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Formel 1
Pressestimmen zum Großen Preis von Deutschland
"Ferrari-Betrüger" mit "abgekartetem Spiel"
Während italienische Zeitungen den Rennstall Ferrari für den Doppelsieg beim Großen Preis von Deutschland am Hockenheimring feiern, hagelt es anderswo wegen des umstrittenen Überholmannövers Kritik.
Felipe Massa und Fernando Alonso
ITALIEN
Gazzetta dello Sport: "Ferrari feiert endlich einen Erfolg. Alonso siegt vor Massa. Ferrari ist ein Wunderteam. Niemand darf behaupten, dass Alonso seinem Teamkollegen Massa das Zepter entrissen hat. Ab einem gewissen Punkt war er schneller als Massa, Ferrari hat konsequent gehandelt."
Tuttosport: "Ferrari ist wieder da: Fantastischer Doppelsieg in Hockenheim. Alonso auf Platz eins, weil sich Massa überholen lässt. Endlich! Die Auferstehung von Ferrari nach einer langen Wartezeit."
Corriere dello Sport: "Ferrari, Sieg und Polemik. Großartiger Doppelsieg des Duos Alonso-Massa vor Vettel. Doch Alonso siegte, nachdem Massa für ihn den Weg räumen musste, dadurch ist viel Polemik entstanden. In einer Saison, in der englische Teams zu oft begünstigt worden sind, ist es ein Skandal, jetzt einen Prozess gegen Ferrari zu führen."
La Repubblica: "Ferraris Doppelsieg mit Skandal. Massa lässt sich von Alonso überholen. Ferrari beherrscht die Formel 1, die Dominanz der beiden roten Piloten ist offensichtlich. Niemand kann behaupten, dass die Formel 1 kein Teamsport ist, dahinter stecken die Arbeit von tausend Personen und die Bilanz eines riesigen Unternehmens. Wenn Alonso den WM-Titel erobern kann und Massa nicht, ist es normal, dass das Team auf den Spanier setzt."
Corriere della Sera: "Alonso Erster, Massa Zweiter. Viel Streit um das Überholmanöver. Massa hätte siegen können und wollen. Es ist menschlich schwer, auf den ersten Platz zu verzichten, wenn man ein echter Rennfahrer ist. Doch wenn man sich schon der Teamlogik beugen muss, sollte man auch auf die Form achten und dem Team eine Blamage ersparen."
La Stampa: "Ferrari - Der Doppelsieg kostet 100.000 Dollar. Auf dem Triumph lastet der Schatten des Überholmanövers im Ferrari-Team."
"Schmierenkomödie und Lachnummer"
ENGLAND
The Times: "Ferrari-'Betrüger' stecken in der Klemme. Die Scuderia steht nach Alsonsos unsauberem Sieg vor dem möglichem Rennausschluss. Ferrari, der berühmteste Rennstall in der Formel 1, könnte wegen Manipulation beim Großen Preis von Deutschland vom Renngeschehen ausgeschlossen werden."
The Sun: "Riesenärger um Alonsos abgekartetes Spiel. Es kann sein, dass Ferrari nach dem Großen Preis von Deutschland wegen Rennmanipulation ausgeschlossen wird. Der berühmteste Rennstall der Welt verwandelte das Ergebnis in eine Schmierenkomödie, als er verbotenerweise Felipe Massa anwies, Fernando Alonso vorbeizulassen. Dessen Reputation ist auf ein neues Tief abgerutscht. Ferrari hat die Formel 1 zur Lachnummer gemacht."
Daily Mail: "Ferrari versucht uns reinzulegen! Empörung, aber keine Verwunderung über einen neuen Tiefpunkt in der Formel 1, an dem Fernando Alonso Felipe Massa in Hockenheim kaltstellt. Die Formel 1 ist voller Betrüger und Verschwörer, die die Regeln so auslegen, wie es ihnen passt."
"Entstellter Triumph"
SPANIEN
AS: "Alonsos Comeback beginnt mit Kontroversen. Er war der gerechte Sieger von Hockenheim, nachdem er Vettel besiegt hatte und das gesamte Wochenende schneller als sein Teamkollege war."
Marca: "Großer Sieg von Alonso, der sich damit im Titelrennen zurückmeldet. Der Triumph wird aber entstellt durch die Art und Weise, wie er zustande kam."
El País: "Massa macht Platz: Auf das kontroverseste Rennen der Saison folgte die glanzloseste Siegerehrung in der Geschichte der Formel 1."
El Mundo: "Fernando Alonso zieht das Unheil an wie ein Magnet. Er ist eine große Persönlichkeit, die Staub aufwirbelt. In Hockenheim war er schuldlos, er hat bloß Vollgas gegeben."
"Ein verlogenes Geschäft"
FRANKREICH:
Libération: "Ferrari ist in der Tat kein Team wie die anderen. Wenn die Scuderia nicht von politischen Intrigen ins Wanken gebracht wird, schießt sie sich selbst eine Kugel ins Knie. Der zweite Doppelsieg der Saison ist von der kaum verschleierten illegalen Stallorder getrübt worden."
Le Parisien: "Alonso und Ferrari - Sieger auf Bewährung"
L'Équipe: "Der Sieg war Felipe Massa so gut wie sicher, aber weil es übergeordnete Teaminteressen gab, fuhr ihn Fernando Alonso ein. Die Affäre hat das Wichtigste in den Hintergrund gerückt: Die von Ferrari erzielten Fortschritte bringen die Scuderia in die erste Reihe des sportlichen Wettbewerbs zurück."
ÖSTERREICH:
Die Presse: "Die Formel 1 hat endlich wieder einen handfesten Skandal. Eine klare Stallorder des Ferrari-Teams bestimmte den Sieger des Deutschland-GP."
Der Standard: "Ferrari greift Massa zugunsten Alonsos ins Steuer - Felipe Massa muss den Sieg auf Geheiß der Ferrari-Box Fernando Alonso schenken.
Kurier: "Die Formel 1 ist ein verlogenes Geschäft - und das Rennen gestern in Hockenheim war ein Paradebeispiel dafür. Es roch nicht nach Stallorder, es stank nach einem abgekarteten Spiel."
Kronen Zeitung: "Ferrari sorgt für Mega-Skandal."
sid/dpa | Stand: 26.07.2010, 14:37
Samstag, 11.09.2010
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| 2 | Mark Webber | 179 |
| 3 | Sebastian Vettel | 151 |
| 4 | Jenson Button | 147 |
| 5 | Fernando Alonso | 141 |












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