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Bundesliga
Finanzstarke Rhein-Neckar Löwen mit großen Zielen
Basteln am besten Team der Welt
Von Jens Mickler
Die Vormachtstellung des THW Kiel im deutschen Handball ist an der aktuellen Tabelle der Bundesliga abzulesen. Die Norddeutschen führen mit acht Punkten die Tabelle der Bundesliga deutlich an. Die Meisterschaft scheint nur noch Formsache.
Wird er ein Löwe? Nikola Karabatic
Doch zur neuen Saison droht der Handball-Herrschaft aus dem Norden Gefahr. Zumindest unternimmt ein Klub die größten Anstrengungen, um in die Kieler Phalanx einzubrechen: die Rhein-Neckar Löwen. Der Klub aus Mannheim, hervorgegangen aus der SG Kronau-Östringen, will zur neuen Serie kräftig aufrüsten und strebt großen Zielen entgegen. "Wir wollen der beste Klub der Welt werden", hat Jesper Nielsen, der neue Mann im fünfköpfigen Gesellschaftergremium des Klubs großspurig verkündet. Auf der Wunschliste des finanzstarken Klubs ganz oben steht kein Geringerer als Nikola Karabatic, gerade mit Frankreich Weltmeister geworden, Welt-Handballer des Jahres und noch in Diensten des THW Kiel.
Noch keine Einigung
Noch halten sich beide Seiten bedeckt, was den Wechsel des zurzeit weltbesten Handballers angeht. Uwe Schwenker, Manager des THW Kiel, bestätigt sehr wohl Gespräche mit dem Kollegen Thorsten Storm von den Rhein-Neckar Löwen, mehr aber auch nicht. "Nikola kehrt morgen nach Kiel zurück. Wir werden uns in den nächsten Tagen zusammensetzen und die Lage erörtern. Noch ist nichts entschieden", sagt Schwenker zu sport.ARD.de. Nicht mehr als Spekulationen heißt es auch von Seiten der Löwen. "Nikola Karabatic hat den Wunsch geäußert, zu uns zu kommen. Wir haben die wirtschaftlichen Bedingungen aus Kiel vorliegen. Jetzt soll es zu einem Folgegespräch zwischen Storm und Schwenker kommen", erklärt Ute Krebs, Sprecherin der Rhein-Neckar Löwen.
Zurück zu Serdarusic
Bereits verpflichtet: Olafur Stefánsson
Fakt ist, und daraus macht Karabatic keinen Hehl, dass er gerne seinem ehemaligen Trainer "Noka" Serdarusic folgen würde. Der frühere Kieler Erfolgscoach packte bekanntlich vor der Saison in Kiel seine Koffer und heuert nun zur neuen Serie in Mannheim an. Noch immer ist Karabatic verbittert, dass sein Freund Serdarusic in Kiel gehen musste.
Aber Karabatic ist nicht der einzige namhafte Spieler, der bei den Rhein-Neckar Löwen im Gespräch ist. Ebenfalls von den Kielern soll Rechtsaußen Vid Kavticnik nach Mannheim gelotst werden. "Die beiden sind wie Siamesische Zwillinge. Vid würde sicher mit wechseln", sagt Uwe Schwenker, der zu Zahlen aber nicht Stellung beziehen will. Angeblich soll Karabatic, der noch einen Vertrag bis 2012 bei den Kielern hat, eine Ablöse von drei Millionen Euro bringen und 1,2 Millionen brutto im Jahr verdienen. Es wäre mit Abstand der teuerste Transfer in der Handball-Geschichte.
Finanzkraft aus Dänemark
Soll auch kommen: Holger Glandorf
Doch woher fließt das Geld bei den Löwen in Zeiten der Finanzkrise? Mit großen Ambitionen ist der neue Gesellschafter Jesper Nielsen angetreten. Der dänische Unternehmer führt den Schmuck-Konzern Kasi-Group ("Pandora") und ist auch Trikot-Sponsor beim dänische Fußball-Klub Bröndby Kopenhagen. Weiterer Gesellschafter ist Daniel Hopp, der Sohn des SAP-Gründers Dietmar Hopp, der sich im Familien-Imperium verstärkt um Handball und Eishockey kümmert.
Jesper Nielsen lotste bereits den isländischen Handball-Star Olafur Stefánsson nach Mannheim, der noch beim dänischen Drittliga-Klub Alberts-Glostrup geparkt wird. Das Top-Quartett zur neuen Saison vervollständigen soll der deutsche Nationalspieler Holger Glandorf, der ebenfalls als Neuzugang gehandelt wird. Glandorfs Vertrag bei der HSG Nordhorn läuft zum Saisonende aus. Noch hat der 25-Jährige nicht über seine sportliche Zukunft entschieden, tendiert aber wohl zum Verbleib in Nordhorn. "Wenn es irgendwie möglich ist und beide Seiten sich einig werden, könnte ich mir vorstellen, hierzubleiben." Nur im Notfall würde er "vielleicht den nächsten Schritt wagen und zu einem anderen Verein wechseln", sagte Holger Glandorf.
Mit dem Nationalspieler wäre ohne Frage die Löwen-Weltauswahl komplett. Fürchtet deshalb Uwe Schwenker schon die Wachablösung im deutschen Handball? "Im Gegenteil. Wir freuen uns auf die Konkurrenz", entgegnet der Manager des THW Kiel.
Stand: 03.02.2009, 13:29
Samstag, 21.11.2009
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Langlauf-Weltcup
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Sonntag, 22.11.2009
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Langlauf-Weltcup 4 x 5 km Staffel Damen
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| Rang | Team | S | P |
|---|---|---|---|
| 1. | THW Kiel | 10 | 19:1 |
| 2. | H S V | 10 | 18:2 |
| 3. | Rh.-Neckar L. | 11 | 17:5 |
| 4. | FA Göppingen | 11 | 17:5 |
| 5. | Gummersbach | 11 | 16:6 |
| ... | |||
| 16. | TSV Burgdorf | 11 | 4:18 |
| 17. | TSV Dormagen | 9 | 2:16 |
| 18. | Balingen-W. | 10 | 2:18 |

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