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09.02.2010 | 17.17 Uhr

DFB-Pokal

Keeper Rost rettet den HSV

Düsseldorf verliert Pokalkrimi

In einem nervenaufreibenden Elfmeter-Krimi hat Fußball-Bundesligist Hamburger SV eine Blamage im DFB-Pokal gerade noch abgewendet. Beim Zweitliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf retteten sich die Hanseaten zu einem Erfolg im Elfmeterschießen und verhinderten damit den ersten herben Dämpfer für den neuen Trainer Bruno Labbadia.

Jubel beim Hamburger SV; Rechte: AP Lupe groß

Jubel beim HSV

Nationalspieler Piotr Trochowski hatte die Hamburger mit einem Treffer in der zweiten Halbzeit überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. Nach einer frühen Führung durch Torjäger Mladen Petric (5.) hatten die von Norbert Meier trainierten Außenseiter durch Oliver Fink (11.) und das Eigentor von U21-Europameister Jerome Boateng (16.) den Spieß zwischenzeitlich umgedreht. Das Elfmeterschießen erzwang schließlich Andreas Lambertz (120.), nachdem Trochowski für die Hamburger in der Verlängerung nochmals vorgelegt hatte.

Während die finanziell klammen Düsseldorfer nach 13 Jahren ein großartiges Comeback auf der großen Fußball-Live-Bühne feierten und sich über eine Einnahme von 370.000 Euro freuen konnten, steht Labbadia bis zum Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation am Donnerstag gegen den FC Randers sowie zum Punktspiel-Auftakt bei Aufsteiger SC Freiburg noch einige Arbeit bevor. Statt sein Team zu kritisieren, lobte Labbadia aber lieber den Gegner: "Fortuna hat das heute super gemacht. Sie waren konzentriert und haben uns das Leben schwer gemacht. Letztlich zählt nur, dass wir weitergekommen sind." Elfmeterkiller Frank Rost meinte lapidar: "Solche Spiele muss man nach Hause bringen - egal wie."

Petrics früher Treffer bringt keine Sicherheit

Für den HSV begann das Spiel vor 35.400 Zuschauern in der nicht ausverkauften Arena optimal. Petric traf nach einer herrlichen Flanke von Pitroipa zum 0:1 (5.). Wenig später hätten Ze Roberto und Pitroipa (10.) erhöhen müssen, vergaben aber. Das rächte sich. Nach einem Freistoß von Marco Christ auf den kurzen Pfosten bekam Fink die Fußspitze an den Ball und erzielte den Ausgleich. Wenig später musste Labbadia, der erneut ohne die Millionen-Einkäufe Marcus Berg, Elijero Elia und David Rozehnal antrat, erstmals auswechseln und Eric Maxim Choupo-Moting für den angeschlagenen Stürmer Paolo Guerrero bringen (13.).

Danach setzten die vom Ausgleich angestachelten Außenseiter den HSV weiter unter Druck und gingen in Führung. Olivier Caillas bekam einen langen Ball in den Strafraum, hob diesen an Torhüter Frank Rost vorbei an die Brust von Boateng, von wo aus die Kugel zum 2:1 ins Netz trudelte.

HSV desolat in Halbzeit eins

Hamburg, das den rotgesperrten Kapitän David Jarolim durch Neuzugang Robert Tesche ersetzen musste, verlor zusehends die Linie und tat sich äußerst schwer, zu guten Aktionen zu kommen. Aus einer dichten Abwehr heraus lauerte die Fortuna immer wieder auf Konter. Dabei hätten Marco Christ (40.) und Ranisav Jovanovic (43.) erhöhen müssen, scheiterten aber am hervorragend reagierenden Torhüter Frank Rost. Entsprechend haderte Fortuna-Trainer Norbert Meier nach der Partie: "In der ersten Hälfte hätten wir deutlicher führen können. Später wurde der HSV natürlich immer dominanter."

Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahmen die Hanseaten tatsächlich wieder die Initiative. Dennoch waren es nur Einzelaktionen, die Gefahr brachten. Zunächst scheiterte Neuzugang Ze Roberto nach einem Solo mit einem Schuss aus 16 Metern an Fortuna-Keeper Melka. Der war dann machtlos, als Trochowski mit einem Distanzschuss in den Winkel den Ausgleich besorgte.

sid | Stand: 04.08.2009, 00:01

 

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