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Radsport
Fehlender sportlicher Wert nach Doping-Skandalen
ARD beschließt Tour-Ausstieg
Die ARD wird aus der Live-Übertragung der Tour de France aussteigen und sich darüber zeitnah mit der EBU (European Broadcasting Union) verständigen. Das entschieden die Intendantinnen und Intendanten auf ihrer Klausurtagung in Köln.
ARD-Vorsitzender Fritz Raff
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sagte: "Der sportliche Wert der Tour de France hat sich aufgrund der gehäuften Dopingfälle und der daraus gewonnenen Erkenntnisse erheblich reduziert. Damit ist auch der programmliche Wert stark gesunken." Die Intendantinnen und Intendanten sind der Meinung, dass eine breitflächige Übertragung in den öffentlich-rechtlichen Programmen auf absehbare Zeit nicht mehr zu rechtfertigen ist.
Am Montag (13.10.08) hatte nach Stefan Schumacher ein weiterer Gerolsteiner-Profi für Doping-Schlagzeilen gesorgt. Bei nachträglichen Bluttests war Bernhard Kohl die verbotene Einnahme des Epo-Präparates Cera nachgewiesen worden. Am Mittwoch gestand der Österreicher das Doping-Vergehen.
"Die Intendanten sind stinkwütend, zumal Kohl zu der neuen und sauberen Generation im Radsport gezählt wurde", erläuterte ARD-Sprecher Peter Meyer den "einstimmigen Beschluss" der neun Intendanten. Die ARD will aber in Kurzberichten in ihren Nachrichten- und Sportsendungen weiter über die größte Radsport-Veranstaltung der Welt berichten.
ARD-Sprecher: Nicht vertraglich gebunden
Nach dem Ausstieg der befindet sich auch das ZDF auf dem Rückzug. "Das ZDF wird die Tour nicht ohne die ARD übertragen. Wir werden nun Gespräche mit der ARD und der EBU über die Konsequenzen führen", sagte ZDF-Chefredakteuer Nikolaus Brender.
Die ARD hat Behauptungen zurückgewiesen, wonach sie an einen Dreijahresvertrag der European Broadcasting Union (EBU) mit dem Tourveranstalter ASO gebunden sei. ARD-Sprecher Peter Meyer sagte: "Die ARD ist dem Vertrag der EBU zur Tour de France nicht beigetreten und hat deshalb auch keinen Vertag für die Übertragung der Tour für die Jahre 2009-2011."
Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, "will sich die Sache erstmal genauer angucken", bevor er einen Kommentar abgibt. Von den Sportpolitikern des Deutschen Bundestages wurde die Entscheidung dagegen begrüßt.
Hans-Michael Holczer, Teamchef des Gerolsteiner-Rennstalls, prophezeit dem Profiradsport in Deutschland nach dem Rückzug der Sender eine düstere Zukunft. "Das versetzt der Wertigkeit des Produkts einen heftigen und wohl entscheidenden Schlag. Der Radsport konnte bisher die umfassenden TV-Berichte in die Waagschale werfen", sagte Holczer.
Bach hält Entscheidung für verfrüht
Thomas Bach, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), war von der Entscheidung überrascht. "Ich halte sie für verfrüht, die Tour ist schließlich erst im Sommer 2009", sagte er. "Man hätte abwarten sollen, zu welchen Entscheidungen die Ebenen des Radsports unter Führung des Weltverbandes UCI bis dahin kommen."
Auch bei Milram, das den letzten verbliebenen deutschen
Profi-Rennstall unterstützt, wird man sich Gedanken machen. Die Saison 2009 ist aber auf jeden Fall gesichert. "Für uns als Sponsor des einzigen deutschen Radsportteams ergibt sich die Notwendigkeit, den Wert unseres Sponsoring-Engagements neu zu beurteilen. Das können wir aber erst nach Ablauf des kommenden Jahres tun, wenn wir die Auswirkungen auf den tatsächlichen Werbeeffekt 2009 für unsere Marke bewertet haben", sagte Nordmilch-Marketingchef Martin Mischel.
Stand: 19.10.2008, 13:29
Samstag, 13.03.2010
-
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3. Liga
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Donnerstag, 18.03.2010
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Paralympics Vancouver 2010
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| Rang | Name | Pkt |
|---|---|---|
| 1 | Andre Greipel | 119 |
| 2 | Luis Léon Sánchez | 86 |
| 3 | Greg Henderson | 79 |
| 4 | Robbie McEwen | 67 |
| 5 | Luke Roberts | 54 |

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