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Formel 1
Teamchef Ross Brawn bestätigt
Rosberg steigt ins Mercedes-Cockpit
Nico Rosberg soll den "Silberpfeil"-Mythos in der Formel 1 wieder aufleben lassen. Wer sein Teamkollege beim neuen Mercedes-Werksteam sein wird, ist indes noch offen.
Rosbergs neuer Teamchef Ross Brawn beendete am Montag (23.11.09) vorerst die Spekulationen um ein Sensations-Comeback des 40 Jahre alten Rekordweltmeister Michael Schumacher bei dem vormaligen Brawn-GP-Rennstall. Mit Rosbergs Verpflichtung war hingegen schon lange gerechnet worden. Der 24-Jährige ist der erste Deutsche seit Karl Kling und Hans Herrmann 1955, der in der Formel 1 einen "Silberpfeil" steuert. Zuletzt fuhr der in Wiesbaden geborene Sohn des ehemaligen finnischen Weltmeisters Keke Rosberg vier Jahre lang für Williams.
Anforderungsprofil perfekt erfüllt
"Ich freue mich sehr, dass ich beim Neustart der Silberpfeile 2010 im Cockpit sitzen werde. Keine andere Marke in der Formel 1 blickt auf eine so lange und erfolgreiche Tradition im Motorsport zurück", sagte Rosberg: "Ich bin sehr stolz, dass ich jetzt für das neue Mercedes-Team an den Start gehen werde und freue mich auf die Arbeit mit dem Team um Ross Brawn."
Schon seit Wochen galt Rosberg, der bislang in der Formel 1 für Williams fuhr, als Favorit bei Brawn, er passt perfekt ins Anforderungsprofil von Mercedes: weltoffen, mehrsprachig und vor allem schnell. "Dass wir bei unserem Neustart in der Formel 1 mit Mercedes mit einem so talentierten und sympathischen Fahrer wie Nico antreten, macht diesen Neubeginn umso schöner. Nico ist positiv ehrgeizig, wir sind positiv ehrgeizig, gemeinsam wollen wir viel erreichen, und ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der trotz des zunächst auf ein Jahr befristeten Vertrages eine lange Zusammenarbeit mit Rosberg anstrebt: "Es soll eine mehrjährige Kooperation sein."
Rätselraten um Schumacher
Das Rätselraten, wer neben dem "Sunnyboy" im zweiten Silberpfeil strahlen darf, wird indes noch weitergehen. Brawn bemühte sich, die Meldungen über eine angebliche Rückkehr seines einstigen Chefpiloten Schumacher in den PS-Zirkus herunterzuspielen. "Das Thema geistert durch die Medien. Es ist aber nichts dran. Da basteln sich die Medien einen Traum zusammen", sagte der Brite "bild.de". Schumacher habe keine Ambitionen auf eine neue Karriere. "Auch nicht bei uns", sagte Brawn, der den siebenmaligen Weltmeister bei Ferrari lange als Teamchef betreut hatte.
Brawn hatte zuvor stets betont, sich mit der Fahrer-Wahl Zeit lassen zu wollen. Als aussichtsreicher Kandidat gilt der bisherige BMW-Pilot Nick Heidfeld, aber auch Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen, der bei Ferrari aussortiert wurde, wird mit Mercedes in Verbindung gebracht. Allerdings hatte der Finne zuletzt mit einem Start in der Rallye-WM oder einer Auszeit geliebäugelt. Rosberg selbst war einer der begehrtesten Fahrer auf dem Markt. Obwohl er noch sieglos ist, zählt er neben dem WM-Zweiten Sebastian Vettel von Red Bull zu den größten deutschen Nachwuchs-Hoffnungen.
In seinen bisher 70 Rennen waren ein zweiter und ein dritter Rang Rosbergs bisher beste Platzierungen. In diesem Jahr schaffte er mit dem siebten Platz in der Gesamtwertung sein bisher bestes Ergebnis. Außer ihm und Vettel stehen Timo Glock (Manor) und Nico Hülkenberg (Williams) als deutsche Formel-1-Fahrer für 2010 fest. Auch Adrian Sutil wird mit großer Wahrscheinlichkeit weiter für Force India fahren.
dpa | Stand: 23.11.2009, 12:02
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| 3 | Lewis Hamilton | 15 |
| 4 | Sebastian Vettel | 12 |
| 5 | Nico Rosberg | 10 |









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