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13.03.2010 | 14.48 Uhr

Bundesliga

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 0:0

Lehmann verhindert VfB-Niederlage

Der VfB Stuttgart tritt auf der Stelle, und nur ein fast 40-Jähriger verhindert ein tieferes Abrutschen in den Abstiegssumpf. "Wir haben nicht verloren, weil Jens uns im Spiel gehalten hat", meinte Sportdirektor Horst Heldt und brachte die Stimmung der Schwaben nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach auf den Punkt. Jens, das ist Jens Lehmann, der am kommenden Dienstag seinen runden Geburtstag feiern wird.

"Er ist heute in fantastischer Form gewesen", sagte auch
VfB-Trainer Markus Babbel und meinte vor allem die 50. Minute. In der parierte der ehemalige Nationaltorhüter, der seine Leistung selbst als "solide und konstant" bezeichnete, erst einen Kopfball von Rob Friend aus drei Metern und wehrte danach auch den Nachschuss von Marco Reus aus kürzester Distanz ab.

Es waren die beiden letzten von einem halben Dutzend guter Gladbacher Chancen, die die ohne den verletzten Nationalspieler Serdar Tasci (Fußverletzung) neu formierte Stuttgarter Hintermannschaft mit Rekonvaleszent Georg Niedermeier und dem trotz eines Handbruchs noch gut spielenden Matthieu Delpierre zuließ.

"Das liegt aber nicht nur an der Abwehr", meinte Heldt, der nach dem neunten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg zugleich die "fehlende Torgefahr" keineswegs nur der Offensivabteilung ankreiden wollte, die ohne Cacau und Ciprian Marica auskommen musste. Ein Kopfball von Niedermeier kurz vor der Pause und ein Pfostenschuss von Zdravko Kuzmanovic (73.), der am Mittwoch in der Champions League beim FC Sevilla noch den 1:1-Ausgleich erzielt hatte, waren die einzigen gefährlichen Aktionen.

Babbel lobte Kampfgeist

"Man hat gemerkt, dass die Jungs heute die geistige Frische nicht hatten", konstatierte Babbel und erklärte das mit den vielen Spielen, die sein Team zuletzt absolvieren musste. "Wenn man alle drei Tage spielt und die Erfolgserlebnisse ausbleiben, ist es ganz normal, dass die Leistung dann mal nicht ganz top ist", sagte Babbel, der zumindest den Kampfgeist lobte.

Für Heldt war das Unentschieden "auf der einen Seite zu wenig. Aber wenn man das Spiel nüchtern betrachtet, muss man sagen, dass wir noch froh sein können, einen Punkt mitgenommen zu haben." Heldt und Babbel hoffen jetzt darauf, dass sich in der Länderspielpause einige Verletzte wie Cacau, Marica oder Christian Träsch wieder zurückmelden.

"Gutes Heimspiel gemacht"

Nicht ganz glücklich mit der Punkteteilung war auch Gladbachs Trainer Michael Frontzeck, der sich mit dem zweiten Sieg in Folge gerne ein bisschen mehr Luft zum Tabellenkeller verschafft hätte. "Wir haben ein gutes Heimspiel gemacht und an die Leistung aus Hamburg angeknüpft", sagte der Ex-Profi, der einst mit Stuttgart Deutscher Meister war.

"Wir hatten sechs oder sieben einhundertprozentige Möglichkeiten. Ein Sieg wäre daher nicht unverdient gewesen", sagte Frontzeck: "Aber wenn das nicht klappt, muss man wenigstens zu Null spielen, und das haben wir geschafft. Und mit der Art und Weise, wie wir in den letzten Wochen gespielt haben, können wir zufrieden sein."

Gegen Angstgegner Stuttgart, gegen den es in den letzten zwölf Heimspielen nur einen Sieg gab, hatte vor allem der erst 20 Jahre alte Reus für einigen Wirbel gesorgt, aber auch drei sehr gute Chancen ausgelassen. "Da darf auch mal einer reingehen", meinte der vom Zweitligist Ahlen gekommene Nachfolger von Dribbelkönig Marko Marin selbstkritisch: "Wenn man die Tore nicht macht, gewinnt man nicht. Und wenn man nicht gewinnt, darf man auch nicht zufrieden sein."

sid | Stand: 07.11.2009, 17:24

 

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