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Schwimmen
Kurzbahn-Weltcup in Berlin
Biedermanns zweiter Streich
Paul Biedermann hat beim Kurzbahn-Weltcup in Berlin seinen zweiten Weltrekord aufgestellt.
Zweiter Weltrekord in Berlin: Paul Biedermann
Der 23-Jährige aus Halle/Saale verbesserte am Sonntag (15.11.09) über 200 Meter Freistil seine Bestmarke aus dem jahr 2008 deutlich. In 1:39,37 Minuten war Biedermann um erstaunliche 1,46 Sekunden schneller. Er blieb damit als erster Mensch unter der 100-Sekunden-Marke. "Einfach geil war das", befand er. "Es ist ein schönes Gefühl. Jetzt müssen wir mal sehen, was die Zukunft bringt. Ich muss Gewicht verlieren, damit ich nicht absaufe. Der Anzug hat mich schon oben gehalten."
In den High-Tech-Anzügen darf nur noch bis zum Jahresende geschwommen werden. Ab dem 1. Januar sind nur noch Textil-Badehosen erlaubt. Am Samstag war Doppel-Weltmeister Biedermann bereits Weltrekord über 400 Meter Freistil geschwommen.
Phelps in Badehose erneut geschlagen
Der schon in Berlin in Badehosen schwimmende Superstar Michael Phelps hatte über 200 Meter Freistil auf das Prestige-Duell mit Biedermann verzichtet. Das Rennen über 200 Meter Lagen verlor der US-Superstar klar. Phelps hatte als Zweiter keine Chance gegen den Südafrikaner Darian Townsend, der in 1:51,55 Minuten Weltrekord schwamm. Townsend blieb 1/100 Sekunde unter der bisherigen Bestmarke des Amerikaners Ryan Lochte vom 11. April 2008.
Rekordflut ging auch am Sonntag weiter
Das Berliner Rekordfestival setzte sich auch am Sonntag fort: Die chinesische Schwimmerin Liu Zige stellte über 200 Meter Schmetterling in 2:00,78 Minuten erneut einen Weltrekord aus. Sie war 1,72 Sekunden schneller als am vergangenen Mittwoch in Stockholm.
Über 100 Meter Rücken verbesserte die Japanerin Shiho Sakai ihren Weltrekord vom Februar um 82/100 Sekunden auf 55,23. Im gleichen Rennen steigerte die Essenerin Daniela Samulski ihre erst im Vorlauf am Morgen aufgestellte deutsche Bestmarke um 2/100. Samulski schwamm 57,35 Sekunden.
Zahlreiche neue deutsche Bestmarken
Weitere Weltbestmarken erzielten am Sonntag die Amerikanerin Jessica Hardy über 50 Meter Brust (28,80 Sek.), der Südafrikaner Cameron van der Burgh über 100 Meter Brust (55,61), der Russe Jewgeni Korotischkin über 100 Meter Schmetterling (48,48), die Australierin Leisel Jones über 200 Meter Brust (2:15,42 Minuten), die Niederländerin Hinkelien Schreuder über 100 Meter Lagen (57,74) und der Russe Arkadi Wjatschanin über 200 Meter Rücken (1:46,11). Insgesamt fielen in Berlin 16 Welt- und 6 Europarekorde.
Auch für die deutschen Schwimmer hagelte es weitere Rekorde, an allen Tagen insgesamt zwölf. Caroline Ruhnau über 200 Meter Brust, Stefen Deibler über 50 Meter Freistil und über 100 Meter Schmetterling sowie Daniela Samulski über 100 Meter Rücken stellten am Sonntag neue deutsche Bestmarken auf. Die Heidelbergerin Janne Schäfer knackte über 50 Meter Brust als Zweite den Europarekord und setzte in 29,55 Sekunden die neue europäische Bestmarke.
Stand: 15.11.2009, 16:33
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