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06.09.2010 | 03.47 Uhr

Formel 1

Qualifying zum Großen Preis von Bahrain

Vettel stiehlt Schumacher die Schau

Sebastian Vettel hat Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher gewaltig die Schau gestohlen. Kronprinz Vettel sicherte sich die Pole Position, der siebenmalige Weltmeister Schumacher kam auf Platz sieben.

"Eine besondere Nummer, die zu mir passt. Ich hoffe, dass ich sie im Laufe der Saison hinunterarbeiten werde", meinte Schumacher am Samstag (13.03.10) nach der Qualifikation zum Großen Preis von Bahrain und kündigte an: "Wir haben noch einiges am Auto zu arbeiten, um nach vorn zu kommen."

Sein Heppenheimer Rivale raste im Red Bull indes in der Wüste von Sachir bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad auf den ersten Platz. "Es ist fantastisch, dass wir auf Pole stehen. Das ist eine große Überraschung", konstatierte der gut gelaunte 22 Jahre alte Vizeweltmeister, nachdem er am Abend zuvor "noch so einen Hals" gehabt hatte. Vettel, der es sich nicht nehmen ließ, eine besonderen Gruß an seine Großeltern via TV zu schicken ("Die fallen fast jedes Mal um vor dem Fernseher"), distanzierte Schumacher um fast anderthalb Sekunden. Der 41-Jährige landete in seinem ersten Qualifying seit dem 21. Oktober 2006 im Mercedes aber immerhin noch einen Platz vor dem aktuellen Weltmeister Jenson Button im McLaren-Mercedes.

Rosberg fährt auf Platz fünf

Schumachers Teamkollege Nico Rosberg - am Freitag noch mit Tagesbestzeit - kam auf den fünften Rang hinter dem viertplatzierten Ex-Champion Lewis Hamilton im zweiten McLaren. "Ich habe mir mehr erhofft. Ich hatte auf die Pole gehofft. Aber mehr als Platz vier wäre nicht drin gewesen", sagte der Wiesbadener. "Die Möglichkeit, sich über die Strategie zu verbessern, ist sehr gering", befand Hamilton - auch wegen des Nachtankverbots für die Boliden, die nach dem Qualifying randvoll getankt wurden für das Rennen.

Ihren starken Eindruck von den Testfahrten im vergangenen Monat bestätigten Felipe Massa und Fernando Alonso. Massa, der seit seinem Quali-Unfall in Ungarn Ende Juli kein Rennen mehr bestritten hatte, wurde Zweiter. "Ich hatte erwartet, dass wir mit Mercedes und Red Bull kämpfen, aber Sebastian hat einen Schritt voraus gemacht", meinte der Brasilianer. Sein Ferrari-Teamkollege, der zweimalige Champion Alonso aus Spanien, kam auf Rang drei. "Wir sind extrem zufrieden mit dem Ergebnis bis jetzt", meinte er.

Ränge nicht voll besetzt

Noch unter die Top Ten schaffte es Adrian Sutil aus Gräfelfing im Force India (10.), Neuling Nico Hülkenberg aus Emmerich kam im Williams auf den 13. Platz. Timo Glock aus Wersau schied schon im ersten Zeitabschnitt mit dem neuen Virgin-Rennwagen aus.

Trotz Schumacher-Comeback waren die Ränge am Bahrain International Circuit nicht voll besetzt. Schumachers erster Auftritt im ersten Zeitabschnitt: Platz 9, damit sicher weiter. Etwas knapper wurde es in Phase zwei: Noch 17 Autos im Rennen um die besten Plätze, sieben mussten raus. Schumacher, der in der Garage im Auto sitzend auch noch einmal die Daten checkte, schaffte es, wurde wieder Neunter. Er war zu diesem Zeitpunkt Schlechtester der insgesamt vier verbliebenen Deutschen. So eben schaffte es da noch Button in die Finalrunden. Mit seinem letzten Versuch rettete er im zweiten Zeitabschnitt Platz zehn.

Frühes Aus für Debütant Hülkenberg

Für Debütant Hülkenberg war die erste Formel-1-Qualifikation seiner Karriere dagegen vorzeitig vorbei. "Der Ärger überwiegt. Das Ziel war, unter die Top Ten zu kommen", sagte der GP2-Gewinner von 2009. Nur Rang 19 gelang Glock. "Von Enttäuschung kann ich nicht sprechen", sagte er aber. Angesichts des wenig konkurrenzfähigen Autos des neuen Virgin-Rennstalls, das im Training sogar ein Rad verlor, war der Wersauer ganz zufrieden. "Ich bin froh, dass wir das beste der neuen Teams sind. Das ist unser Ziel."

dpa | Stand: 13.03.2010, 14:34

 

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