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18.03.2010 | 21.11 Uhr

Bundesliga

Hertha BSC - Bayer 04 Leverkusen 2:2

Leverkusen verschenkt den Sieg

Tabellenführer Bayer Leverkusen hat in der Fußball-Bundesliga im Kampf um die Herbstmeisterschaft erneut wichtige Punkte liegen gelassen. Eine Woche nach dem 0:0 bei Hannover 96 kam die weiterhin ungeschlagene Werkself in einem hitzigen Spiel bei Hertha BSC Berlin nicht über ein ein 2:2 (0:1) hinaus. Die Werkself bleibt aber auf jeden Fall auch nach dem 16. Spieltag Spitzenreiter der Liga.

Der Berliner Patrick Ebert (r) und der Leverkusener Michal Kadlec kämpfen um den Ball. ; Rechte: dpa Der Berliner Patrick Ebert (r.) und der Leverkusener Michal Kadlec kämpfen um den Ball.

Das tröstete die Leverkusener unmittelbar nach Spielschluss nicht. "Wir mussten das 2:1 einfach über die Zeit bringen. Dass wir nicht gewonnen haben, haben wir uns in der ersten Halbzeit selbst eingebrockt", gestand Bayer-Torschütze Kroos. Bei der Hertha war die Freude über den Punktgewinn angesichts des Tabellenbildes gedämpft. "Ein Punkt ist nicht genug für uns. Jetzt haben wir die Bayern. Das wird sehr schwer für uns", sagte Hertha-Schlussmann Jaroslav Drobny. Und der verletzt fehlende Abwehrchef Arne Friedrich erkannte: "Zur Pause war ich mir sicher, dass wir das Spiel gewinnen. Aber wenn man zwei solche Dinger kriegt, muss man froh sein, dass man noch den Ausgleich macht."

In der Schlussphase überschlugen die Ereignisse. Zunächst war Bayer durch Burak Kaplan (90.) in Führung gegangen, doch Adrian Ramos gelang mit seinem zweiten Tor Sekunden vor dem Abpfiff (90.+2) noch der Ausgleich. Zuvor hatten eben Ramos (8.) und Toni Kroos (76.) die Tore erzielt. Die Schlussphase erlebten die Berliner nur noch zu zehnt, nachdem Gojko Kacar wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte sah. Damit fehlt der Serbe auch im kommenden Spiel bei Bayern München, genauso wie Patrick Ebert, der die fünfte Gelbe Karte sah.

Früher Schock für Leverkusen

Hertha schöpft durch den Punktgewinn gegen den Tabellenführer im Abstiegskampf zumindest ein wenig Hoffnung. Die Berliner kamen nach zuvor zwei Niederlagen wieder zu einem Remis, müssen aber seit 15 Spielen weiter auf einen Sieg warten. Für Friedhelm Funkel, der am 3. Oktober Lucien Favre als Cheftrainer abgelöst hatte, war es das neunte Spiel in Folge ohne Sieg.

Vor 40.474 Zuschauern sorgten die Gastgeber bei eiskalter Witterung in der 8. Minute für den ersten Höhepunkt des Spiels. Nach einem Pass in die Tiefe von Cicero tauchte Adrian Ramos frei vor Leverkusens Schlussmann Rene Adler auf, behielt im Abschluss vor dem herauseilenden Nationalkeeper die Nerven und erzielte das 1:0. Leverkusen fand nach dem frühen Schock nur langsam ins Spiel. Bis auf einen Kopfball von Eren Derdiyok (14.), den Hertha-Torwart Jaroslav Drobny ohne Mühe abwehrte, war vom gefürchteten Gäste-Sturm um Top-Torjäger Stefan Kießling lange nichts zu sehen.

Turbulente zweite Hälfte

Hertha hingegen zeigte aber endlich den lange vermissten Biss und machte die technische Überlegenheit des Gegners mit Kampf wett. Auch im Spiel nach vorne behielten die Berliner bis zur Pause Vorteile. Ebert (30.) per Freistoß und Raffael (44.) mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze sorgten für die wenigen Torchancen.

Nach dem Wechel wurde es turbulent. In der 52. Minute bejubelten die Berliner Fans nach einem Schuss von Kacar bereits das 2:0, doch Schiedsrichter Babak Rafati (Hannover) sah Raffael zurecht im Abseits. In der 58. Minute fischte Drobny den Ball nach einem Freistoß von Toni Kroos aus dem Winkel. In der 66. Minute brachte Leverkusens Coach Jupp Heynckes mit Patrick Helmes für den blassen Derdiyok einen frischen Angreifer. Zehn Minuten später traf Kroos zum Ausgleich.

sid | Stand: 11.12.2009, 22:29

 

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