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Formel 1
Nick Heidfeld soll Testpilot bei Mercedes werden
Irgendwie dabei bleiben
Von Michael Ostermann
Nick Heidfeld weilt in diesen Tagen in seinem Haus in der Schweiz. Während die Formel 1 in Valencia ihre ersten Testrunden dreht, trainiert der Mönchengladbacher im eigenen Fitnesstudio. Es ist nicht ganz klar, wofür er seinen Körper in Form hält, denn noch hat er keinen Job für die neue Saison.
2010 vermutlich nur Zuschauer: Nick Heidfeld
Es gilt allerdings als sicher, dass der 32 Jahre alte Rennfahrer noch in dieser Woche als Testpilot bei Mercedes anheuert. "Das ist die wahrscheinliche Option", sagt Heidfelds Manager Andre Theuerzeit zu sportschau.de. Genauer gesagt ist es die einzige Option, die Heidfeld noch hat in der Formel 1. Die meisten Cockpits sind inzwischen vergeben. Lediglich die neuen Teams USF1 und Campos Meta haben jeweils noch einen Platz frei. Kontakte gab es, doch dass sein Schützling dort als Fahrer einsteigt, schließt Theuerzeit aus. "Dass er bei einem neuen Team fährt, ist sicher keine Option", sagt er.
Hoffnungen auf ein Topteam
Bleibt also nur die Rolle des Ersatzmannes bei Mercedes hinter Michael Schumacher und Nico Rosberg. Das ist ein deutlicher Karriere-Rückschritt für einen Mann, der noch im Dezember in einem Interview darauf beharrte, sein Ziel bleibe der Weltmeister-Titel. "Klar, 2010 wird das schwer mit dem Titel", sagt Theuerzeit nicht ohne Ironie. Für den Manager geht es im Moment ja vor allem darum, Heidfeld irgendwie in der Eliteklasse des Motosports zu halten. Die Rolle des Testfahrers bei Mercedes erscheint ihm da als beste Möglichkeit. "Der Konzern, das Silberpfeil-Team, das ist eine spannende Geschichte, um von da aus langfristig in der Formel 1 zu bleiben", sagt Theuerzeit. Noch im November hatte Heidfeld allerdings darauf spekuliert, eine bedeutendere Rolle bei dieser "spannenden Geschichte" von Mercedes zu spielen. Nach dem Rückzug von BMW, wo Heidfeld in den vergangenen fünf Jahren seine Runden gedreht hatte, entschloss sich der neue, alte Chef des Sauber-Teams, Peter Sauber, gegen eine Weiterbeschäftigung des Mönchengladbachers.
Heidfeld hoffte zu diesem Zeitpunkt schon darauf, den zweiten Platz bei Mercedes neben Nico Rosberg zu ergattern. Kurz darauf gelang dem Stuttgarter Konzern allerdings der Coup mit Rückkehrer Michael Schumacher. Angebote anderer Teams hatte Heidfeld da schon abgelehnt. McLaren-Mercedes, wo Heidfeld ebenfalls im Gespräch war, konnte sich Weltmeister Jenson Button als zweiten Fahrer neben Lewis Hamilton angeln. Gespräche mit Renault und Lotus verliefen ergebnislos. Dennoch behauptet Theuerzeit, sein Mandant und er hätten sich nicht verspekuliert. "Wenn man im November die Möglichkeit sieht, bei einem Topteam fahren zu können, unterschreibt man nicht bei USF1, von denen niemand weiß, wie schnell sie sind", sagt er. "Die fahren vielleicht vier bis sieben Sekunden hinter dem Feld her. Das ist auch nicht das Stadium, in dem sich Nick als Rennfahrer befindet."
Start in DTM ausgeschlossen
Heidfelds Stadium ist das eines Mannes, der seit seinem Einstieg in die Formel 1 vor zehn Jahren 167 Rennen bestritten hat, dabei aber noch nie einen Sieg landen konnte. Es ist auch nicht das erste Mal, dass Heidfelds Karriere ins Stocken geraten ist. 2003 ergatterte er im letzten Moment einen Platz im Jordan-Cockpit. Zwei Jahre später war es noch knapper: Erst anderthalb Stunden vor der Teampräsentation erhielt er den Zuschlag von Frank Williams für das damalige BMW-Williams-Team.
Ein solches Happy End wird es diesmal nicht geben. Und als Testpilot bei Mercedes hätte Heidfeld auch nicht viel zu tun. Das neue Reglement verbietet den Teams in diesem Jahr Testfahrten während der laufenden Saison. Dass Mercedes offenbar dennoch einen erfahrenen Mann als Ersatzmann sucht, mag auch damit zusammenhängen, dass Schumachers Nackenverletzung - Folge eines Motorradunfalls - dem siebenmaligen Weltmeister vielleicht doch mehr Probleme machen könnte, als derzeit erwartet. In der vergangenen Saison hatte die Verletzung eine Rückkehr Schumachers ins Ferrari-Cockpit noch verhindert.
Das allerdings bleibt wohl nur eine vage Möglichkeit. "Wir sind soweit", sagte Schumachers Arzt Johannes Peil in Valencia der dpa. "Er ist jetzt wieder im normalen Zyklus und kann den normalen Umfang trainieren." Heidfelds Blick geht deshalb eher schon über das Jahr 2010 hinaus. "Man muss sich mit der Situation beschäftigen wie sie ist und daraus die Zukunft gestalten, so gut es geht", sagt sein Manager Andre Theuerzeit. Dass Heidfelds Zukunft schon in dieser Saison als Mercedes-Pilot in der DTM liegt, schließt Theuerzeit aus. "Das ist für 2010 überhaupt kein Thema", sagt er. Noch glaubt Heidfeld an seine Chance in der Formel 1.
Stand: 02.02.2010, 12:08
Kommentare 1 bis 5 von 44
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Niels schrieb am 24.02.2010 09.01 Uhr: Ich bin mir noch nicht mal sicher, dass er als Testfahrer zu gebrauchen ist. Als Testfahrer sollte er Gefühl und Verständnis für das Fahrzeug mitbringen, das hat er in der Formel 1 nie gezeigt. Wie soll jemand, der in den letzten Jahren immer wieder bewiesen hat, dass er nicht in der Lage ist, ein Fahrzeug zu verbessern, ein guter und fähiger Testfahrer sein/werden?
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Tommy schrieb am 24.02.2010 08.53 Uhr: Nick wer? Bitte er ist wie RSC und Frentzen natürlich ein absoluter WM Kandidat-vorausgesetzt die anderen fahren nicht mit. Mercedes Cockpit, auf jeden Fall, muss nur das Taxi Schild auf dem Dach sein...
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berti schrieb am 23.02.2010 19.26 Uhr: Als Nick noch jung war hatte er den biss den man für diesen hart umkämpften sport benötigte. Leider ist er aus meiner sicht in einem Atemzug mit Ralf Schumacher und Heinz-harald Frenzen zu nennen. Zu seiner Entschuldigung wenn Nick in seinen besten Zeiten ein Konkurenz fähiges Auto bekommen hätte wer weiß
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Mike schrieb am 22.02.2010 17.06 Uhr: Er muss froh sei dass überhaubt ihn ein Team aufnimmt.
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Raju schrieb am 19.02.2010 12.30 Uhr: Was erwartet der Nick eigentlich? Er hat nichts geleistet, weswegen er halt kein Formel 1 Cockpit bekommt! Der Bursche ist immer überschätzt worden.
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