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Formel 1
Drei-Jahres-Plan - Mercedes macht Schumacher-Deal perfekt
Schumacher nimmt Platz im Silberpfeil
Es ist perfekt: Michael Schumacher kehrt nach drei Jahren in die Formel 1 zurück. Der Rekordweltmeister fährt in der neuen Saison für das deutsche Werksteam Mercedes Grand Prix. Nach wochenlangem Rätseln gab der schwäbische Automobilbauer den höchst spektakulären Coup einen Tag vor Heiligabend bekannt.
Für Schumacher, der bei seinem 251. Rennen am 14. März in Bahrain 41 Jahre alt sein wird, schließt sich damit gewissermaßen auch ein Kreis: Vor knapp 20 Jahren verpflichtete Mercedes mit seinem damaligen Schweizer Partner Peter Sauber den Kerpener als Werksfahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. 2010 wird Schumacher in der höchsten Motorsportklasse mit dem Stern auf dem Rennwagen an den Start gehen.
Am Dienstag (22.12.09) unterzeichnete der noch 40-Jährige den Vertrag. "Die Idee ist, dass ich drei Jahre fahre", sagte Schumacher am Mittwoch in einer Telefonkonferenz und formulierte gleich wieder ganz hohe Ambitionen: "Mein Ziel ist es natürlich, am Ende wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen." Schumacher soll angeblich sieben Millionen Euro pro Jahr kassieren, das wäre gerade mal ein Fünftel seiner letzten Fahrergage 2006 bei Ferrari. "Ich fühle mich gerade wie ein 12-Jähriger, der durch die Gegend hüpft wie ein kleiner Junge", beschrieb der Kerpener seine Gefühlslage.
Kein anderes Team in Erwägung gezogen
"Ich möchte gar nicht leugnen, dass mich die Vorstellung eines deutschen Teams in der Formel 1 extrem reizt - ich glaube, das würde jedem deutschen Rennfahrer so gehen", sagte der siebenmalige Weltmeister, den vor allem die "unvorhersehbare Kombination" aus seinem alten Freund Ross Brawn und seinen einstigen Förderern von Mercedes zurück in die Formel 1 gelockt hat: "Es hätte kein anderes Team gegeben, dass ich ernsthaft in Erwägung gezogen hätte."
Die Idee, bei Mercedes wieder einzusteigen, sei zum ersten Mal im November aufgekommen, "als Ross mich informiert hat, was er plant und wie Mercedes sich engagiert. Da ist mir das Rennfahrerherz aufgegangen. Da hat es in mir wieder richtig gefunkt, weil es alte Bekannte und Weggefährten sind und es nur in dieser Kombination möglich ist." Bei den Stuttgartern war er einst Mitglied des Junior-Teams, mit finanzieller Hilfe der Schwaben schaffte er 1991 den Sprung in die Formel 1.
Abschiedsschmerz
Unter der Regie von Brawn hatte er bei Benetton und Ferrari all seine sieben WM-Titel geholt. "Ferrari zu verlassen, war nicht einfach. Ich war 14 Jahre dort und habe gute Erinnerungen. Der einzige ernsthafte Grund für die Rückkehr war, noch einmal mit Mercedes arbeiten zu können", sagte Schumacher: "Sie haben mir die Chance gegeben, in die Formel 1 zu gehen. Jetzt ist es schön für mich, etwas zurückgeben zu können."
Zusammen mit Nico Rosberg wird Schumacher das deutsche Duo im Mercedes-Werksteam bilden - erstmals werden damit zwei deutsche Piloten die beiden Silberpfeile in einer Saison steuern. Für Mercedes soll es auch die Renaissance des Silberpfeil-Mythos werden. 1955 hatte Juan Manuel Fangio den bis dato letzten WM-Titel für ein werkseigenes Team des schwäbischen Autobauers eingefahren, der erst am Montag (21.12.09) auch noch die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Öl- und Gasunternehmen Petronas aus Malaysia als neuer Hauptsponsor bekanntgegeben hatte.
"Die Energie ist wieder da"
In bislang 250 GP-Rennen holte Schumacher 91 Siege und stand 68 Mal auf der Pole Position. Auch seine 1369 WM-Punkte, 74 schnellste Runden, die 23.219 Führungskilometer, 13 Siege sowie 148 Punkte in einer Saison (2004) oder 154 Podiumsplätze sind Rekordmarken in der Königsklasse. "Nach drei Jahren Pause habe ich all die Energie wieder, die mir damals gefehlt hat", sagte Schumacher, der einen Vertrag am Vorabend unterschrieben hatte: "Der Nacken ist kein Problem mehr. Im Sommer war es noch zu nah am Unfall dran, jetzt ist alles ausgeheilt."
Ross Brawn hat als künftiger Mercedes-Teamchef keine Zweifel daran, dass sein Lieblingsschüler schnell wieder an seine alte Leistungen anknüpfen wird. "Michael kann sich selbst am besten einschätzen, ich vertraue ihm da völlig. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass er einen guten Job machen wird", meinte der Engländer.
Volle Unterstützung der Familie
Volle Unterstützung genießt Schumacher auf jeden Fall von seiner Frau Corinna und seiner Familie. "Ich musste keine Überzeugungsarbeit leisten", sagte er: "Meine Frau ist zufrieden, wenn ich zufrieden bin. Sie hat am Blick meiner Augen erkannt, dass es genau das ist, was ich möchte."
dpa/sid | Stand: 23.12.2009, 15:05
Kommentare 1 bis 5 von 341
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Boliden-Kalle schrieb am 21.01.2010 11.23 Uhr: @egal Vollste Zustimmung!Unsachlichkeiten müssen nicht sein. @HaHaFrentzen Weiß zwar nicht, was das mit dem Alter zu tun hat, aber egal. Ihr alle seit Schumacher ziemich egal, und wenn Euch im Privatleben jemand mit solchen Ellenbogen daherkommen würde, ich bin mir sicher, ihr würdet denjenigen genauso anhimmeln.ABSOLUT! Für mich ist ein HeHaFrentzen!!!(ein ECHTER Heinz-Harald) in der F1 unterhaltsamer, als die so erfolgreichen und verbitterten Schumis, Alonsos und Hamiltons. Und selbst in Italien gibt es auch Nicht-Schumi-Fans;-)
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egal schrieb am 21.01.2010 08.24 Uhr: @HaHaFrentzen da wir jetzt auch Schreibfehler streng bewerten möchte ich folgendes Anmerken. Am satzende steht immer nur ein Satzzeichen und nicht drei! Und die Auslassungszeichen zur Satzverschachtelung zu nutzen, nur damit ein 10-fach verschachtelter Satz bei rumkommt ist weder nach der ungültigen alten noch nach der neuen Rechtschreibung richtig. MW heißt übrigens Mogel-Meister. Ros Brawn hat bereits ein Interview gegegeben und gesagt das Michael 2010 Weltmeister wird, daran gibt es kein Zweifel! Ach ja, in der F1 ging es noch nie nur um Geld. Welche Motoren wird McLaren bekommen wenn sie 2010 alles dominieren? Mit Sicherheit nicht von Mercedes. Das war schon immer so-Wir erinnern uns an ein Interview von Peter Sauber zu dem Verhalten von Schumi: "Ihr wisst wir haben Motoren von Ferrari und können daher nichts dazu sagen." Sauberer Werbezirkus in dem es immer mit rechten Dingen zugeht. Warum soll ein Foto ein Forum haben?
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HaHaFrentzen schrieb am 21.01.2010 00.56 Uhr: Bei manchem hier muss ich mir ernsthaft die Frage nach dem Alter stellen... dass einige wohl schon auf der Welt waren, als ein Herr Schumacher noch nicht in der Formel 1 gefahren ist, machen die Aussagen auch nicht erwachsener... aber klar: Im Millionengeschäft Formel 1 ordnet sich jetzt alles unter, damit Schumacher wieder Weltmeister (wird meines Wissens WM abgekürzt) wird... ganz klar... Aua!!! Kommentare hierzu schenk ich mir, da ich meine Zeit nicht mit der Faktenresistenz einiger hier vergeuden will... hat eigentlich die BILD keine Forum zum Thema...?
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egal schrieb am 18.01.2010 12.25 Uhr: @...abgesprochen. Klar nach der Ansage- wer schneller als Schumi ist, kriegt keinen neuen Vertrag und auch keine Kundenmotoren. Angeblich soll das Auto von Rossberg mit Tretpedalen ausgerüstet werden um keine Gefahr für das Image von Schumi darzustellen.
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egal schrieb am 18.01.2010 12.24 Uhr: @Val Über Schumacher wurde das Bild des unfehlbaren. perfekten, komplettesten, besten, geschicktesten uns. Fahrer gelegt. Da ist kein Platz für Blackouts und Fehler, da ein solcher Fahrer keine Macht. Daher unterstelle ich diesem Fahrer reine Absicht, da die 'Fehler' nur auftreten wenn es eng wird und andere besser sind. Klar waren Prost und Senna keine Saubermänner (Senna schießt Prost ab und ist MW und im darauffolgenden Jahr schoß Prost Senna ab und war MW)aber darum geht es eben nicht. Wäre die F1 eine Sportart würde die Meinung übder Schumacher mehr ins Negative fallen. So ist es eben das Vorbild derer sie unsere Straßen mit einer Rennstrecke verwechseln und Gesetze als Bedeutungslos definieren. Schumacher ist nicht als MW abgetreten und das ist wohl neben der Medeienwirkung für Mercedes der Hauptgrund für sein Comeback. Und wie Lauda einst über Prost dagte: "Er muss in dieser Saison Weltmeister werden alles andere enttäuscht nur!" Aber das ist sicher schon mit den anderen ...
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