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13.03.2010 | 14.46 Uhr

Biathlon-WM

Biathlon-WM in Pyeongchang

Medaillenflut und Stimmungsfrust

Acht Medaillen, zwei WM-Titel, Platz zwei in der Nationenwertung: Die deutschen Biathleten haben bei der WM in Pyeongchang Olympia-Hoffnungen geweckt und ihre Rekord-Bilanz aus dem Vorjahr wiederholt.

Alfons Hörmann; Rechte: dpa Lupe groß

DSV-Präsident Hörmann lobte vor allem die jungen Athleten im deutschen Team.

Die DSV-Skijäger hatten bei der letzten WM in Östersund ebenfalls acht Medaillen erkämpft, allerdings sprangen in Schweden fünf WM-Titel heraus, Deutschland belegte 2008 Platz eins in der Nationenwertung vor Norwegen. Diesmal verhinderten oftmals die durchwachsenen Leistungen am Schießstand noch bessere Platzierungen. Dennoch zeigte sich DSV-Präsident Alfons Hörmann mit dem Abschneiden des deutschen Biathlon-WM-Teams zufrieden: "Die Biathleten sind und bleiben eines der wichtigsten Standbeine des DSV - auch wenn wie schon zuvor bei der alpinen WM derAnteil der Frauen am Erfolg sehr hoch ist. Da müssen sich die Männer anstrengen, um in Zukunft wieder auf gleiche Höhe zu kommen. Doch die jungen Burschen Peiffer und Stephan haben gezeigt, dass sie auf bestem Wege sind", so Hörmann am Sonntag.

WM-Stars: Wilhelm und Bjoerndalen

Kati Wilhelm krönte sich mit je zweimal Gold und Silber zur Königin der Weltmeisterschaften in Südkorea. Bei den Männern erkämpfte sich der Norweger Ole Einar Bjoerndalen als Schlussläufer der siegreichen Staffel in Pyeongchang sogar viermal Gold. Mit nun 14 Titeln ist er der erfolgreichste Skijäger der WM-Geschichte. Erstmals ohne Edelmetall blieb bei ihrer dritten WM dagegen Magdalena Neuner. "Ich wollte eine Medaille. Die habe ich mit Staffel-Silber. Ich weiß, dass die Saisonvorbereitung mit einigen Krankheitspausen nicht optimal war. Von daher kann ich damit gut umgehen", so die 22-Jährige. "Aber der Abschied von hier fällt mir nicht schwer, und nach Pyeongchang muss ich nicht unbedingt wieder fahren."

Nur 5000 Zuschauer in Pyeongchang

Auch die Dreifach-Weltmeisterin von Östersund Andrea Henkel blieb in Fernost ohne Einzelmedaille. "Ich hatte schon bessere Weltmeisterschaften, ich hatte schon schlechtere, aber jede, die ich hatte, war schöner als die hier", meinte Henkel auch mit Blick auf die fehlende Stimmung im Biathlon-Stadion. Zu den elf WM-Wettbewerben waren nur rund 5000 Fans gekommen. Im Vorjahr waren es in Östersund mehr als 120.000 Besucher.

Bjoerndalen plant "Athleten-Gipfel"

Für Unruhe sorgte am Rande der WM die Doping-Affäre im russischen Team. Die als Betrüger überführten Jekaterina
Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko haben ihre Schuld noch immer nicht eingestanden. Jurjewa sagte der
renommierten Tageszeitung Sport Express, dass sie keine Ahnung habe, wie die gefundenen verbotenen Substanzen in ihren Körper gekommen seien. Magdalena Neuner wunderte sich zudem, wie locker das russische Team mit der Situation umgeht. "Die lachen und scherzen, als sei nichts gewesen." Um den Riss in der Skijäger-Szene zu überwinden, hat Ativen-Sprecher Ole Einar Bjoerndalen einen Krisengipfel einberufen. Am Rande des Weltcups in Trondheim (19. bis 22. März) wollen sich die Athleten hinter verschlossenen Türen unverblümt die Meinung sagen. "Eine sehr gute Idee", findet Neuner. "Ich denke, das kann Vertrauen schaffen."

rbb/dpa/sid | Stand: 22.02.2009, 17:04

 

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Biathlon | Medaillen
RgLandGSB
1Norwegen413
2Deutschland242
3Russland213
4Österreich120
5Schweden111

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