Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Standort.

15.03.2010 | 01.15 Uhr

Bundesliga

0:3-Niederlage in Nürnberg

Hilflose Hertha verliert Kellerduell

Hilflos, willenlos, chancenlos: Schlusslicht Hertha BSC Berlin steuert nach der achten Bundesliga-Pleite in Serie auf den ersten Abstieg seit 1991 zu. Eine Handvoll Profis schlich nach dem blamablen Auftritt beim 0:3 (0:2) im ultimativen Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg noch zur Fankurve - doch selbst dort wurden die Versager von den wütenden Anhängern vertrieben.

Der Berliner Christoph Janker; Rechte: dpa Lupe groß

Enttäuschung beim Berliner Christoph Janker.

Der neue Trainer Friedhelm Funkel sah das Drama über 90 Minuten stehend und mit erstarrter Miene an. "Wir waren hilflos und ich bin restlos enttäuscht. Die Spieler müssen endlich begreifen, dass wir gegen den Abstieg spielen", sagte Feuerwehrmann Funkel nach der zweiten Pleite bei seinem zweiten Hertha-Auftritt: "Da muss man die Ärmel aufkrempeln und nicht Hacke, Spitze eins, zwei, drei spielen." Er hatte bereits bei seinem Amtsantritt gemutmaßt, dass es der schwerste Job seiner langen Bundesliga-Karriere als Rettungsspezialist werden würde, "aber dass es so schwer wird, habe ich doch nicht erwartet".

Gegen den Tabellennachbarn Nürnberg waren die Berliner in allen Belangen unterlegen, den einzigen gefährlichen Torschuss gab es nach 73 Minuten durch Patrick Ebert. Die Großverdiener Gojko Kacar und Raffael wurden früh ausgewechselt, Nationalspieler und Kapitän Arne Friedrich fiel nur durch eine dumme Gelbe Karte auf. Kein Herthaner verdiente sich das Prädikat "bundesligatauglich" - wobei der bemitleidenswerte 19-jährige Ersatz-Torhüter Sascha Burchert noch die beste Figur machte.

Funkel: "Bei uns hat alles gefehlt"

"Ich habe nur einen gesehen, der sich gewehrt hat - und das war Sascha Burchert. Das ist bezeichnend", sagte Manager Michael Preetz: "Jeder muss begreifen, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen und es um die Zukunft des Vereins geht." Mit drei Zählern aus den ersten neun Spielen war Hertha letztmals in die Saison 1990/91 gestartet. Damals folgte der Abstieg und eine sechsjährige Leidenszeit ohne Eliteklasse.

"Bei uns hat alles gefehlt: Ballsicherheit, Stellungsspiel, Abwehrverhalten. Nürnberg hat uns vorgemacht, was man im Abstiegskampf tun muss", kommentierte Funkel. Selbst mit drei Bundesliga-Pleiten in Serie im Gepäck spielte der "Club" vor 38.094 Zuschauern die Gäste an die Wand und hätte noch wesentlich höher gewinnen können. Nach lediglich vier Toren in den ersten acht Spielen gab es diesmal gleich drei Treffer auf einen Streich.

Wieder Ruhe um Michael Oenning

"Das war die Wende für uns. Allerdings hätten wir noch mehr Tore machen müssen", sagte Matchwinner Albert Bunjaku nach seinem Doppelpack (26./60.) grinsend. Der andere Schweizer Daniel Gygax (18.) hatte den Torreigen bei seinem Bundesliga-Saisondebüt eingeleitet. "Das war auch ein bisschen ein Sieg für Dennis", meinte der nicht nur wegen seiner zwei Torvorlagen überzeugende Mike Frantz danach. Dennis Diekmeier hatte im Abschlusstraining vor dem Spiel einen Allergieschock erlitten, Physiotherapeut Günter Jonczyk und ein per Hubschrauber eingeflogener Notarzt verhinderten Schlimmeres. Es war so etwas wie ein Weckruf für die Nürnberger, bei denen mit dem Sieg wieder Ruhe um Trainer Michael Oenning eingekehrt ist.

In Berlin kocht dagegen die Volksseele und Funkel will künftig mit eisernem Besen kehren: "Es wird Veränderungen geben und im Umgang wird es härter und aggressiver werden." Auch Neuverpflichtungen in der Winterpause dürften ein Thema werden, denn "momentan sieht es so aus, als wenn die Qualität nicht ausreicht" (Funkel). Bleibt nur ein Trost für die alte Dame, ausgesprochen vom blutjungen Teenager Sascha Burchert: "Nach dieser Leistung kann es wirklich nur noch besser werden."

sid | Stand: 17.10.2009, 17:32

 

Lesezeichen setzen:

  • Logo: Yigg
  • Logo: del.icio.us
  • Logo: Mr. Wong
  • Logo: Linkarena
  • Logo: Webnews
  • empfehlen Seite empfehlen
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Sport im Ersten

Donnerstag, 18.03.2010

  • 00:35 Uhr bis 01:45 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr Sportschau live
  • 14:05 Uhr bis 16:00 Uhr Sportschau live

Freitag, 19.03.2010

  • 00:35 Uhr bis 01:45 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:30 Uhr bis 12:15 Uhr Sportschau live
  • 15:05 Uhr bis 17:10 Uhr Sportschau live

Samstag, 20.03.2010

  • 01:20 Uhr bis 02:30 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:05 Uhr bis 15:00 Uhr Sportschau live
  • 15:05 Uhr bis 17:30 Uhr Sportschau live
  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau
  • 18:30 Uhr bis 18:54 Uhr Sportschau
  • 18:55 Uhr bis 19:57 Uhr Sportschau

Sonntag, 21.03.2010

  • 01:30 Uhr bis 02:45 Uhr Sportschau live

    Paralympics Vancouver 2010

  • 10:03 Uhr bis 12:00 Uhr Sportschau live
  • 12:45 Uhr bis 14:00 Uhr Sportschau live
  • 14:05 Uhr bis 17:00 Uhr Sportschau live
  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau




Fußball

O-Ton-Galerie zum 26. Spieltag

Preetz; Rechte: Imago

Aufruhr in Berlin, Dortmunder Jubel - der Spieltag für Auge und Ohr. [mehr]


sportschau-Live-Ticker
  • Heute
  • Morgen
  • Mi
  • Do
  • Fr
  • Sa
  • So
  • Mo

Freitag, 19. März 2010

20:30 Uhr · Fußball
Bundesliga, 27. Spieltag

Samstag, 20. März 2010

15:30 Uhr · Fußball
Bundesliga, 27. Spieltag

18:30 Uhr · Fußball
Bundesliga, 27. Spieltag

Sonntag, 21. März 2010

15:30 Uhr · Fußball
Bundesliga, 27. Spieltag

17:30 Uhr · Fußball
Bundesliga, 27. Spieltag


Bundesliga | Tabelle
Rang Team S P
1. Bay. München 26 56
2. FC Schalke 04 26 54
3. B. Leverkusen 26 53
4. Bor. Dortmund 26 45
5. Hamburger SV 26 43
  ...    
16. Hannover 96 26 23
17. SC Freiburg 26 20
18. Hertha BSC 26 15

Virtuelle Tabelle
Logo der virtuellen Tabelle; Rechte: ard

Was wäre, wenn ...?

Ergebnisse tippen und sehen, wie sich das auswirkt - die virtuelle Tabelle zur 1. Bundesliga. [mehr]



Die Liga-Kolumne
Burkhard Hupe, Armin Lehmann und Sven Pistor (v.l.); Rechte: wdr

Mein Spieltag

Burkhard Hupe, Armin Lehmann und Sven Pistor - drei Reporter über die Lage der Liga. [mehr]


Alle Rauswürfe seit 1963
Klinsmann,  Merkel, Vogts (v.l.); Rechte: dpa/ap/imago

Trainer, bitte gehen Sie!

sportschau.de blickt auf alle vorzeitigen Trainerwechsel in der Bundesliga-Historie. [mehr]



 Standort:

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, Deutschlandradio, DW