Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Standort.

14.03.2010 | 16.05 Uhr

Allgemein

HSV Hamburg und DHB bestätigen Tod

Nationalspieler Velyky an Krebs gestorben

Der frühere Handball-Nationalspieler Oleg Velyky von Bundesligist HSV Hamburg ist in der Nacht zu Samstag (23.01.10) in Kiew seinem Krebsleiden erlegen.

Oleg Velyky; Rechte: imago Oleg Velyky litt an Hautkrebs.

Bundestrainer Heiner Brand hatte Tränen in den Augen, seine Spieler einen Kloß im Hals und keine Gedanken an Handball im Kopf: Der Tod von Nationalspieler Oleg Velyky vom Bundesligisten HSV Hamburg hat im deutschen Lager Betroffenheit und tiefe Trauer ausgelöst. "Man hat gehofft, dass es ein Wunder gibt. Aber wenn man dann mit der Realität konfrontiert wird, ist das ein Schock", sagte Brand am Samstag bei der EM im Innsbrucker Team-Hotel Grauer Bär. Velyky wurde 32 Jahre alt, er hinterlässt seine Ehefrau Kataryna und den sechsjährigen Sohn Nikita. "Wir sind angesichts der überaus traurigen Nachricht tief erschüttert. Die gesamte Handballwelt verliert mit Oleg Velyky eine große Persönlichkeit. Ich bin in meiner Trauer und mit all meinen Gedanken bei Olegs Familie und Angehörigen", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph.

DHB-Team gegen Frankreich mit Trauerflor

Im September 2003 war bei dem gebürtigen Ukrainer erstmals ein malignes Melanom diagnostiziert worden. Nach einer ersten Therapie spielte Velyky zunächst wieder Handball und gehörte 2007 auch zum Kader der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB), die Weltmeister wurde. Aufgrund einer Verletzung bestritt er damals allerdings kein Spiel. Insgesamt bestritt er 38 Länderspiele für Deutschland, zuvor war er 59 Mal für sein Heimatland Ukraine aufgelaufen.

Die Nationalmannschaft war am Morgen beim Frühstück über den Tod ihres ehemaligen Kollegen informiert worden. "Ich habe danach nicht mehr wirklich noch einen Bissen herunterbekommen. Und das ging den anderen auch so. Selbst die, die nicht mit ihm zusammen gespielt haben, sind total traurig", berichtete Kapitän Michael Kraus. Trotzdem absolvierten er und seine Team-Kollegen mit bewundernswerter Gefasstheit das an spielfreien Tagen obligatorische Treffen mit den Medienvertretern. "Es ist sehr schwer, in so einer Situation Worte zu finden. Das geht mir sehr nahe", bekannte der Lemgoer. In der ersten Hauptrundenpartie gegen Frankreich am Sonntag (24.01.2010) will die deutsche Mannschaft mit Trauerflor spielen. "Wir trauern sehr über diesen Verlust. Wir haben Oleg Velyky als untadeligen Sportsmann und unglaublichen Kämpfer im Handball und um sein Leben kennengelernt", meinte DHB-Präsdient Ulrich Strombach.

Die Nationalspieler wollen nun bei aller Trauer den Tod von Oleg Velyky auch als Ansporn nutzen. "Er war unser Freund. Wir werden versuchen, den Kopf frei zu bekommen und auch für ihn zu spielen", sagte Kapitän Kraus. Die deutsche Mannschaft wird mit Trauerflor spielen. "Es ist 100-prozentig richtig, dass es in seinem Sinne wäre, jetzt das Turnier ordentlich zu Ende zu spielen. Sport ist immer auch eine Möglichkeit zur Ablenkung. Vielleicht können wir das so besser verarbeiten als wenn jeder allein auf seinem Zimmer sitzt", meinte der Bundestrainer.

Beisetzung in der Ukraine

Sein letztes Länderspiel hatte Velyky 2008 bei der EM in Norwegen in der Eröffnungspartie gegen Weißrussland bestritten, als er mit einem Kreuzbandriss nach nur wenigen Minuten ausgefallen war. Im März 2008 musste er sich einer erneuten Hautkrebsoperation unterziehen. Ein Jahr später feierte er dann noch einmal ein kurzes Comeback beim HSV. Insgesamt lief Velyky vier Mal für den HSV auf und erzielte dabei sechs Tore. Zuvor spielte er drei Jahre bei den Rhein-Neckar Löwen und von 2001 bis 2005 bei Tusem Essen.

Velykys Hamburger Teamkollege und Nationalspieler Pascal Hens wusste wie die übrigen HSV-Spieler um Velykys schlechten Gesundheitszustand in den vergangenen Monaten, in denen sich der Rückraumspieler meist in seiner Heimat Ukraine aufgehalten hatte. "Wir wussten, dass er wohl nicht mehr zurückkommen wird. Er war auch nur noch schwer zu erreichen, da er keine Kraft mehr zum Telefonieren hatte", sagte Hens. Velyky soll in seiner Heimat beigesetzt werden.

sid | Stand: 23.01.2010, 10:52

 

Lesezeichen setzen:

  • Logo: Yigg
  • Logo: del.icio.us
  • Logo: Mr. Wong
  • Logo: Linkarena
  • Logo: Webnews
  • empfehlen Seite empfehlen
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Sport im Ersten

Sonntag, 14.03.2010

  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau

    Moderation: Wolfgang Nadvornik

Donnerstag, 18.03.2010

  • 00:35 Uhr bis 01:45 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Sportschau live
  • 14:05 Uhr bis 16:00 Uhr Sportschau live

Freitag, 19.03.2010

  • 00:35 Uhr bis 01:45 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:30 Uhr bis 12:15 Uhr Sportschau live
  • 15:05 Uhr bis 17:10 Uhr Sportschau live

Samstag, 20.03.2010

  • 01:20 Uhr bis 02:30 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:05 Uhr bis 15:00 Uhr Sportschau live
  • 15:05 Uhr bis 17:30 Uhr Sportschau live
  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau
  • 18:30 Uhr bis 18:54 Uhr Sportschau
  • 18:55 Uhr bis 19:57 Uhr Sportschau




Bundesliga | Tabelle
Rang Team S P
1. H S V 23 41:5
2. THW Kiel 22 40:4
3. SG Flensburg 23 36:10
4. FA Göppingen 23 35:11
5. Rh.-Neckar L. 23 31:15
  ...    
16. Balingen-W. 23 10:36
17. HSG D'dorf 23 9:37
18. GWD Minden 23 7:39

Special "Achtung, positiv!"
Claus Lufen als Moderator im Doping-Special; Rechte: sportschau.de

Doping - Mittel, Methoden, Motive

Alles zum Thema Doping - Moderator Claus Lufen führt durch das Webmagazin. [flash | html]


Wenn Muskeln reißen ...
Grafik zu einer Bandverletzung am Fuß; Rechte: wdr

Sportverletzungen

Ist Sport Mord? Verletzungen und die Prognose für die Patienten. [flash | html]



 Standort:

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, Deutschlandradio, DW