetzt der Italiener dem favorisierten Team von Joachim Löw im Halbfinale den K.o. Mesut Özil und Co. gehen bei der Trophäenvergabe einmal mehr leer aus.

Kein Ball in London: Ballsportarten, die olympischen Quotenbringer von einst - in London finden sie großteils ohne deutsche Beteiligung statt. Fußballer, Handballer, Basketballer und Wasserballer müssen zu Hause bleiben. Vor allem die deutschen Handballer sind fassungslos, nachdem sie bei der EM die Olympiaqualifikation verpassen - und damit erstmals überhaupt nicht bei Olympischen Spielen vertreten sind.

Schlaffe Piaffe: Auch die deutschen Dressurreiter erleben in London einen GAU. Zum ersten Mal seit 1972 in München verpasst die deutsche Dressur-Equipe die Goldmedaille und muss sich hinter Großbritannien mit Silber zufrieden geben. Und in der Einzelentscheidung bleiben die Dressur-Reiter zum ersten Mal seit 1952 bei einer Teilnahme an den Olympischen Spielen ohne Medaille.

Erneut abgesoffen: Nach der verkorksten WM 2011 in Shanghai mit ihrer vorzeitigen Abreise geht die Doppel-Olympiasiegerin von 2008, Britta Steffen, auch in London leer aus - ebenso wie ihr Lebensgefährte Paul Biedermann und die deutschen Beckenschwimmer. Außerdem trennt sich die 29-Jährige von Trainer Norbert Warnatzsch und zofft sich mit dem Verband.

Trümmerlandschaft: Eine Radsport-Legende steht vor den Trümmern seiner Karriere. Wegen systematischen Dopings erkennt der Radweltverband UCI Lance Armstrong alle sieben Siege bei der Tour de France ab. Zudem wird der Amerikaner auf Lebenszeit gesperrt. "Lance Armstrong hat keinen Platz mehr im Radsport", verkündet UCI-Präsident Pat McQuaid.

Fair hinkt hinterher: Diese Dreistigkeit empört nicht nur den Gegner. In der Champions-League-Partie gegen Nordsjælland sprintet Donezk-Stürmer Luiz Adriano in einen Schiedsrichterball und erzielt ein Tor. Die Quittung erhält er später. Die UEFA sperrt ihn für ein Spiel. Zudem muss der Brasilianer einen Tag Fußballdienst in einer Gemeinde ableisten.

Falscher Zwanziger: Mit seiner Autobiografie "Die Zwanziger Jahre" erntet der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, nur Kopfschütteln. Der 72-Jährige plaudert Interna aus, greift seinen Nachfolger Wolfgang Niersbach und Bayern-Präsident Uli Hoeneß an. Beliebteste Schlagzeile zur missglückten PR-Tour des Ex-Funktionärs: "Theo gegen den Rest der Welt."

Still und leise: So endet die Karriere des erfolgreichsten Formel-1-Piloten Michael Schumacher. Nach wochenlangen Spekulationen erklärt sein Arbeitgeber Mercedes, dass der Vertrag mit dem siebenfachen Weltmeister nicht verlängert wird. Der Brite Lewis Hamilton erhält das Cockpit des Kerpeners. Dem gelingt nach seinem Comeback 2010 kein Rennsieg mehr. Kurz darauf verkündet Schumacher das Ende seiner Motorsport-Karriere zum Saisonschluss.

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