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Formel 1
Vor dem Formel-1-Rennen am Hockenheimring
Hülkenberg will weiter lernen
Formel-1-Neuling Nico Hülkenberg sieht sich auch nach einer halben Saison in der Königsklasse noch als Lehrling - nun steht sein erster Heim-Grand-Prix an.
Hülkenberg - zwei Punkte in der ersten Saison
Mit einem breiten Grinsen machte sich Nico Hülkenberg nach dem Grand Prix von Großbritannien in Silverstone (11.07.10) auf den Weg ins Fahrerlager. Der Formel-1-Neuling hatte mit einer starken Leistung seinen zweiten WM-Punkt eingefahren. Hülkenberg, der zwischenzeitlich sogar auf Platz drei gelegen hatte, war Zehnter geworden und rundum zufrieden: "Die Tendenz geht in den letzten Rennen klar nach oben", freute sich der 22-Jährige.
Der amtierende Meister der deutschen GP2-Serie hat eine Mortorsportkarriere wie im Bilderbuch hingelegt. Als Neunjähriger mit dem Kartsport begonnen, sicherte er sich mit 15 Jahren ganz souverän die Deutsche Juniorenmeisterschaft. 2005 stieg Hülkenberg in die Formel BMW ein, wo er auf Anhieb Meister wurde. Ein Jahr später der Start beim deutschen Formel-3-Cup und ein Sieg im vierten Saisonrennen. Es folgte der Aufstieg in die Formel-3-Euroserie, wo er als bester Neueinsteiger hinter Romain Grosjean und Sebastien Buemi Dritter wurde. Das war die Eintrittskarte zur Formel 1. Williams lud ihn zu Testfahrten ein, nach denen er einen Testfahrervertrag für 2008 erhielt. Seit 2010 also nun das Cockpit im Formel-1-Auto.
Tiefstapeln vor dem Heimrennen
Doch trotz des Tempos auf der Karriereleiter - Hülkenberg ist realistisch geblieben. Und stapelt während seiner ersten Saison in der Königsklasse und vor dem Grand Prix in der Heimat tief: "Der Lernprozess geht weit über dieses Jahr hinaus", sagt der Williams-Pilot vor seinem Heimrennen am Sonntag (25.07.10) in Hockenheim. Sein Ziel für die zweite Saisonhälfte sei es, sich in den "Top 10 zu etablieren und konstant gute Leistungen abzurufen", erklärt der Emmericher.
"Rückhalt ist da"
Bei seinen ersten zehn Auftritten in der Formel 1 habe er noch "ein paar Fehler gemacht", sagte er am Donnerstag. "Ich hatte mir sicher mehr erhofft als zwei Punkte aus zehn Rennen." Gegen die Routine seines 38 Jahre alten Teamkollegen Rubens Barrichello sei er jedoch noch machtlos. "Ich starte ein, zwei Schritte hinter ihm. Das nervt mich, und ich will das nicht."
Von seinem Arbeitgeber erhalte er aber weiterhin Zuspruch, versichert Hülkenberg. "Der Rückhalt des Teams ist da, ich fühle mich nach wie vor wohl." Allerdings wolle er mit guten Ergebnissen mögliche Restzweifel an einer Weiterbeschäftigung bei Williams im kommenden Jahr ausräumen. "Einen Vertrag gibt es. Aber ob etwas in Stein gemeißelt ist, das ist relativ in der Formel 1", sagt der aktuell 17. der Fahrer-Weltmeisterschaft.
dpa | Stand: 22.07.2010, 17:05
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