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21.11.2009 | 01.35 Uhr

Tennis

Betrugsaffäre weitet sich aus

Di Mauro wegen illegaler Wetten gesperrt

Im Wettskandal um mögliche Ergebnis-Absprachen im Tennis ist Alessio di Mauro als erster Profi gesperrt worden.

Der italienische Tennis-Verband sprach eine neunmonatige Sperre gegen den 31-Jährigen aus, der über ein persönliches Konto im Internet Wetten auf Spiele der ATP-Tour, allerdings nicht auf eigene Matches platziert haben soll. Di Mauro muss zudem 40.000 Euro Strafe zahlen.

"Alessio di Mauro ist der erste Spieler, der seit der Einführung des Anti-Betrugs-Programms der ATP bestraft wird", hieß es in einer ATP-Pressemitteilung. Die Sperre endet am 12. August 2008. Die ATP hatte "eine längere Sperre" für die Nummer 124 der Weltrangliste gefordert, räumte aber ein, dass keine Beweise dafür vorlägen, dass Di Mauro "versucht hat, den Ausgang von Spielen zu beeinflussen".

Di Mauro kündigt Protest vor Sportgerichtshof an

Der Tennisprofi ließ unterdessen am Sonntag ankündigen, gegen die Länge seiner Sperre vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen zu wollen. "Wir erwarten ein Urteil von einigen Monaten", sagte sein Manager Corrado Tchaburnich der Zeitung "Gazzetta dello Sport".

ATP will Wetten nicht tolerieren

"Wir werden nicht tolerieren, dass Spieler oder auch Offizielle auf Matches wetten", sagte Gayle David Bradshaw, bei der ATP zuständig für die Einhaltung der strengen Vorschriften.

Der "weiße Sport" wurde zuletzt immer wieder von neuen Berichten über mögliche Manipulationen erschüttert. Im August waren auf den Ausgang einer Partie des Russen Nikolaj Dawydenko auffällig hohe Summen gesetzt worden. Gegen Dawydenko, der seine Unschuld beteuert, wird ermittelt. Mehrere Spieler haben seitdem von Betrugsversuchen im Tennis berichtet.

sid | Stand: 11.11.2007, 16:24

 

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