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21.11.2009 | 02.53 Uhr

Nationalmannschaft

Deutschlands Frauen trennen sich 30:30 von Ungarn

Ausgleich in der Schluss-Sekunde

Die deutschen Handballerinnen sind bei der WM in Frankreich erstmals gestolpert. Dennoch haben sie vorzeitig des Viertelfinale erreicht.

Grit Jurack; Rechte: dpa

Deutschlands Rückraum-Ass Grit Jurack

Das haben die Deutschen den Rumänen zu verdanken, die mit 32:19 gegen Spanien gewannen. Dadurch hat die deutsche Auswahl mindestens Platz vier sicher und ist damit vorzeitig für das Viertelfinale qualifiziert.

Die Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich kam gegen den WM-Dritten Ungarn in einem hart umkämpften Spiel in Dijon zu einem 30:30 (14:17). Den Ausgleich kassierten die Deutschen nach einer tollen Aufholjagd in der Schlussphase praktisch erst mit dem Abpfiff. Dennoch misslang den Ungarn die Revanche gegen die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes für das 22:34 bei der EM 2006.

Bei der bisher unkonstantesten Turnierleistung war Grit Jurack mit sechs Toren vor 2800 Zuschauern erneut die beste Torschützin der deutschen Auswahl. Beste Werferin auf dem Feld war aber die Ungarin Anita Görbicz mit acht Toren.

Nach dem erfolgreichen Hauptrunden-Auftakt gegen Spanien begannen die deutschen Frauen äußerst nervös und machten mehr Fehler als in den Spielen zuvor. Besonders in der Abwehr wirkten die Vorderleute von Torfrau Sabine Englert müde, im Angriff kam zunächst Abschlussschwäche und mit mehreren Pfostentreffern auch noch Pech dazu.

Jurack und Krause in Manndeckung

Die von Englerts Vereinscoach Andras Nemeth trainierten Ungarinnen liefen überraschend ohne die starke Außenspielerin Beatrix Balogh auf, waren aber dadurch nicht minder gefährlich. Zudem nahmen sie Welthandballerin Nadine Krause und Jurack immer wieder in Manndeckung und zogen der DHB-Auswahl so oftmals den Zahn.

Am Sonntag (09.12.07, 18.30 Uhr) trifft das Emrich-Team auf Polen, den wohl stärksten Vorrundengegner. Am Dienstag folgt das Duell mit dem Titelmitfavoriten und aktuellen WM-Zweiten Rumänien (18.30 Uhr). Die jeweils besten vier Teams der beiden Gruppen qualifizieren sich für die Runde der letzten Acht.

Nach Platz sechs bei der WM 2005 und dem vierten Rang bei der EM 2006 will die deutsche Mannschaft in Frankreich endlich eine Medaille gewinnen. Zudem locken die Olympischen Spiele in Peking 2008, für die sich allerdings nur der Weltmeister direkt qualifiziert. Die Plätze zwei bis sieben berechtigen zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren im März 2008.

sid/dpa | Stand: 08.12.2007, 19:57

 

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