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02.09.2010 | 18.37 Uhr

Nationalmannschaft

Deutsche U20-Frauen vor dem WM-Finale

Motivationstricks unnötig

Nur noch ein Sieg fehlt zum großen Triumph: In Bielefeld können die deutschen U20-Fußballerinnen Geschichte schreiben und den zweiten Titel Deutschlands nach 2004 gewinnen. Gegner auf der Alm ist Nigeria. Der deutsche Frauenfußball hat bei diesem Turnier aber jetzt schon noch mehr gewonnen: Eine Vorfreude auf dem Weg zur Heim-WM 2011.

Deutsche U20-Frauen bei der WM; Rechte: dpa Die deutschen Spielerinnen feiern ihren Finaleinzug.

"Das sind wirklich ganz tolle Zuschauerzahlen. Wir sind sehr, sehr zufrieden." Steffi Jones wirkt erleichtert ob des Ablaufs der U20-WM in Deutschland. Denn die kleine WM gilt auch als Testlauf für die Weltmeisterschaft der Frauen 2011 in Deutschland. Und die Chefin des Organisationskomitees sieht sich gerüstet. "Es sind in Bochum, Augsburg und Dresden drei Austragungsorte von 2011 dabei. Letztendlich kann man sagen, es sind nur noch Nuancen, die man vielleicht noch verändern müssten", sagt Jones. Nun müsse diese entstandene Vorfreude fortgeführt werden, damit "wir nächstes Jahr volle Stadien haben". Das Finale in Bielefeld ist jedenfalls ausverkauft und verspricht einen würdigen Rahmen.

Auch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter lobt die deutsche Organisation. "Ich muss dem Organisationskomitee und dem Deutschen Fußball-Bund ein Kompliment machen. Die U20-WM ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Frauen-WM 2011 in Deutschland", sagte der Schweizer: "Wenn die FIFA ein Turnier nach Deutschland vergibt, ist das immer eine Bank."

Der deutsche Fußball hat also schon gewonnen. Ob er triumphiert, entscheiden die Spielerinnen am Sonntag (01.08.10/15 Uhr) auf der Bielefelder Alm im Finale der U20-WM gegen Nigeria.

"Es war unser Traum"

"Es war unser Traum, ins Finale einzuziehen", sagt Bundestrainerin Maren Meinert: "Sicherlich sind wir auch im Finale gegen Nigeria Favorit. Aber ich denke, mit der Rolle können wir gut umgehen. Wir wollen Weltmeister werden." Während ihre Mannschaft Südkorea eindrucksvoll mit 5:1 besiegte, schlug Nigeria im zweiten Halbfinale dank des Tores von Ebere Orji (2.) den WM-Neuling Kolumbien mit 1:0. Besondere Motivationstricks hält die Ex-Nationalspielerin inzwischen für überflüssig: "Wenn man im Halbfinale und jetzt auch im Finale steht, ist die Atmosphäre super und die Stimmung dadurch ein Selbstläufer."

Das war bislang das Turnier auch für Alexandra Popp. Die 19 Jahre alte Stürmerin vom FCR Duisburg zieht durch ihre Tore derzeit alle Aufmerksamkeit auf sich. Neun Mal hat sie in diesem Turnier bereits getroffen, zuletzt netzte sie im Halbfinale gegen Südkorea zwei Mal ein. Die Würde der WM-Torschützenkönigin ist zum Greifen nahe, und schwebt doch nur im Hintergrund für Alexandra Popp: "Das ist mir egal, Hauptsache wir holen den Titel."

nch/sid/dpa | Stand: 31.07.2010, 12:03

 

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