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WM 2010
WM-Gruppengegner sind Australien, Ghana und Serbien
Traditionelles Losglück bleibt Deutschland treu
Seit 1966 hat die deutsche Fußballauswahl bei den WM-Auslosungen das Glück auf ihrer Seite. Das gilt nun auch für Südafrika. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw trifft in der Gruppenphase auf die vermeintlich leichten Gegner Australien, Serbien und Ghana.
Die gesetzte deutsche Mannschaft bestreitet als Kopf der Gruppe D ihr Auftaktspiel am 13. Juni in Durban gegen Australien. Im zweiten Vorrundenspiel trifft der dreimalige Welt- und Europameister fünf Tage später in Port Elizabeth auf Serbien, ehe die DFB-Auswahl zum Gruppenabschluss am 23. Juni in Johannesburg gegen Ghana antritt.
Für Bundestrainer Joachim Löw hat die Auslosung "eine interessante Gruppe" ergeben. Sein Kommentar zu den Gegnern: "Gegen Australien haben wir beim Confederations Cup gespielt. Auch damals war es das erste Spiel. Es wird ein wichtiges Spiel für uns und es ist wichtig zu gewinnen. Vor Serbien habe ich großen Respekt. Sie haben in der Qualifikation Frankreich hinter sich gelassen und haben eine sehr spielstarke Mannschaft. Ghana ist zusammen mit Algerien die spielstärkste Mannschaft Afrikas. 2006 sind sie erst im Achtelfinale gegen Brasilien ausgeschieden."
Löw: Anspruch heißt Titelgewinn
Als 189 Tage vor dem WM-Start klar war, dass die deutsche Mannschaft in der Vorrunde so schweren Gegnern wie Vize-Weltmeister Frankreich, den USA oder der Elfenbeinküse aus dem Weg gegangen ist, konnten sich Löw, dessen Assistent Hansi Flick und DFB-Teammanager Oliver Bierhoff ein Lächeln nicht verkneifen. "Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Wir haben den Anspruch, den Titel zu gewinnen", hatte der Bundestrainer kurz vor der Auslosung erklärt.
Die deutsche Auswahl gehörte seit der WM 1966 in England immer zu den Topgesetzten. Lediglich 1970 in Mexiko wurde von der FIFA keine Vorauswahl getroffen. Bei fast allen vergangenen WM-Auslosungen war Deutschland zudem mit Fortuna im Bunde und erwischte relativ leichte Gruppen. Bei der Heim-WM 2006 hießen die Gegner Costa Rica, Polen und Ecuador, die 2010 alle nicht vertreten sind.
Hollywood-Star Theron als Moderatorin
Neben Englands Fußball-Popstar David Beckham hatte auch der äthiopische Leichtathletik-Olympiasieger Haile Gebrselassie bei der Auslosung attestiert. Zudem unterstützten Makhaya Ntini, der erste dunkelhäutige Spieler in Südafrikas Kricket-Nationalmannschaft, John Smit als Kapitän des südafrikanischen Rugby-Weltmeisterteams sowie Bafana-Bafana-Abwehrrecke Matthew Booth FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke bei der Zeremonie. Moderiert wurde die Auslosung von der südafrikanischen Oscar-Preisträgerin Charlize Theron, die auch die Gruppenplätze verlas.
Bombendrohung vor Auslosung
Vor der Auslosung hatten zwei Bombendrohungen in Kapstadt die örtlichen Sicherheitskräfte auf Trab gehalten. Wie die Polizei offiziell bekannt gab, konnte jedoch nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden. "Jede Drohung dieser Art müssen wir ernst nehmen und entsprechend unseren Richtlinien sofort reagieren", sagte Polizeisprecher Vishnu Naidoo. Bei der Loszeremonie waren rund 1.700 Sicherheitskräfte im Einsatz.
sid | Stand: 04.12.2009, 20:29
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