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15.03.2010 | 01.11 Uhr

Bundesliga

Podolski sauer auf Novakovic

Nullnummer in Köln - alle unzufrieden

Werder Bremens gefürchteter 31-Tore-Sturm versagte ausgerechnet beim so heimschwachen 1. FC Köln. Das am Ende sogar glückliche 0:0 vor 50.000 Zuschauern im ausverkauften WM-Stadion war für Bayer Leverkusens Verfolger Nummer eins ein klarer Rückschlag.

Lukas Podolski; Rechte: dpa Lupe groß

Sauer auf Sturm-Kollegen: Lukas Podolski.

"Wir haben zwei Punkte liegen lassen", konstatierte Manager Klaus Allofs. Und auch Trainer Thomas Schaaf war trotz der auf 23 Spiele ohne Niederlage verlängerten Super-Serie des Fußball-Bundesligisten unzufrieden: "Wir haben den letzten Schritt nicht gemacht, jetzt müssen wir mit diesem Ergebnis leben." Trotz des 0:0 waren Top-Club Bremen und die abstiegsgefährdeten Kölner gleichermaßen Verlierer des 15. Spieltags. Der FC verpasste es, den Abstand nach ganz unten entscheidend zu vergrößern, weil Torjäger Milivoje Novakovic zwei hochkarätige Chancen (14./54. Minute) ausließ und Lukas Podolski damit fast auf 180 brachte. "Der Ärger ist da. Wir hatten diese zwei Hundertprozentigen. Da muss man eine reinmachen", klagte der Nationalspieler.

Doch auch auf der Gegenseite herrschte nicht gerade gute Laune. Das Remis war für einen Titelanwärter viel zu wenig, zumal Köln in dieser Saison schon fünf Heimniederlagen bilanziert. "Wir hätten den Abstand verringern können", hielt Bremens ehemaliger Nationalspieler Tim Borowski fest, der für den an Grippe erkrankten Mesut Özil eingesetzt wurde. Borowski nahm es mit Galgenhumor: "Wir haben den Zuschauern etwas geboten, aber eigentlich sind war ja dazu da, Tore zu schießen."

Unzufriedenheit überall spürbar

Irgendwie schimpften nach diesem Nikolaus-Sonntag alle, die Unzufriedenheit war an allen Ecken greifbar. Marko Marin, Bremens wieselflinker Flügel-Flitzer, lag mehr, als dass er aufrecht am Spiel teilnahm. "Ich wurde nur getreten, das darf normalerweise nicht sein." Schaaf kam zu der sachlichen Erkenntnis, dass der nicht immer sicher wirkende Schiedsrichter Jochen Drees in einer Nach-Analyse "bei der einen oder anderen Szene zu einem anderen Ergebnis kommt". Marins Kölner Gegenspieler Christopher Schorch konterte: "Klar lässt der sich ab und zu mal fallen. Er ist ein guter Spieler, das hat er nicht nötig, das muss er nicht machen."

Soldo: "Schritt nach vorn"

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Beide Mannschaften hatten eigentlich nur Glück: Bremen deshalb, weil der Slowene Novakovic seinem Ruf als Torjäger erneut nicht gerecht wurde und Werder mit zweimaligem Versagen vor dem Ende dieser tollen Serie bewahrte, der FC, weil Youssef Mohamad bei einer klaren "Notbremse" (28.) von Drees nur Gelb und nicht Rot sah, was die logische Folge gewesen wäre.

Ganz am Schluss fanden sich dann noch zwei, die das 0:0 positiv einordneten: "Es war ein Schritt nach vorn", hielt Kölns Trainer Zvonimir Soldo trotz des Fakts fest, dass seine Offensivabteilung mit sieben Toren in 15 Spielen nicht erstligareif ist. Und Werders Erstliga-Debütant Sebastian Mielitz, der den grippenkranken Nationalkeeper Tim Wiese exzellent vertrat, bekam von Schaaf zurecht ein Sonderlob: "Das hat er hervorragend gemacht. Ich kann Miele zu dieser Leistung nur gratulieren."

sid | Stand: 06.12.2009, 17:25

 

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