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Bundesliga
SC Freiburg - FC Schalke 04 0:0
Schalke hadert mit Tor-Raub
Die Chancen waren da, am Ende auch die spielerische Überlegenheit. Und doch war es die Technik, die Felix Magath am Ende in erster Linie fehlte. Die nämlich, die darüber hätte entscheiden sollen, dass Bordons Kopfball kurz nach der Pause tatsächlich von der Latte hinter die Torlinie prallte. So aber ärgerten sich die Schalker weniger über das 0:0 in Freiburg als über den Tor-Raub.
"So lange Amateure über Profis bestimmen, müssen wir uns wohl jede Woche ärgern", schimpfte der Trainer von Schalke 04, nachdem ein regulärer Treffer seiner Mannschaft beim SC Freiburg nicht anerkannt worden war. Die Königsblauen kamen deshalb am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga nur zu einem 0:0 beim Aufsteiger und verloren wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft.
Magath hatte nach dem Schlusspfiff sichtlich Mühe, sich zu beherrschen. "Es gibt eben weiterhin Amateure, die nichts davon halten, technische Hilfsmittel im Profibereich anzuwenden", sagte der Coach und legte noch nach: "Das können ja nur Amateure sein. Im Profigeschäft wäre es schließlich sinnvoll, wenn man so wenig Fehler wie möglich hinnehmen müsste."
Magath für technische Lösung
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Grund für die Aufregung war eine Szene in der 47. Minute. Schalkes Kapitän Marcelo Bordon hatte per Kopf die Unterkante der Latte getroffen. Von dort sprang der Ball knapp hinter die Torlinie, Schiedsrichter Jochen Drees (Münster) aber ließ weiterlaufen. Auch der zuständige Assistent Torsten Bauer (Seesbach) hatte nicht erkannt, dass der Ball wenige Zentimeter hinter der Linie war.
"Dem Assistenten und dem Schiedsrichter mache ich keinen Vorwurf", sagte Magath, der sich zum wiederholten Mal für die technische "Aufrüstung" der Unparteiischen aussprach: "Auch ein Torrichter ist doch nur etwas Halbfertiges. Ich bin schon immer für eine technische Lösung. Sinnvoll wäre eine Lösung, die solche Szenen sofort auflöst. Dann hätten wir die eine oder andere Ungerechtigkeit weniger - und das wäre doch ganz schön."
Dutt: Fußball wird "unmenschlicher"
Magath hat allerdings kaum Hoffnung auf rasche Abhilfe bei dieser Problematik. "Das ist doch die alte Nummer. So lange der DFB, die UEFA oder irgendein Verband glaubt, dass wir ohne diese technischen Hilfsmittel auskommen, müssen wir damit leben", sagte der Vize-Weltmeister von 1986.
Selbst Freiburgs Trainer Robin Dutt unterstützte Magath. "Ich werde den Teufel tun und einem erfahrenen Trainer widersprechen", sagte der 45-Jährige: "Es wäre ganz einfach, technische Hilfsmittel zu installieren. Es heißt immer, ohne die technischen Hilfsmittel würde der Fußball menschlich bleiben. Stattdessen wird er aber unmenschlicher."
Freiburg beginnt schwungvoll
Der Wirbel um den nicht gegebenen Treffer drängte alle anderen Themen rund um das Spiel vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion in den Hintergrund. Selbst die Einstellung eines Negativrekords durch die Freiburger war kein Thema. Dabei wartet die schlechteste Heimmannschaft der Liga, die in der laufenden Saison erst einen Sieg zu Hause feierte, seit nun fünf Heimspielen auf ein Tor.
Der Tabellendritte aus dem Ruhrgebiet entwickelte zunächst nur wenig Offensivdrang und begnügte sich weitgehend damit, den Sport-Club vor dem eigenen Strafraum zu stoppen. Die Freiburger begannen druckvoll und selbstbewusst. Pech hatte Mohamadou Idrissou, der mit einem Kopfball mit dem Rücken zum Tor nur die Latte traf (41.). Auf der Gegenseite hatte Kevin Kuranyi ebenfalls per Kopfball zuvor nur den Pfosten getroffen (32.). Nach dem Seitenwechsel machten die "Knappen" deutlich mehr Druck. Die Angriffsbemühungen blieben aber trotz guter Chancen durch Kuranyi und Farfan sowie das nicht gegeben Tor von Bordon ohne Erfolg. "Das war ein Schritt nach
Schalke sieben Mal ungeschlagen
"Ich habe eine sehr gute erste Halbzeit meiner Mannschaft gesehen", lobte ein sichtlich zufriedener Dutt nach Spielende. "Auch die Chancen zu einem Tor waren da." Ähnlich sah es zwar auch Magath, andererseits war der Schalker Coach "nicht ganz glücklich mit dem Ausgang des Spiels". Freiburg sei vor der Pause das bessere Team gewesen, dann aber "sind wir besser ins Spiel gekommen und hatten auch die größere Anzahl der Torchancen".
Die Schalker, die drei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze haben, sind seit sieben Spielen ungeschlagen. Die abstiegsgefährdeten Freiburger dagegen warten seit sieben Partien auf einen Erfolg.
sid/dpa | Stand: 06.02.2010, 17:29
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|---|---|---|---|
| 1. | Bay. München | 26 | 56 |
| 2. | FC Schalke 04 | 26 | 54 |
| 3. | B. Leverkusen | 26 | 53 |
| 4. | Bor. Dortmund | 26 | 45 |
| 5. | Hamburger SV | 26 | 43 |
| ... | |||
| 16. | Hannover 96 | 26 | 23 |
| 17. | SC Freiburg | 26 | 20 |
| 18. | Hertha BSC | 26 | 15 |

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