Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Weitere ARD Online-Angebote.
Standort.

11.03.2010 | 11.18 Uhr

Formel 1

Beide Brawn-GP-Piloten verpassen das Podium

Webber triumphiert bei Red-Bull-Doppelsieg

Heimsieg verpasst und doch gewonnen: Sebastian Vettel hat mit dem zweiten Platz auf dem Nürburgring das Rennen um den Formel-1-Titel noch spannender gemacht.

Der Heppenheimer musste am Sonntag beim turbulenten Eifel-Rennen nur seinem Red-Bull-Teamgefährten Mark Webber den Vortritt lassen, der trotz einer Durchfahrtstrafe in seinem 130. Rennen zum ersten Mal einen Grand Prix für sich entschied. "Er war heute unschlagbar und hat es absolut verdient. Ich hätte hier gern gewonnen, aber Mark war einfach schneller", bekannte der um 9,252 Sekunden geschlagene Vettel.

Hinter Ferrari-Pilot Felipe Massa und dem starken Nico Rosberg belegte WM-Spitzenreiter Jenson Button beim Großen Preis von Deutschland nur Rang fünf, Rubens Barrichello wurde im zweiten Brawn-Mercedes Sechster. "Enttäuschend", gestand Button. In der WM-Gesamtwertung verbesserte sich Vettel auf Rang zwei und hat mit nun 47 Punkten nur noch 21 Zähler Rückstand auf Button.

Rosberg mit starker Aufholjagd

"Ja, ja, ja", brüllte der Australier Webber nach der Zieldurchfahrt immer wieder in den Boxenfunk und schien dabei den Tränen nahe. "Ein süßer Sieg", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Für seinen Rennstall war es der dritte Doppelerfolg in diesem Jahr. Zuvor hatte jeweils Vettel seinem Teamkollegen das Nachsehen gegeben. Diesmal jedoch stand der Hesse klar im Schatten des 32- Jährigen, der vor der Saison wegen eines Beinbruchs nach einem schweren Fahrrad-Unfall lange pausieren musste.

Hinter Vettel, der die Hoffnungen auf den ersten Heimsieg seit Michael Schumachers Erfolg vor drei Jahren in Hockenheim diesmal noch nicht erfüllen konnte, trumpften vor allem Nico Rosberg und Adrian Sutil vor eigenem Publikum auf. Rosberg raste während der 60 Runden auf dem 5,148 Kilometer langen Kurs von Startplatz 15 auf Rang vier. "Ich bin super happy", so der Wiesbadener.

Sutil gerät erneut mit Räikkönen aneinander

Für den von Platz sieben gestarteten Sutil lag lange eine Sensation in der Luft, doch er verschenkte nach furioser Fahrt die Chance auf Punkte. Auf Platz zwei liegend, bog der Gräfelfinger nach 27 Runden zum ersten Mal in die Box, doch bei der Rückkehr auf die Strecke krachte der Force-India-Pilot in den Ferrari von Kimi Räikkönen. Schon vor einem Jahr in Monte Carlo hatte ein Unfall mit dem Finnen Sutils Punkte-Debüt für Force India verhindert. "Da hatte keiner Schuld", urteilte Räikkönen, der kurz darauf wegen eines Motorschadens aufgeben musste. "Wir sollten nicht zu enttäuscht sein. Wir haben gesehen, dass es geht", sagte Sutil, der am Ende 15. wurde.

Toyota-Fahrer Timo Glock aus Wersau, der nach völlig verpatzter Qualifikation aus der Boxengasse gestartet war, verfehlte als Neunter nur knapp die Punkte. Dahinter wurde Nick Heidfeld im BMW-Sauber Zehnter. "Ich bin sehr enttäuscht, denn heute hatten wir das Potenzial, um Punkte zu holen", sagte der Mönchengladbacher.

Vettel erwischte einen miserablen Start. Wie befürchtet, konnten die McLaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Heikki Kovalainen sowie Ferrari-Fahrer Felipe Massa dank der Zusatz-PS des Hybridsystems KERS auf den ersten Metern am Heppenheimer vorbeiziehen. Allerdings ging Weltmeister Hamilton ein zu hohes Risiko, bremste zu spät und beschädigte sich den Hinterreifen. So ordnete sich Vettel zunächst als Sechster direkt hinter Rivale Button ein. Der Brite konnte zwar schnell an Massa vorbeiziehen, doch dann hielt Kovalainens Silberpfeil die Verfolger auf.

Durchfahrtsstrafe für Webber

Jenson Button; Rechte: dpa Lupe groß

Probleme mit den Reifen: Jenson Button

Auch für Vettels Teamkollege Webber lief es zunächst alles andere als nach Plan. Am Start verlor er Platz eins an Barrichello. Zwar konnte das Duo danach dem Rest des Feldes davonziehen, doch schon bald setzte es den nächsten Dämpfer für den Australier. Wegen eines Start-Remplers gegen Barrichello verurteilten die Renn-Kommissare den Red-Bull-Mann zu einer Durchfahrtstrafe. Doch Webber ließ sich nicht beirren und legte ein enormes Tempo vor. Über weite Strecken war er deutlich schneller als Vettel und die Brawn-Konkurrenten, die zunehmend Probleme mit ihren Reifen hatten.

Zur Rennmitte übernahm Webber die Führung und gab sie nicht mehr her. Nach 1:36:42,310 Stunden fuhr als Erster über den Zielstrich. Vettel rettete, was zu retten war. Mit einer soliden Fahrt und einer guten Strategie ließ er Barrichello, Button und Massa noch hinter sich und sicherte souverän die wichtigen acht Punkte für das Ziel Weltmeisterschaft.

sid/dpa | Stand: 12.07.2009, 15:51

Kommentare 1 bis 5 von 15

  • Peter schrieb am 17.07.2009 20.40 Uhr: Kirmesrennen, wie sonst auch. Motorsport sieht anders aus. Moto GP und Superbike WM lassen grüssen.

  • Off Topic schrieb am 15.07.2009 17.42 Uhr: Vor Ort auf der Tribüne war es ein recht langweiliges Rennen, es gab schon deutlich spannendere. Klar wurde etwas geboten, aber mal ehrlich, soooo toll war's nicht. Kurz zu Kimi/Adrian: meiner bescheidenen Meinung nach ist Adrian selber Schuld. Kurz lupfen, den Kimi vorbei lassen und gepflegt ca. 3-4 WM Punkte einfahren. Wäre cleverer gewesen.. Dennoch für mich ein typischer Rennunfall. Die Jungs sind halt alle heiß und mit Verstand ist da oft in solchen Situationen nichts zu machen. Egal, ist passiert und nicht mehr zu ändern. Viel spannender finde ich, dass Webber trotz der (berechtigten) Durchfahrtstrafe noch so deutlich gewonnen hat, endlich mal. Vettel auf 2, Nico auf 4, Timo nach verpatztem Qualifing aus der Box noch auf 9. Also das finde ich alles durchweg positiv und ausbaufähig. Gruß an alle Sportfans

  • anderer Eifelwanderer schrieb am 14.07.2009 22.45 Uhr: @Eifelwanderer: Sie haben recht! - Aber mal ganz im Ehrlichen: Die Welt wird ohne Formel 1 genau wie viel besser? Es ist Doppelmoral, diesen Spoirt anzuprangern, und gleichzeitig nicht gegen alle anderen Massenveranstaltungen mit tausenden per Auto anreisenden Zuschauern zu schreiben oder jegliche Wasserverschwendung oder andere Resourcen vernichtenden Aktivitäten wie (Winter- und Sommer-) Urlaubsstau mit anzuprangern. Viele Grüße, Ihr Öko-Motorsportler

  • Eifelwanderer schrieb am 14.07.2009 17.10 Uhr: Veranstaltungen, die darin bestehen, dass kreischend im Kreis herumrasende, von hochgiftigen Aggregaten angetriebene Apparate noch mehr Luft, Wasser und Boden vergiften, die gesamte Tierwelt verstören und ausrotten, im Verein mit mehreren 100.000 TrinkerInnen und UriniererInnen nürburgringsherum, allen Ernstes als "Sport" zu bezeichnen und ihnen auch nur überhaupt 1 Minute Medienaufmerksamkeit zu widmen, ist, wie das Herumrasen selbst und der Beihilfe begehenden umstehenden anderen EifelvernichterInnen nichts als ein ganz schlimmes Symptom der schweren psychischen Erkrankung Automobilsuchtpandemie: Das wäre noch erträglich, wenn die Erkrankten nur sich selbst schaden würden. Leider aber sind die Autosuchtkranken dabei, die Lebensgrundlagen aller Menschen zerstören zu helfen - somit auch die ihrer eigenen Kinder: Was werden sie denen später antworten auf deren Fragen: "Warum habt Ihr nicht aufgehört?"; "Warum habt Ihr damals nichts unternommen?"; "Wo ist unsere Atemluft?"...

  • unbedeutend schrieb am 13.07.2009 10.24 Uhr: Es steht doch wohl mal fest, dass Raikkönen keine Schuld an dem Unfall hat. Wäre es umgekehrt gewesen und Raikkönen wäre aus der Boxengasse gefahren und hätte Sutil touchiert, wäre er ebenfalls Schuld gewesen. So langsam geht mir das mächtig auf die Nerven, dass Ihr immer die Schuld bei anderen sucht. Wo hätte Raikkönen denn noch hinfahren sollen, er war doch schon am Rand. Wenn Sutil, der sowie nix kann, aus der Box kommt, dann ha er sich gefälligst davon zu überzeugen, dass die Strecke frei ist- dafür werden ja schließlich die Flaggen geschwenkt. Aber da muss natürlich erstmal ordentlich Gas gegeben werden, um so eine Situation herbei zu rufen. Raikkönen und Ferrari brauchen genauso Punkte wie McLaren Mercedes- also warum sollte er irgendwo absichtlich hineinfahren? Das wäre vielleicht mal zu überlegen. Und wenn er jemandem die Suppe versalzen wollen würde, dann doch sicher nicht, dem Formel 1 mäßig unbedeutenden Sutil.

Kommentar schreiben

Sie sind schlauer als Spam-Automaten. Bitte antworten Sie auf folgende Frage:

An welchem Fluss liegt Frankfurt am Main?

Link: Deshalb stellt der WDR dumme Fragen

Link: Alle Kommentare anzeigen

 

Lesezeichen setzen:

  • Logo: Yigg
  • Logo: del.icio.us
  • Logo: Mr. Wong
  • Logo: Linkarena
  • Logo: Webnews
  • empfehlen Seite empfehlen
Die ARD ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

Sport im Ersten
  • Heute
  • Morgen
  • Sa
  • So
  • Mo
  • Di
  • Mi

Samstag, 13.03.2010

  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau

    3. Liga

  • 18:30 Uhr bis 18:54 Uhr Sportschau
  • 18:55 Uhr bis 19:57 Uhr Sportschau
  • 23:00 Uhr bis 01:00 Uhr Sportschau live - Boxen im Ersten

Sonntag, 14.03.2010

  • 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr Sportschau

    Der Sport vom Wochenende






sportschau-Live-Ticker
  • Heute
  • Morgen
  • Sa
  • So
  • Mo
  • Di
  • Mi
  • Do

Sonntag, 14. März 2010

13:00 Uhr · Formel 1
Großer Preis von Bahrain


Formel 1 | WM
RangNameP
1Jenson Button95
2Sebastian Vettel84
3Rubens Barrichello77
4Mark Webber69.5
5Lewis Hamilton49


 Standort:

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, Deutschlandradio, DW