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09.09.2010 | 19.20 Uhr

Eiskunstlauf

Eiskunstlauf-WM in Turin

Savchenko/Szolkowy verpassen WM-Hattrick

Nach einer weitestgehend verkorksten Saison haben die Chemnitzer Aljona Savchenko und Robin Szolkowy auch den Sieg bei der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft knapp verpasst.

Trotz einer geschmeidigen Kür zur Filmmusik "Jenseits von Afrika" konnten die olympischen Bronzemedaillengewinner am Mittwochabend in Turin den Rückstand auf die Chinesen Pang Qing/Tong Jian (211,39) nicht aufholen und wurden mit 204,74 Punkten Zweite. Bronze ging an Yuko Kawaguti/Alexander Smirnow (Russland/203,79). An den Weltrekord von 216,57 Punkten der Olympiasieger Shen Xue/Zhao Hongbo, die ihre Karriere beendet haben, kam in Norditalien keiner heran.

"Unser wichtigstes Ziel waren zwei fehlerfreie Programme, das haben wir leider nicht ganz geschafft", sagte Trainer Ingo Steuer, der aber kaum Kritik äußern konnte, nachdem lediglich seine 26 Jahre alte Schülerin den Toeloop nur zwei- statt dreimal drehte.

"Sie sind einfach platt, das merkt man ihnen an", sagte Elke Treitz, Vizepräsidentin der Deutschen Eislauf-Union (DEU) über die Sachsen, die erstmals nach 72 Jahren das Triple für Deutschland holen wollten. Steuer machte an der Bande ein angespanntes Gesicht und tröstete die Chemnitzer, die in diesem Winter so einiges durchgemacht haben.

Immer wieder Probleme

Der 26 Jahre alten Savchenko brach dreimal die Schlittschuh-Schiene, dann kämpfte sie wochenlang mit Grippe und nach einem Sprungproblem nahm sie sogar Nachhilfe bei Trainerlegende Jutta Müller. "Die Saison war nicht einfach. Sie haben versucht, das beste daraus zu machen", sagte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf, "unser Paar hat die kompletteren Programme als die Konkurrenz, aber sie dürfen eben keine Fehler machen."

Die deutschen Meister Maylin Hausch und Daniel Wende beendeten den Wettbewerb vor 5.000 Zuschauern im Palavela-Eisring nach einem Sturz als 14. - einen Platz besser als im Vorjahr. Zuvor hatte der deutsche Vize-Meister Peter Liebers wie in den vergangenen zwei Jahren das Kürfinale der besten 24 Läufer um Haaresbreite verpasst - es fehlten nicht einmal zwei Zehntel Punkte.

sid | Stand: 24.03.2010, 22:29

 

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