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Nationalmannschaft
Die deutschen Spieler in der Einzelkritik
Lahm überzeugt in neuer Rolle
Die Fußballnationalmannschaft hat ihr erstes Länderspiel der Saison in England bestritten. So waren die deutschen Spieler in Form:
Abwehr
Bernd Schneider (re.) lief viel, hatte Höhen und Tiefen.
Jens Lehmann: Zeigte es den Kritikern in seiner Wahlheimat: Ganz stark gegen Lampard (33.) und Owen (41.). Beim Gegentor machtlos, obwohl der Ball im kurzen Eck einschlug. Glück hatte er bei Owens Großchance (41.), die er mitverursachte.
Arne Friedrich: Der Rückkehrer machte rechts zu, konzentrierte sich ganz auf die Defensive. In der zweiten Hälfte wurde er zwei Mal ausgespielt, leistete sich zudem einige Fehlpässe.
Per Mertsacker: Die "Latte" spielte fehler- und kompromisslos. In der Luft auch von den kopfballstarken Engländern nicht zu bezwingen, großartige Vorstellung.
Christoph Metzelder: Kam beim 0:1 zu spät, stabilisierte sich aber schnell. Zwar fehlte die Wettkampfpraxis, er dirigierte aber mit Routine und zeigte eine insgesamt hervorragendes Spiel.
Christian Pander: Nervöser Beginn, Fehler vor dem Rückstand - umso bemerkenswerter war seine Steigerung. Super-Siegtor beim Debüt! Hat großes Potenzial, schlägt überragende Standards.
Mittelfeld
Philipp Lahm: Starker Auftritt in ungewohnter Rolle im defensiven Mittelfeld. Schaltete schnell um, kam ohne Fouls aus. Klärte auf der Linie (77.) und leistete sich nur ganz wenige Ballverluste.
Piotr Trochowski: Oft Anspielstation, technisch versiert, aber ohne entscheidendes Durchsetzungsvermögen. Muss sich noch mehr zutrauen.
Bernd Schneider: Der Leverkusener musste viel nach hinten arbeiten, nicht immer sicher, aber engagiert. Seine scharfe Flanke führte zum 1:1, leistete sich Pausen, setzte aber auch immer wieder Glanzlichter wie beim langen Pass vor Kuranyis Großchance zum 3:1.
David Odonkor: Die Anpassungs-Schwierigkeiten waren nicht zu übersehen. Er wirkte zwar engagiert , aber die Offensivwirkung fehlte ganz. Seine Auswechslung war konsequent.
Thomas Hitzlsperger: Der Meister stand sicher und nutze vorn jede Chance zum Abschluss. Nicht nur durch seine Fernschüsse einer der Besten, obwohl ihm da oft die Präzision fehlte.
Sturm und Einwechselspieler
Thomas Hitzlsperger (li.) schoss oft, aber auch oft zu ungenau.
Kevin Kuranyi: Stand beim 1:1 goldrichtig, war unheimlich fleißig und hielt die hoch gelobte englische Abehr auf Trab. Erzielte sein 19. Tor im 43. Länderspiel, hätte mit einem Heber aber auch noch das 20. nachlegen müssen.
Roberto Hilbert (ab 54. für Odonkor): Fügte sich sofort ein. Viel effektiver als Odonkor, suchte den Abschluss, auch wenn einige Flanken zu ungenau kamen. In der Abwehrarbeit offenbarte Hilbert aber auch einige Abstimmungsprobleme.
Simon Rolfes (ab 72. für Trochowski): Sollte in der Schlussphase die Räume eng machen und kniete sich in diese Aufgabe. Leistete sich zwar ein paar Stockfehler, war aber hart am Mann.
Gonzalo Castro (90. + 2 für Schneider): Fügte seiner jungen Länderspielkarriere einen Einsatz für die Statistik hinzu.
sid/ch | Stand: 22.08.2007, 23:23
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