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Alpine Ski-WM
Kathrin Hölzl
Die Weltmeisterin aus dem Nichts
Alle Augen und aller Druck waren auf Maria Riesch gerichtet. Wer, wenn nicht Sie, sollte nach acht Jahren Abstinenz endlich wieder einen alpinen Weltmeistertitel für das deutsche Team holen? Vielleicht hat Kathrin Hölzl genau das gebraucht, um endlich befreit nach ganz oben zu fahren.
Noch nie in ihrer Karriere hatte die 24-jährige Überraschungssiegerin von Val d'Isère zuvor ein Weltcup-Rennen gewonnen. 2007 hatte sie beim Riesenslalom auf der Schweizer Lenzerheide als Zweite immerhin auf dem Podest gestanden - die bislang beste Platzierung ihrer Laufbahn bis zur WM. Ihr bislang erfolgreichstes Jahr liegt schon einige Zeit zurück: 2001 fuhr sie bei der Junioren-Weltmeisterschaft auf den sechsten Rang im Super-G. Noch im selben Jahr feierte sie ihr Weltcup-Debüt dort, wo sie jetzt triumphierte: in Val d'Isère. Im Super-G fuhr sie auf den 41. Platz.
Jahrelang kein zweiter Lauf
Danach begann die längste Durststrecke ihrer noch jungen Karriere: Von 2002 bis 2005 gelang es Kathrin Hölzl keine einziges Mal, sich in einem Weltcup-Rennen für den zweite Durchgang zu qualifizieren. Oft machten der exzellenten Technikerin die Nerven einen Strich durch die Rechnung. Zwei Podestplätze im Europacup waren nur ein schwacher Trost. Erst in der Saison 2005/2006 ging es für die Zollbeamtin wieder aufwärts, auch mit Hilfe eines Mentaltrainers: Zwei Europacup-Siege und die allerersten Weltcup-Punkte galt es zu verbuchen.
Nachfolgerin von Maria Epple
Seitdem ging es für die Bischofswiesenerin kontinuierlich nach oben, ohne dass es bislang für den ganz großen Wurf gereicht hätte. Mit mehreren Weltcup-Resultaten unter den Top Ten und einem sechsten Platz beim WM-Riesenslalom 2007 im norwegischen Are etablierte sich Kathrin Hölzl im deutschen Alpin-Team. Mit ihrem Sensationssieg von Val d'Isère ist sie die erste deutsche Riesenslalom-Weltmeisterin nach Maria Epple, die 1978 in Garmisch-Partenkirchen ganz oben auf dem Treppchen stand.
Daumendrücken für die Freundin
Ihr Trainer Mathias Berthold findet nur lobende Worte über die Bischofswiesenerin. Hölzl sei eine "fleißige Arbeiterin" und ein "Vollprofi". Im Weltcup-Alltag teilt sich die frischgebackene Weltmeisterin ihr Zimmer mit Teamkollegin und Freundin Maria Riesch. Die so freute sich Hölzl nach dem Rennen habe "es ihr heute einfach gegönnt". Jetzt hoffe sie, dass Riesch noch im Slalom eine Medaille holt. "Dann haben wir genau erreicht, was wir uns vorgenommen haben", sagte Hölzl.
dsc, dpa | Stand: 12.02.2009, 19:41
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| Rg | Land | G | S | B |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Schweiz | 2 | 3 | 1 |
| 2 | Österreich | 2 | 1 | 2 |
| 3 | USA | 2 | 0 | 1 |
| 4 | Deutschland | 2 | 0 | 0 |
| 5 | Norwegen | 1 | 0 | 1 |

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