Deutsche Etappensieger - Kittel und Zabel nun gleichauf

Deutsche Etappensieger - Kittel und Zabel nun gleichauf

Mit seinem Etappensieg am Freitag hat Marcel Kittel in der Gesamwertung deutscher Etappensieger zu Erik Zabel aufgeschlossen. Beide haben nun zwölf Siege. Eine Übersicht über die besten deutschen Etappenjäger zeigt einige Prominente.

Marcel Kittel

12 Siege, Marcel Kittel
Kittel schrieb am Freitag (07.07.2017) ein Stück deutscher Tour-Geschichte: Am 47. Geburtstag von Erik Zabel stellte Kittel dessen deutsche Bestmarke mit seinem insgesamt zwölften Tour-Tageserfolg ein. "Ich bin sehr stolz darauf, ich bin einfach in toller Form", betonte der blonde Hüne. Kittel, das wurde auch auf der 7. Etappe nach 213,5 km in Nuits-Saint-Georges deutlich, sprintet bei der Großen Schleife derzeit in einer eigenen Liga. Sehr wahrscheinlich, dass der 29-Jährige noch im Laufe der diesjährigen "Großen Schleife" die alleinige Führung in dieser Wertung übernimmt.

12 Siege, Marcel Kittel
Kittel schrieb am Freitag (07.07.2017) ein Stück deutscher Tour-Geschichte: Am 47. Geburtstag von Erik Zabel stellte Kittel dessen deutsche Bestmarke mit seinem insgesamt zwölften Tour-Tageserfolg ein. "Ich bin sehr stolz darauf, ich bin einfach in toller Form", betonte der blonde Hüne. Kittel, das wurde auch auf der 7. Etappe nach 213,5 km in Nuits-Saint-Georges deutlich, sprintet bei der Großen Schleife derzeit in einer eigenen Liga. Sehr wahrscheinlich, dass der 29-Jährige noch im Laufe der diesjährigen "Großen Schleife" die alleinige Führung in dieser Wertung übernimmt.

12 Siege, Erik Zabel
Jahrelang hatte Erik Zabel (auf dem Foto mit Sohn Rick auf den Schultern) diese Wertung angeführt. 1995 gewann der Berliner im Trikot des Teams Telekom seine ersten beiden Etappen bei der Tour, es folgten Siege 1996, 1997, 2000 und 2001, bei der Ausgabe 2002 nochmals ein Tagessieg. In dieser Epoche holte er sich auch gleich sechsmal das Grüne Trikot des besten Sprinters. 2013 bekannte Zabel, von 1996 bis 2003 mit EPO, Kortison und Eigenblut gedopt zu haben. Dennoch wurde ihm keiner seiner Etappensiege aberkannt. Anders übrigens als bei Stefan Schumacher, der bei der Tour 2008 zweimal gewann, seine Etappensiege nach Doping-Überführung aber nicht behalten durfte.

11 Siege André Greipel
Der "Gorilla" hat bisher elfmal bei der Tour nach diversen Etappen ganz oben auf dem Podest gestanden. Und wenn es nach ihm geht, dürfte da bei der aktuellen Tour noch der ein oder andere Sieg dazukommen. Aber klar: Gegen einen Marcel Kittel in dessen derzeitiger Verfassung wird's auch schwer für Greipel. Seinen ersten Etappensieg holte Greipel 2011, als er endlich auch bei der Tour de France starten konnte. Zuvor stand ihm bei HTC Columbia Mark Cavendish im Weg. Umso schöner für Greipel, dass er 2011 bei seinem Tagessieg auf der zehnten Etappe ausgerechnet Cavendish auf Rang zwei verwies. Sein bestes Jahr bei der Tour war 2015, als er gleich vier Tagessiege einheimste.

8 Siege, Rudi Altig
Als Altig 1962 einen Profivertrag beim französischen Team St. Raphael-Helyett an der Seite von Weltstar Jaques Anquetil erhielt, startete die Straßenkarriere des ehemaligen Bahnfahrers so richtig durch. Altig gewann im selben Jahr die Spanien-Rundfahrt und holte bei seinem Tour-de-France-Debüt gleich drei Tagessiege. 1966 erreichte er mit Platz zwölf im Gesamtklassement sein bestes Gesamtergebnis und konnte sich auch in jener Saison über drei Etappensiege freuen. 1969 holte er seinen letzten Etappensieg ganz früh: Er gewann den Prolog und durfte am nächsten Tag ein letztes Mal in Gelb fahren.

7 Siege, Jan Ullrich
1996 war bereits zu erkennen, dass Jan Ullrich bei der Tour de France einmal Größeres würde leisten können, als nur Helferdienste für seinen Kapitän Bjarne Riis, zu denen er damals als 22-Jähriger verdonnert worden war. Schon in diesem Jahr holte er seinen ersten Tagessieg bei der Tour, als er das letzte Zeitfahren gewann. Dennoch startete Ullrich 1997 erneut als Riis-Helfer in die Tour, konnte sich nach einem Etappensieg in den Pyrenäen aber plötzlich selbst das Gelbe Trikot des Gesamtführenden überstreifen. Er gewann dann in jenem Jahr auch die Tour. Nach seinem Tour-Ausschluss 2006 wurde Ullrich des Dopings überführt und seine Erfolge nach 2005 wurden sämtlich gestrichen.

6 Siege, Didi Thurau
1977 war Didi Thuraus (rechts im Bild neben Klaus-Peter Thaler) großes Jahr. Als 22-Jähriger durfte er für das Team TI-Raleigh das erste Mal die Tour bestreiten und gewann gleich den kurzen Prolog. Daraufhin trug er 15 Tage lang das Gelbe Trikot des Führenden. Unter anderem auch, weil er auf der zweiten Etappe einen schweren Abschnitt über die Pyrenäen gleich wieder für sich entschied. Am Ende hatte er fünf Tagessiege und Rang fünf im Gesamtklassement. Bei der Tour de France 1979 gelang ihm dann noch einmal ein Tagessieg. Dass Thurau nicht mehr Tour-Erfolge erreichte, führte zu vielen Diskussionen. Unter anderem fuhr er stets die lukrativen Sechstagerenen in den Wintermonaten, anstatt sich zielstrebig auf die Sommer-Höhepunkte vorzubereiten. Doping war auch ein Thema. 1980 wurde er nach drei positiven Tests innerhalb einer Saison von der Tour de France ausgeschlossen.

Stand: 07.07.2017, 18:40 Uhr

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