Die Elf der Fußball-EM

Die Elf der Fußball-EM

Von Jens Mickler

Jeweils drei Spieler der Finalisten aus Frankreich und Portugal stehen in der Elf des Turniers von sportschau.de. Auch zwei Deustche haben es in die Auswahl geschafft.

Lloris

TOR - Hugo Lloris (Frankreich):
Frankreichs Nummer eins spielte ein fehlerloses Turnier. Besonders im Halbfinale gegen Deutschland war er großer Rückhalt seines Teams und hatte mit seinen teils famosen Paraden entscheidenden Anteil am Finaleinzug. Im Endspiel am Gegentor von Eder machtlos.

TOR - Hugo Lloris (Frankreich):
Frankreichs Nummer eins spielte ein fehlerloses Turnier. Besonders im Halbfinale gegen Deutschland war er großer Rückhalt seines Teams und hatte mit seinen teils famosen Paraden entscheidenden Anteil am Finaleinzug. Im Endspiel am Gegentor von Eder machtlos.

ABWEHR - Andrea Barzagli (Italien):
Der Mann von Juventus Turin war eine der Säulen in der italienischen Dreier-Abwehr, die nur zwei Gegentreffer im gesamten Turnier zuließ - eins gegen Irland beim 0:1, eins von Mesut Özil im Viertelfinale. Bildete mit seinen Teamkameraden Bonucci und Chiellini einen nur schwer zu überwindenden Block und erwies sich als Mister Zuverlässig.

ABWEHR - Jerome Boateng (Deutschland):
Dass Deutschland bis zum fünften Turnierspiel ohne Gegentor blieb, war auch ein großer Verdienst von Boateng, der sich in blendender Form während der Zeit in Frankreich zeigte. Im ersten Spiel gegen die Ukraine verhinderte er mit artistischer Einlage ein gegnerisches Tor. Ebenso denkwürdig sein Tor gegen die Slowakei im Achtelfinale - sein erstes Länderspieltor. Bitter für Deutschland, dass der Abwehrchef im Halbfinale nach einer Stunde verletzt raus musste.

ABWEHR - Pepe (Portugal):
Starkes Turnier des Routiniers von Real Madrid, der eigentlich in allen Partien seine große Erfahrung und Klasse auf den Rasen brachte. Gegen Wales im Halbfinale musste Pepe wegen muskulärer Probleme passen, um dann im Finale wieder der portugiesischen Deckung Halt zu geben. Der 33-Jährige sah im gesamten Turnier nur eine Gelbe Karte.

ABWEHR - Raphael Guerreiro (Portugal):
Mit dem Linksverteidiger der Portugiesen ist Borussia Dortmund ein Transfercoup gelungen. Trotz seiner erst 22 Jahre wirkte der Mann vom FC Lorient, der in Frankreich geboren wurde, stets souverän und setzte immer wieder zu gefährlichen Dribblings auf der linken Seite an. Die Dortmunder dürfen sich auf einen Top-Mann freuen.

MITTELFELD - Aaron Ramsey (Wales):
Überzeugendes Turniers des Mittelfeld-Mannes vom FC Arsenal. Seine größten Auftritte hatte er in der Vorrunde beim 3:0 gegen Russland (1 Tor, 1 Assist) und im Viertelfinale beim 3:1 gegen Belgien (2 Assists). Seine Bedeutung für das Team zeigte sich im Halbfinale, als Ramsey fehlte. Prompt war die Offensiv-Abteilung der Briten nur die Hälfte wert.

MITTELFELD - Mesut Özil (Deutschland):
Der deutsche Mittelfeld-Stratege hatte vielleicht nicht die Weltklasse-Szenen, die man sich von ihm erhoffte. Er war dennoch einer der großen unverzichtbaren Spieler im Team von Joachim Löw. Fand Özil erst noch recht schwer ins Turnier, gehörte er in den K.o.-Spielen gegen Italien und Frankreich zu den spielbestimmenden Protagonisten der deutschen Mannschaft. Sein großer Moment war das Führungstor gegen Italien.

MITTELFELD - Dimitri Payet (Frankreich):
Den Mann von West Ham United hatte niemand vor dem Turnier so recht auf der Rechnung. Dann erwischte Payet einen Turbo-Start ins Turnier. Bester Mann im Eröffnungsspiel gegen Rumänien mit dem Siegtreffer, auch Spieler des Spiels gegen Albanien und Torschütze des vorentscheidenden Treffers gegen Island im Viertelfinale. Das Foul im Finale an Ronaldo trübte allerdings den guten Eindruck.

ANGRIFF - Antoine Griezmann (Frankreich):
Torschützenkönig des Turniers mit sechs Treffern, aber nicht nur deshalb verdiente sich der Stürmer von Atletico Madrid eine Nominierung in die Turnierelf. "Mr. Speed" überzeugte mit seinem rasanten Antritt, präzisem Abschluss und Klasse-Vorbereitungen. Traf in den drei K.o.-Spielen der Franzosen fünfmal, darunter die beiden Tore gegen Deutschland im Halbfinale.

ANGRIFF - Cristiano Ronaldo (Portugal):
Ronaldo begann unglücklich in diesem Turnier mit dem verschossenen Elfmeter gegen Österreich und beendete es auch unglücklich mit der frühen Verletzung im Finale. Dazwischen zeigte der Superstar seine Extraklasse. Sein Hackentor gegen Ungarn gehört zu den EM-Highlights, mit seiner Gala im Halbfinale gegen Wales bestätigte er seinen Status als einer der zwei besten Fußballer der Welt.

ANGRIFF - Gareth Bale (Wales):
Großes Turniers der Weltklasse-Stürmers, der bedeutenden Anteil am historischen Erfolg der Waliser hatte. Der Mann von Real Madrid traf in jedem der drei Vorrundenspiele, verwandelte zwei Freistöße wunderbar direkt. Er zeigte sich aber auch neben des Platzes in Hochform, stellte sich immer wieder der Presse und war charmant mit dem richtigen Maß an Aufmüpfigkeit wie sein gesamtes Team.

Die Elf der Europameisterschaft 2016 von sportschau.de

Stand: 10.07.2016, 23:50 Uhr

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